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Gegen den Bärenmarkt Schwellenländer mit hoher Krypto-Adoption

Der Krypto-Adoption-Index von Chainalysis verdeutlicht, in welchen Länder die Menschen den größten Teil ihres Geldes in Bitcoin und Co. investieren. In Schwellenländer ist das Interesse am höchsten.

Dominic Döllel
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El Salvador

Beitragsbild: Picture Alliance

| Seit September 2021 ist Bitcoin offizielles Zahlungsmittel in El Salvador – zum Ärger vieler Notenbanken.

Seit der Einführung von Bitcoin als gesetzlichem Zahlungsmittel in El Salvador scheint die Krypto-Adoption keine Grenzen zu kennen. Unter anderem in Südamerika ist man bullish: Neben Börsen und Zahlungsdienstleistern hält selbst der brasilianische Zentralbankdirektor viel vom Blockchain-Geld. Doch auch auf dem afrikanischen Kontinent ist der Krypto-Hype alles andere als vorbei. Im Frühjahr erklärte etwa die Zentralafrikanische Republik Bitcoin zum Zahlungsmittel.

Podcast

Der “2022 Global Crypto Adoption Index” des Krypto-Analysedienstes Chainalysis verdeutlicht diese Entwicklung: Schwellenländer führen bei der Basisakzeptanz, China bleibt trotz Verbot aktiv und der Bärenmarkt hat vergleichsweise geringe Auswirkungen.

Schwellenmärkte dominieren den Index

Laut Chainalysis wurden die Länder anhand des Weltbank-Einkommensniveaus klassifiziert und wegen ihrer allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in eine von vier Kategorien eingeteilt: hohes Einkommen, oberes mittleres Einkommen, unteres mittleres Einkommen und niedriges Einkommen. Die beiden mittleren Kategorien dominieren dabei den Index.

Chainalysis geht davon aus, dass sich Menschen in Ländern mit unterem und oberem mittlerem Einkommen häufig auf Kryptowährungen verlassen, um beispielsweise Überweisungen zu senden. Andere Nutzungseffekte seien "Ersparnisse in Zeiten der Fiat-Währungsvolatilität zu bewahren" und "andere finanzielle Bedürfnisse zu erfüllen."

Vietnam auf der Pole Position

Im zweiten Jahr in Folge belegt Vietnam den ersten Platz bei der Basisakzeptanz von Kryptowährungen. Das Land kann mit einer extrem hohen Akzeptanz bei "zentralisierten, DeFi- und P2P-Kryptowährungstools" glänzen. Schon in einer Umfrage aus 2020 gaben rund 21 Prozent der vietnamesischen Verbraucher an, Kryptowährungen zu besitzen und zu verwenden.

Die chinesische Bevölkerung sei dem Bericht nach besonders stark in der Nutzung zentralisierter Dienstleistungen. Interessant ist dies angesichts des harten Vorgehens der Regierung gegen Kryptowährungsaktivitäten. Letztes Jahr wurde beispielsweise das Bitcoin-Mining verboten. "Unsere Daten deuten darauf hin, dass das Verbot entweder unwirksam war oder nur locker durchgesetzt wurde", heißt es von Chainalysis.

Bärenmarkt hat wenig Einfluss

Das Wachstum ist zwar mit dem Einsetzen des aktuellen Bärenmarktes gesunken, dennoch bleibt die weltweite Akzeptanz deutlich über dem Niveau vor dem Bullenmarkt 2020. Die Daten deuten darauf hin, dass es eine kritische Masse neuer Benutzer gibt, die in Zeiten der Preissteigerungen Kapital in Kryptowährung gesteckt hätten. Auch während sinkender Preise seien die Investoren dann nicht von ihren Positionen zurückgetreten.

Dadurch wächst das Ökosystem über Marktzyklen hinweg stetig. Gerade Schwellenländer dominieren den Adoptionsindex, weil die Bevölkerung unter instabilen wirtschaftlichen Bedingungen lebt. Kryptowährungen bieten hier einzigartige, greifbare Vorteile.

Methodik

Der Index besteht aus fünf Teilindizes, von denen jeder auf der Nutzung verschiedener Arten von Kryptowährungsdiensten durch die Länder basiert. Chainalysis ordnete alle Länder, gemäß jeder dieser fünf Metriken. Anschließend wurde das geometrische Mittel der Rangfolge jedes Landes in allen fünf entnommen und diese endgültige Zahl auf einer Skala von 0 bis 1 definiert. Dabei wurde jedem Land eine Punktzahl gegeben, die über die Gesamtwertung entschied. Je näher der Endwert des Landes an 1 liegt, desto höher ist der Rang.

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