Nicht nur die Temperaturen steigen: Bitcoin-Kurs wieder über 9.000 US-Dollar

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Nicht nur die Temperaturen steigen: Bitcoin-Kurs wieder über 9.000 US-Dollar

Der Bitcoin-Kurs stieg am Morgen des 16. Juni über 9.000 US-Dollar. Bisher kann sich der Kurs über diesem Level halten und steigt sogar weiter an. Was kann man auf Basis der Charts sagen?

Da fühlt man sich an alte Trickfilmserien erinnert: Bitcoin ist über 9.000 US-Dollar. Nachdem der Bitcoin-Kurs von Ende Mai bis Anfang Juni versuchte, diese Resistance zu knacken, konnte er nun über dieses Level steigen. Damit ist nicht einfach ein neues Jahreshoch für 2019 erreicht: Derartige Kurshöhen hat Bitcoin seit über einem Jahr nicht gesehen.

Gilt nun to the moon? Ohne den Tag vor dem Abend loben zu wollen, sieht der Chart vielversprechend aus (hier am Beispiel des Wertepaares BTC/USD auf Bitstamp mit TradingView dargestellt):

Ein steigender MACD, ein steigender RSI und ein hohes Aroon-Up-Signal sprechen eine bullishe Sprache. Es bietet sich also aktuell eine Long Position an, bei welcher ein Stop Loss auf 8.334,76 US-Dollar gesetzt wird und die beiden Resistances bei 9.948,98 US-Dollar und 11.417,39 US-Dollar als Targets nutzen. Erst nach einem Kurssturz unter den Support bei 7.523,16 US-Dollar sollte man eine Short Position in Erwägung ziehen, bei welcher der zweite Support bei 5.686,68 US-Dollar als Target angepeilt wird und als Stop Loss wieder die 8.334,76 US-Dollar herhalten.

Langfristige Entwicklung vom Bitcoin-Kurs: Sind wir wieder im Bullenmarkt?

Soweit zur kurzfristigen Prognose. Was kann man aber über die langfristige Entwicklung sagen? Sicherlich wird das kommende Halving das Investment-Verhalten um Bitcoin stark beeinflussen. Dennoch gibt es manche kritischen Stimmen, die die Entwicklung seit Ende des letzten Jahres in Form einer Elliot-Welle beschreiben. Diese sollte durch die jetzige Aufwärtsbewegung zu einem Ende kommen, woran sich eine dreiteilige Korrektur anschließen sollte. Manche gehen dabei von Abwärtsbewegungen in den Bereich des oben genannten zweiten Supports aus. Auch gemäß der vor über einem Jahr vorgestellten Monte-Carlo-Simulation sind Preise bis 6.600 US-Dollar zum Jahresende nicht ausgeschlossen:

Ein Blick auf die DVAV-Ratio

In der vor einigen Monaten vorgestellten DVAV-Ratio wurde immer darauf hingewiesen, dass diese noch nicht tief genug gesunken ist. Der Boden war in den alten Bärenmärkten erst nach einem Sturz dieser Ratio auf unter zwei geschehen. Im Kontrast dazu steht die DVAV-Ratio weiter über zwei – und ist in den letzten Wochen sogar leicht angestiegen.

Eine erneute Analyse der Daten lässt eine Alternativ-Interpretation zu: Was wäre, wenn wir aktuell nicht im wirklichen Post-Peak-Bärenmarkt sind? Sowohl der Bullenmarkt von Ende 2013 als auch der von 2011 erfuhr vor dem eigentlichen neuen Allzeithoch jeweils einen Peak, an den sich eine leichte Konsolidierungsphase anschloss. Bezüglich des Peaks von Ende 2013 sprechen wir vom Interim-Allzeithoch, welches im April 2013 erreicht wurde. Danach erfuhr der Bitcoin-Kurs erst einmal eine längere Konsolidierung. Ähnliches, wenn auch zeitlich enger beieinander liegend, kann man vom ersten Bull Run Bitcoins sagen.

Was also, um eine gewagte These aufzustellen, wenn das Allzeithoch von Ende 2017 nur ein Vorbote im selben großen Marktzyklus war? Ein derartiges Verhalten könnte man mithilfe der DVAV-Ratio erkennen. Man müsste sehen, dass diese wieder extrem abrupt ansteigt (in unterer Abbildung blau als bullishes Szenario gekennzeichnet):

 

Das aktuelle Ansteigen der DVAV-Ratio könnte auch nur eine Schwankung sein, ähnlich dem Verhalten Mitte 2014, das als bearishes Szenario oben in rot eingezeichnet ist. Wir sollten also dieses Verhältnis in den nächsten Wochen genau beobachten, um zu erkennen, ob wir wieder mit dramatischen Höhen oder einer weiteren Konsolidierung rechnen können.

Der MA20 im Wochenchart sagt Bullenmarkt

Soweit zum Bedenklichen. Was jedoch festzuhalten ist: Der Bitcoin-Kurs liegt nun schon seit mehr als zwei Monaten über dem gleitenden Mittelwert der letzten 20 Wochen. Entsprechend ist zwar sicherlich mit Konsolidierungen, jedoch nicht mit dramatischen Kurseinbrüchen unter die genannten Level zu rechnen. Erst wenn der Kurs wieder nachhaltig unter 5.600 US-Dollar fällt, kann man von einer wirklichen Fortsetzung des Bärenmarkts sprechen. Bis dahin halten wir es mit Frank Sinatra: Fly me to the moon.

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