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DeFi für die Allgemeinheit Was müssen Krypto-Wallets können?

Unstoppable Finance möchte Retail-Investor:innen mittels Wallet einen simplen Zugang zum “Meer der DeFi-Produkte und Plattformen” anbieten. Das Unternehmen hat eine Umfrage durchgeführt, um herauszufinden, welche Funktionen und Features den Krypto-Fans bei einer Wallet besonders wichtig sind.

Marlene Müller
 |  Lesezeit: 4 Minuten
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DeFi Wallets für die Allgemeinheit

Beitragsbild: Shutterstock

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21 Millionen monatliche Nutzer:innen verzeichnet Ethereums Metamask-Wallet – Tendenz steigend. Trotzdem ist diese Wallet, zumindest in den Augen des Unstoppable-Finance-Teams, nicht für den Massenmarkt geschaffen. Um hier in Zukunft besonders für Retail-Investor:innen ein zugängliches und sicheres Angebot zu schaffen, befragte das Team die Community. Darunter waren über 300 Personen mit Krypto-Begeisterung und 20 Krypto-Expert:innen. Wie BTC-ECHO berichtete, erhielt das Berliner Start-up bereits im Oktober vergangenen Jahres 4,5 Millionen Euro in einer Finanzierungsrunde für die Schaffung eines massentauglichen Wallets.

Die Menschen wollen ein DeFi-Wallet – es fehlt ihnen nur der Zugang

Das Ergebnis der Umfrage ist für Unstoppable Finance eindeutig. Bis jetzt sind die Barrieren für den Eintritt von Retail-Investor:innen zwar noch sehr hoch, die Begeisterung für DeFi-Produkte steht dem jedoch in keinster Weise nach. Dem Bericht nach, fehle es nur noch an einem “vollwertiger DeFi-Co-Pilot, der den Nutzer:innen hilft, sich in diesem komplexen, aber fantastischen Raum neuer Möglichkeiten zurechtzufinden”. Genau einen solchen Raum möchte Unstoppable Finance nun mit ihrer massentauglichen Wallet schaffen.

Dabei geht es zunächst nicht um das Schaffen einer Zahlungsmöglichkeit im Supermarkt. Stattdessen, sagt Maximilian von Wallenberg, CEO von Unstoppable Finance, gegenüber BTC-ECHO geht es darum:

Für uns steht der DeFi Use Case an oberster Stelle: heißt Trading, Yield, NFTs und andere Finanzprodukte auf Basis der Blockchain welche von uns kuratiert und in einem intuitivem Userinterface angeboten werden.

Maximilian von Wallenberg, CEO Unstoppable Finance

Non-Custodial Wallets werden am meisten zum Trading verwendet

Um ein zugängliches und sicheres Produkt zu kreieren, lag in der Umfrage besondere Aufmerksamkeit darauf, wie wichtig den Nutzer:innen die Verwahrung der eigenen Keys ist. In der Umfrage betont der Anteil an Personen, der die Wallet täglich nutzt, die Notwendigkeit der Selbst-Verwahrung der Keys. Acht aus zehn Personen würden demnach sagen, dass sie diese Eigenschaft als “sehr wichtig” einschätzen würden. Bei Menschen, die die Wallet nur monatlich verwenden, sind es nur vier von zehn in dieser Kategorie.

Dabei fällt auf, dass 65 Prozent aller Befragten die Speicherung der Keys auf Papier bevorzugen. Zudem sichern sich knapp 35 Prozent über Hardware Wallet Backups ab. Weitere 20 Prozent setzen hingegen auf die Cloud.

Insgesamt stellte Unstoppable Finance fest, dass die meisten Personen ihre Non-Custodial Wallets für das Trading auf DEX und dem Lending von DeFi Produkten nutzen.

Nutzt du deine DeFi-Wallet täglich oder nur einmal im Monat?

Unstoppable Finance definiert nach ihrer Befragung zwei Gruppen. Bei den einen handelt es sich um die täglich aktiven "Power User". Bei den anderen um die monatlich aktiven "Casual User". Maximilian von Wallenberg ordnet Retail-Investor:innen primär der Gruppe "Casual User" zu. Trotzdem ist er sich sicher, dass es "auch viele Power User [gibt, die] unsere Wallet im Vergleich zu existierenden Anwendungen wie MetaMask und Phantom präferieren."

Während Power User ein hohes Interesse an der Eigenverwahrung ihrer Private Keys haben, legen die Casual User mehr Wert auf eine zentrale Entität. Diese soll ihnen im Zweifel die Möglichkeit der Wiederherstellung bieten. Power User seien auf der Suche nach hohen Renditen und der Option auf den Handel auf dezentralen Börsen. Casual User legen Wert auf eine verständliche und schnelle Transaktion von Fiat-Geld auf die Plattform und genug Sicherheit. Für von Wallenberg, ist klar, dass beide Gruppen vom eigenen Angebot profitieren könnten:

Sogar Power User haben das Problem, dass der DeFi Space immer unübersichtlicher wird und ein „DeFi Co-Pilot“ fehlt, welcher die besten Produkte kuratiert und einfach zugänglich macht. Analog hierzu vergleichen wir uns mit Robinhood und Trade Republic welche ja auch von sehr aktiven Investoren genutzt werden.

Maximilian von Wallenberg, CEO von Unstoppable Finance

Barrieren müssen abgeschafft werden

Wie aus der Umfrage hervorgeht, wird sich Unstoppable Finance nun mit der Frage beschäftigen, inwiefern die Eintrittsbarrieren für den Massenmarkt abgesenkt werden können. Das heißt, ob und wie man das Key Management gestaltet, ein leichtes Onboarding von Fiat-Währungen ermöglicht und/oder eine lohnenswerte eingängige Trading-Möglichkeit anbietet.

Der Umfrage nach wären 70 Prozent der Nutzerinnen besonders Multi-Chain-Unterstützungen wichtig. Weitere beliebte Eigenschaften wären integrierte Kreditkarten mit Cashback-Funktion (53 Prozent), renditestarke Sparprodukte (52 Prozent), sowie einen Datenschutzmodus für verdeckte Transaktionen (52 Prozent) und einen Entdeckungsbereich (46 Prozent). Im nächsten Quartal wird sich zeigen, was davon Unstoppable Finance alles in ihr Produkt einarbeiten kann.

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