Steve Wozniak: Apple-Mitgründer will nach Malta

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Steve Wozniak: Apple-Mitgründer will nach Malta

Der Apple-Mitgründer Steve Wozniak gab bei einer Podiumsdiskussion seine Zukunftspläne bekannt. Was ihn bewegt, nach Malta zu gehen und welche Unternehmensidee er unterstützen will.

Wenn sich ein einflussreicher Technokrat in einem dynamischen Inselstaat niederlässt, um ein Unternehmen zu gründen, mag das viel heißen. Wenn dieser jemand jedoch Apple-Gründer Steve Wozniak und der Inselstaat Malta heißt, treffen wahre Potentiale aufeinander.

Wie die maltesische Tageszeitung The Malta Independent berichtet hat, gab es auf einer Vorveranstaltung des Delta Summit im Oktober eine Podiumsdiskussion. Neben Wozniak waren sein Geschäftspartner Jacobo Visetti, Maltas Nachwuchs-Minister für Finanzdienstleistungen, digitale Wirtschaft und Innovation Silvio Schembri sowie Abdalla Kablan, CEO des Delta Summit, beteiligt. Gemeinsam sprachen sie über Visettis Unternehmen Efforce, in das Wozniak eingestiegen ist.

Computer, Internet, Blockchain: Steve Wozniak hat den richtigen Riecher

Dass Steve Wozniak ein Freund von Bitcoin und Blockchain ist, ist schon seit Längerem bekannt. Es erinnere ihn an die Anfänge des Computers und später an die des Internets. Malta als Lebensmittelpunkt könne er sich ebenso vorstellen. Hierzu Wozniak:

Mir schwebt Malta, wie kein anderer Ort der Welt, schon seit Jahrzehnten vor.

„Woz“ konnte zwar vor Jahrzehnten noch nicht absehen, dass Malta der Blockchain-Staat schlechthin wird. Jacobo Visetti sah die ganze Sache pragmatisch:

[Malta] ist das weltweit aufgeschlossenste Land in Sachen neuer Technologie.


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Das gemeinsame Start-up Efforce will sich um einen „effizienteren und saubereren Energieverbrauch“ kümmern. So könne Geld gespart und die Umwelt geschont werden. Wozniak reizte indes noch ein weiterer Aspekt des jungen Unternehmens, über das Visetti schon seit ein paar Jahren nachdenkt:

Efforce hat ein einzigartiges Geschäftsmodell. Wir könnten einen großen Einfluss auf Unternehmensgründungen haben.

Malta: Was wir von Zwergen lernen können

Malta gilt nicht nur aufgrund der vielfältigen Anwendungen der Blockchain-Technologie im Staatswesen als Vorreiter. Wir berichteten unter anderem über ein blockchainbasiertes Handelsregister und auf einer Blockchain abgelegte Mietverträge. Premierminister Joseph Muscat gab damals zu Protokoll:

Wir werden den Menschen nun den Mehrwert dieser Technologie zeigen. Dies geschieht anhand einer alltäglichen Anwendung. Solch ein Vertrag kann dann nicht manipuliert werden und zudem erhalten nur diejenigen Zugriff auf ihn, die dafür autorisiert sind.

Auch die beiden größten Bitcoin-Börsen der Welt, Binance und OKex, haben ihren Unternehmenssitz auf Malta. Und das hat Gründe. So hat der Zwerginselstaat, der weniger Einwohner als Leipzig hat, erst kürzlich wieder 14 Regierungspositionen für Blockchain-Experten geschaffen. Von einer solchen Quote können andere Länder nur träumen.

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