Premierminister Südkoreas: Kryptowährungen korrumpieren unsere Jugend

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

Quelle: Two young men check their phones on the subway in South Korea via Shutterstock

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Der südkoreanische Premierminister Lee Nak-yeon ist davon überzeugt, dass digitale Währungen wie der Bitcoin einen schlechten Einfluss auf Heranwachsende haben. Kryptowährungen könnten illegale Aktivitäten wie den Drogenhandel fördern, weil immer mehr junge Koreaner das schnelle Geld machen wollen.

Premierminister Lee Nak-yeon sah sich am Dienstag nach einer Kabinettssitzung offenbar dazu genötigt, den positiven Kursverlauf des Bitcoin öffentlich zu kommentieren. Das wachsende Spekulationsgeschäft mit Kryptowährungen führe seiner Meinung dazu, dass vermehrt junge Koreaner in den Verkauf von Drogen hineingezogen werden. Auch befürchtet Nak-yeon für sein Land den Anstieg illegaler Geschäfte nach dem Schneeballsystem.

“Es gibt Fälle, bei denen junge Koreaner, einschließlich der Studenten, ins Geschäft einsteigen, um das schnelle Geld zu verdienen. Virtuelle Währungen werden bei illegalen Aktivitäten wie dem Drogenhandel oder dem Multi-Level-Marketing für Betrügereien verwendet“,


sagte Lee in seinem offiziellen Statement, welches vom Nachrichtensender CNBC  ins Englische übersetzt wurde. Diese Entwicklung könne zu ernsthaften Schäden oder zu krankhaften sozialen Phänomenen führen, wenn man darauf nicht reagiert, führte er an.

Bisher haben die südkoreanischen Aufsichtsbehörden auf das Thema Kryptowährungen eher skeptisch reagiert. Im September dieses Jahres kündigte die Regulierungsbehörde an, die Ausgabe neuer Initial Coin Offerings (ICOs) zu verbieten. Damit folgte die Finanzbehörde dem Beispiel Chinas, wo kurz zuvor diese recht neue und unregulierte Form des Crowdfundings untersagt wurde. Nach eigenen Angaben wollte man durch das Verbot weiteren Betrugsversuchen im südkoreanischen Finanzsektor zuvorkommen.

Nach Medienberichten konnte dies das Interesse des südkoreanischen Volkes an Kyptowährungen bislang nicht bremsen. Am Handelsvolumen des globalen Bitcoin-Marktes sollen die Südkoreaner mit zirka 18 % beteiligt sein.

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