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Regulierungs-ECHO Droht das Aus für Bitcoin in der EU?

Während die ganze Welt gebannt auf den Krieg zwischen Russland und der Ukraine blickt, hat sich auch im Krypto-Space einiges getan. Denn während Russland den Weg für Bitcoin-Investments und derart wohl auch für das Umgehen von Sanktionen frei macht, erwägt das EU-Parlament aus ökologischen Gründen das Verbot von Krypto-Diensten auf der Grundlage von Proof-of-Work. Die vergangene Woche im Regulierungs-ECHO.

Anton Livshits
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Bitcoin Europa

Beitragsbild: Shutterstock

Russland erlaubt Bitcoin-Investments

Nur wenige Tage vor der Invasion der Ukraine hat die monatelange Debatte um Russlands Krypto-Kurs ein Ende gefunden. Denn laut einem Gesetzesentwurf vom 21. Februar werden Bitcoin und Co. in Russland nicht vollkommen verboten. Dem Willen des Finanzministeriums nach bleiben sie zumindest als Investmentvehikel weiterhin zulässig. Vorgesehen ist allerdings eine strikte Reglementierung des Umgangs mit Kryptowährungen. Die Regierung unterwirft alle Handelsbörsen einer strikten Lizenzpflicht, für Privatanleger:innen darf das jährliche Investitionsvolumen umgerechnet etwa 6.800 Euro nicht übersteigen. Institutionelle Investor:innen sind von dieser Grenze hingegen nicht betroffen. Auch das Mining soll in Russland legal bleiben.

Im Lichte der jüngsten Entwicklungen ist insbesondere der letzte Punkt interessant. Denn in Anbetracht der drohenden Sanktionen gegen den Kreml glaubt zumindest Tom Robinson, von der Blockchain-Analyse-Firma Eliptic, dass Russland künftig verstärkt auf das Schürfen von Bitcoin und Co. zurückgreifen wird. “Das Mining von Kryptowährungen bietet Russland die Möglichkeit, seine Öl- und Gasreserven auf dem Weltmarkt zu monetarisieren, auch wenn Russland nicht in der Lage ist, sie physisch zu exportieren,“ sagte Robinson der Washington Post.

EU erwägt Proof-of-Work-Verbot

Proof-of-Work ist der Konsensmechanismus hinter Bitcoin und vielen anderen Kryptowährungen. Zwar gewährleistet er das Vertrauen im dezentralen Zahlungsnetzwerk, doch geht er insbesondere im Falle des Bitcoin-Minings mit einem hohen Energieverbrauch einher. Könnte er deshalb bald in der EU verboten werden? So will es zumindest der finale Entwurf zu den europäischen MiCA-Richtlinien, den BTC-ECHO am 23. Februar sichten durfte. Das Europaparlament möchte demnach all jene Krypto-Dienste verbieten, die auf “ökologisch nicht nachhaltigen Konsensmechanismen” beruhen.

Demnach hätten EU-Parlamentarier der Grünen, der SPD und der Linken sich energisch für diesen Passus engagiert. Am 28. Februar sollte über den Vorschlag abgestimmt werden. Der zuständige Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft und Währungen (ECON) Stefan Berger hatte diesen Termin aufgrund des heftigen Gegenwinds aus der Krypto-Community ausgesetzt, um das Papier nochmals zu überarbeiten. Wann die Abstimmung neu angesetzt wird, ist noch unklar. Auch nach der Abstimmung im Parlament erfordert eine endgültige Entscheidung indessen die Zustimmung der Europäischen Kommission und der Mitgliedsstaaten.

Kasachstan schließt 13 illegale Mining-Anlage

Der Energieverbrauch des Bitcoin-Minings bleibt auch in Kasachstan in der vergangenen Woche tagesaktuelles Thema. Anders als in der EU geht es hierbei jedoch weniger um den ökologischen Aspekt als um Fragen der Energieversorgung. Schließlich schwang sich Kasachstan in den letzten Monaten zum zweitgrößten Mining-Standort der Welt auf. Doch im Zuge von anhaltenden Stromengpässen musste das zentralasiatische Land die Daumenschrauben für Miner enger drehen. Neben höheren Energiekosten beinhaltet der neue Regierungskurs auch ein konsequentes Vorgehen gegen illegales Schürfen von BTC. Am 21. Februar unterbanden kasachische Behörden deshalb den Betrieb in 13 nicht genehmigten Anlagen. Der Gesamtverbrauch der abgeschalteten Geräte beläuft sich dabei auf 202 Megawattstunden. Bis zum April will Kasachstan einen verbindlichen Rechtsrahmen für das Mining formulieren.

Spanische Notenbank will strengen Bitcoin-Kurs

Die Frage, ob Bitcoin und Co. das Finanzsystem bedrohen, treibt auch Spaniens Währungshüter um. Denn Pablo Hernández de Cos, Gouverneur der spanischen Zentralbank, forderte in der vergangenen Woche einen härteren Krypto-Kurs. Nur durch Regulierung sei den Krypto-bezogenen Risiken beizukommen, so der O-Ton seiner Rede vom 21. Februar. Gleichzeitig benannte de Cos Kryptowährungen als einen möglichen Wachstumskatalysator für das übrige Finanzsystem.

Mexikanische Senatorin träumt von einem Bitcoin-Kurs wie in El Salvador

Indira Kempis, mexikanische Senatorin für den Bundesstaat Nuevo León, ist im Bitcoin-Fieber. Nachdem sie vor einigen Wochen in El Salvador war und die Folgen der Einführung von BTC als Landeswährung hautnah miterlebt hatte, wünscht sie sich für Mexiko eine analoge Entwicklung. Laut einem lokalen Medienbericht vom 21. Februar will Kempis noch in diesem Jahr einen diesbezüglichen Gesetzesvorschlag im Senat einreichen. Kempis glaubt, dass die Legalisierung von Bitcoin bei der Inklusion in das Finanzsystem helfen könne. Darüber hinaus verspricht sie sich auch volkswirtschaftliche Vorteile.

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