Malta führt Blockchain-Pflicht bei Mietverträgen ein

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Malta führt Blockchain-Pflicht bei Mietverträgen ein

Der maltesische Fortschritt in Sachen Krypto-Adaption erreicht eine neue Stufe. In Zukunft müssen die Bürger alle Mietverträge auf einer Blockchain registrieren. Laut Premierminister Joseph Muscat hat dies vor allem Sicherheitsgründe.

Die Regierung in Malta hat eine Reform des Mietrechts verabschiedet. Diese beinhaltet auch eine Vorschrift zur Registrierung sämtlicher Mietverträge auf der Blockchain. Joseph Muscat, der Premierminister Maltas, verriet in einem Radiointerview mit dem Radiosender One Radio am 23. Juni 2019 vorab einige Details der Gesetzesreform. Die nationale Nachrichtenseite Malta Today berichtet in einer Meldung am selben Tag von den Änderungen im Mietrecht.

Maltas Mietenreform: Aber bitte mit Blockchain

Nach einer längeren Beratungsphase verabschiedete das Kabinett in Malta die Reform der Mietengesetzgebung. Details der neuen Gesetzeslage geben die Autoritäten in den nächsten Tagen bekannt. Fest steht jedoch, dass alle Mietverträge registriert werden müssen. Dies soll über Distributed-Ledger-Technologien passieren. Als Grund nannte Muscat den Schutz gegen Manipulation und Datenhacking, den die Blockchain-Speicherung liefert.

Neben den sicherheitspolitischen und datenrechtlichen Gründen, spielt für Muscat auch die Adaption der Technologie in der Bevölkerung Maltas eine Rolle:

Wir werden den Menschen nun den Mehrwert dieser Technologie zeigen. Dies geschieht anhand einer alltäglichen Anwendung. Solch ein Vertrag kann dann nicht manipuliert werden und zudem erhalten nur diejenigen Zugriff auf ihn, die dafür autorisiert sind.

Dies erläuterte der Premierminister in dem Radiointerview.

Maltas Weg zur „Bockchain-Insel“


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Malta zeigt sich seit geraumer Zeit fortschrittlich hinsichtlich der Adaption der Blockchain-Technologie in der öffentlichen Verwaltung. Unter anderem deshalb hat die Insel im Mittelmeer den Ruf, eines der krypto-freundlichsten Länder der Erde zu sein. Im Mai 2019 kündigte die Regierung beispielsweise das erste Handelsregister mit Blockchain-Technologie an.

Innovationen wie diese sind der Grund, warum sich das südeuropäische Land gern als „Blockchain Island“ bzw. Blockchain-Insel bezeichnet. Malta, welches mit seinen 433.000 Einwohnern kleiner als Hannover ist, hofft, sich damit eine Marktnische für ausländische Investoren zu sichern. Bisher hatten die Malteser damit auch Erfolg: Namhafte Firmen, wie zum Beispiel die große Bitcoin-Börse Binance, ließen sich dort nieder.

Doch obwohl das Land als Zufluchtsort für Blockchain-Unternehmen gilt, haben es die Firmen nicht immer leicht. Neben grundsätzlichen Problemen mit der Pressefreiheit scheint das maltesische Bankensystem auf die innovativen Technologien nicht vorbereitet zu sein. Unternehmen klagen unter anderem über Schwierigkeiten bei der Erteilung von Zulassungen.

Trotz einiger Hindernisse im privaten Sektor treibt die maltesische Regierung die Blockchain-Adaption in der öffentlichen Verwaltung mit großen Schritten voran. Unter diesen Voraussetzungen kann sich Malta wohl weiter mit dem Label „Blockchain Island“ rühmen.

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