Regulierungs-ECHO Steuern, CBDCs, Stable Coins – Weltwirtschaft pocht auf einheitliche Regulierung

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 6 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

Bitcoin-Münze, an der mehreren Ketten ziehen

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Wer in die Schlagzeilen der vergangenen Woche blickt, dem wird eines unmittelbar bewusst: Sein es die Besteuerung von Kryptowährugen, digitale Zentralbankwährungen oder globale Stable Coins – die internationale Gemeinschaft scheint immer entschiedener auf einheitliche Regeln zu pochen. Derweil schreitet neben der staatlichen Blockchain-Adaption auch die Entwicklung von CBDCs weiter voran.

Financial Stability Board – 10-Punkteplan zur Stable-Coin-Regulierung

Private herausgegebene, weltweit nutzbare Stable Coins jenseits staatlicher Kontrolle sind wohl der größte Albtraum nahezu jedes Zentralbankers und Finanzministers. In seinem jüngsten Bericht zu solchen Stable-Coin-Projekten hat das Financial Stability Board (FSB) nun zehn Vorschläge ins Feld, die den Regierungen bei der Regulierung von Libra & Co. helfen sollen, ihre Finanzhoheit zu wahren. Tragende Säulen müssten dabei die internationale Zusammenarbeit zwischen Behörden und die Wahrung gemeinsamer Standards sein. Noch handelt es sich Bericht jedoch nur um Vorschläge. Für die Mitglieder des Rats, zu denen neben der EU, die G20 und auch die meisten wirtschaftlichen Schwellenländer zählen, sind die Richtlinien nicht bindend.  

Goodbye Libra? – G7 spricht sich geschlossen gegen Facebook Coin aus


Ein weitaus direkteren Ton fanden in der vergangenen Woche die G7. Wohl ebenfalls mit Blick auf Facebooks umstrittenes Währungsprojekt klagt die Gruppe der Sieben in einem Positionspapier, dass „kein globales Stable-Coin-Projekt in Betrieb genommen werden sollte, solange es nicht die einschlägigen gesetzlichen, regulatorischen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen“ erfüllt seien. Digitale Zentralbankwährungen (CBDCs) sieht die Staatengruppe naturgemäß weniger kritisch. Dies dürfte wohl auch an den Währungsexperimenten der eigenen Mitglieder liegen.

Dezentral ist anders – Das CBDC-Ideal der Zentralbanken

Welche Gestalt CBDCs dabei wiederum annehmen sollten, das beleuchtet der jüngste Report der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Darin schildern die Zentralbanker beispielsweise, wie digitale Währungen aussehen müssten, um das gemeinsame Ziel der Finanzmarktstabilität zu wahren. Eines der von der Organisation ausgemachten grundlegenden Ziele sei es dabei, dass Digitalwährungen nicht in Konkurrenz zum heimischen Geld treten dürften. Darüber hinaus schreibt der Report weitere 14 Kerneigenschaften vor, die eine digitale Staatswährung erfülle sollte. Auch weniger aufmerksamen Beobachtern wird spätestens jetzt deutlich werden, dass die staatlichen Vorstellungen für Kryptowährungen mit der Bitcoin-Vision erster Stunde noch kaum etwas zu tun haben.

OECD will internationale Steuerstandards entwickeln

Während es sich bei globalen Stable Coins und den meisten CBCDs derweil allenfalls um Pläne und Ideen auf dem Reißbrett handelt, will die internationale Staatengemeinschaft auch die bereits bestehende Krypto-Ökonomie weiter in geordnete Bahnen lenken. Ein Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für die G20 bringt nun weltweite Richtlinien eines einheitlichen Steuerregimes für Kryptowährungen ins Spiel. Bis zum kommenden Jahr will die Organisation diese vorbereiten und der internationalen Gemeinschaft vorlegen.

10 Millionen Digitale Renminbi – 50.000 Gewinner: China spielt Lotto

Abseits des höchsten diplomatischen Parketts geht der weltweite Wettlauf auf digitale Zentralbankwährungen derweil munter weiter. In der vergangenen Woche sorgte dabei die chinesischen Volksbank PBoC für weitere Schlagzeilen, wenn auch mit ungewöhnlichen Neuigkeiten. Um für ihren digitalen Yuan zu werben, hat die Regierung in der chinesischen Stadt Shenzhen nun auf einen Marketing-Gag gesetzt und insgesamt 10 Millionen digitale Renminbi (knapp 1,3 Millionen Euro) per Lotterie verlost. Dies soll dem Zentralbank-Coin den Weg ebnen.

Dass es den chinesischen Notenbankern bis zum offiziellen Startschuss ihres digitalen Yuans dabei nicht schnell gehen kann, lassen indes Äußerungen eines hochrangigen Beamten der Bank vermuten. „Wir müssen die Forschung und Entwicklung unserer Währung noch weiter beschleunigen“, mahnt er den Staat zur Eile.

Japanische Notenbank will CBDC-Piloten im kommenden Jahr an den Start bringen

Nach China, Südkorea und Singapur will nun auch deren Nachbar Japan eine eigene Zentralbankwährung testen. Entsprechende Pläne verkündete die Bank of Japan in der vergangenen Woche. Bei einem Online-Seminar erklärte der Zentralbankchef Governor Haruhiko Kuroda, bereits im Frühling kommenden Jahrs wolle die Behörde das Potential eines digitalen Yen unter die Lupe nehmen.

Russische Notenbank will CBDC entwickeln

Gleichsam könnte bald auch die russische Notenbank dem lange diskutierten Krypto-Rubel Gestalt verleihen. Dies zumindest lässt der jüngste Bericht der Behörde vermuten. In diesem heißt es, die Zentralbank wolle bereits in Bälde mögliche Anwendungen, Risiken und Entwicklungsschritte mit Experten aus dem Finanzsektor diskutieren.

„Kein Potential“ für Zentralbankwährung – Australische Geldbehörden winken ab

Die australischen Geldhüter indes zeigen sich in der vergangenen Woche angesichts des weltweit anhaltenden Booms von CBDCs unbeeindruckt. Ein eigenes Coin-Projekt wolle man nicht an den Start bringen, heißt es von Seiten der Reserve Bank. Für eine Zentralbankwährung sehe er derzeit schlicht kein Potential, gibt sich Tony Richards, Leiter des Bankenreferats für Zahlungspolitik, in der vergangenen Woche betont realistisch.

Nigeria setzt auf nationale Blockchain-Strategie

Abseits digitaler Zentralbankwährungen setzen immer mehr Regierungen ebenfalls auf das Potentiale dezentraler Technologien. Jüngstes Mitglied im Kreise der Blockchain-Enthusiasten ist der westafrikanische Vielvölkerstaat Nigeria. Wie ein nun veröffentlichter Bericht aus Abuja aufzeigt, plant das Land mithilfe der Blockchain den Übergang in eine digitale Volkswirtschaft zu meistern. Dies stellt eine Kehrtwende der Behörden dar. Denn bis zuletzt hatte die Zentralbank des Landes vor Kryptowährungen gewarnt.

Energiewende – Deutsche Energie-Agentur erprobt Blockchain-Technologie

Hierzulande wiederum könnte die Blockchain künftig helfen, die längst erwartete Energiewende voranzutreiben. So zumindest sehen es die Pläne der Deutschen Energie-Agentur (dena) vor. Ihr Pilotprojekt einer dezentralen Datenbank für Energieressourcen (Distributed Energy Resources) soll testen, ob dezentrale Lösungen die Mammutaufgabe der Digitalisierung des Energiesektors stemmen kann.

Heimatschutzministerium – Blockchain-Unternehmen aus Dortmund erhält Förderung von US-Ministerium

Dass unsere heimischen Unternehmen bei der Entwicklung von Blockchain-Technologie im internationalen Vergleich dabei gar nicht schlecht dastehen, davon zeugt derweil das Dortmunder Unternehmen Spherity. Überzeugt haben die Dortmunder zuletzt niemand geringeres als das US-Heimatschutzministerium DHS. Nun erhält das Start-up eine Finanzspritze von insgesamt 145.000 US-Dollar (umgerechnet knapp 124.000 Euro) aus der US-amerikanischen Staatskasse. Der Auftrag: die Entwicklung von Tracking-Tools bei E-Commerce-Transaktionen.

DLT gegen Corona – China: Blockchain-basiertes Punktesystem zur Tourismusunterstützung

Die chinesische Provinz Hainan will die Blockchain dieser Tage weiter für sich nutzen, um ihrer von der Pandemie gebeutelte Tourismusbranche unter die Arme zu greifen. Dabei setzt der Staat auf eine dezentrale Plattform für Hotelbetreiber, den Nahverkehr und die Kulturindustrie. Anbietern soll die Plattform Austausch bieten, während sie Touristen das Reisen vereinfachen soll.  

Bitcoin-Motivation – Spanische Abgeordnete erhalten Bitcoin in Promo-Kampagne

Konrad Adenauer wird das Zitat zugeschrieben, Erfahrungen wären wie Samen, aus denen die Klugheit emporwüchse. Dies scheint sich auch das spanische Blockchain-Unternehmen Tutellus zu Herze genommen zu haben. Jedem spanischen Kongressabgeordneten vermachte die Lernplattform jüngst nun eine geringe Menge Bitcoin. Ziel der Aktion sei keinesfalls eine Spende, sondern vielmehr ein Bildungsauftrag. Bleibt abzuwarten, ob der Samen, tatsächliche Früchte trägt.

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