Die insolvente Krypto-Börse Mt. Gox hat erstmals seit März wieder eine größere Bitcoin-Transaktion durchgeführt. Nach Daten von Arkham Intelligence wurden 10.608 Bitcoin im Wert von rund 739 Millionen US-Dollar von Wallets der ehemaligen Handelsplattform bewegt. Ein Teil der Bestände wurde auf eine neue Adresse übertragen, während weitere Bitcoin an eine “Hot Wallet” geschickt wurden.
Mt. Gox zählt zu den bekanntesten Insolvenzfällen der Krypto-Geschichte und wickelte zeitweise den Großteil des globalen BTC-Handels ab. Schätzungen zufolge entfielen in der Spitze rund 70 Prozent aller Transaktionen auf die Handelsplattform. Seitdem warten zahlreiche Gläubiger auf die Rückzahlung ihrer Vermögenswerte. Sollten die Coins tatsächlich an ehemalige Kunden ausgeschüttet werden, könnte dies zusätzlichen Verkaufsdruck auf den Markt auslösen.
Markt blickt auf die verbliebenen Bitcoin-Bestände
Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass die transferierten Bitcoin unmittelbar verkauft werden sollen. In der Vergangenheit dienten ähnliche Bewegungen häufig der internen Verwaltung von Beständen oder der Vorbereitung späterer Ausschüttungen an Gläubiger.
Nach Daten von Arkham Intelligence hält Mt. Gox weiterhin 34.504 Bitcoin im Wert von rund 2,14 Milliarden US-Dollar. Damit verfügt die Insolvenzmasse noch immer über erhebliche Reserven, deren Bewegungen von Marktteilnehmern genau verfolgt werden. Die Börse hatte im Juli 2024 damit begonnen, über die Handelsplattformen Kraken und Bitstamp Rückzahlungen an Gläubiger vorzunehmen.
Ob die Bestände tatsächlich an Gläubiger ausgezahlt werden oder lediglich intern verschoben wurden, bleibt daher zunächst offen.
