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Schnell, einfach, sicher So schützt ihr mit DeFi euer Geld vor der Inflation

Über zehn Prozent Zinsen – auf Knopfdruck: Mit diesen zwei Apps investieren Anfänger ohne Vorkenntnisse sicher in dezentrale Finanzen (DeFi).

Giacomo Maihofer
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DeFi

Beitragsbild: Shutterstock

Die Inflation in Deutschland erreicht mit 7,3 Prozent ein neues Rekordhoch. Hauptgrund: die explodierenden Energiekosten, verursacht durch den Ukraine-Russland-Krieg. Experten sind sicher: So schnell werden wir die Preissteigerungen nicht los. Wie können Anleger ihr Vermögen schützen?

Ein lukrativer und relativ neuer Weg ist das Investment in den Bereich der dezentralen Finanzen (DeFi). Er entstand 2017 und boomt seit zwei Jahren. Unter DeFi versteht man ein alternatives und dezentrales Finanzsystem, offen für alle mit Internetzugang. Es bündelt ein dichtes Netz an Protokollen, dezentralen Apps und Plattformen, die mit Blockchains arbeiten. Mittlerweile existieren hunderte von Services. Alle zusammengenommen verwalten über 80 Milliarden US-Dollar an Vermögen (Total Value Locked, kurz TVL).

Bei DeFi dreht sich alles um Code. Mithilfe sogenannter Smart Contracts wird das Geld in Form von Kryptowährungen so programmiert, dass es verschiedene Funktionen fast automatisch ausführt, darunter fallen beispielsweise Kreditvergabe- und Aufnahme. Das steigert die Effizienz und nimmt Mittelmänner (wie traditionelle Banken) aus der Gleichung.

Das Problem: Die meisten Plattformen sind relativ kompliziert, benutzerunfreundlich, erfordern viel Einarbeit und technisches Vorwissen. Es gibt mittlerweile aber auch Wege für Anfänger, in DeFi zu investieren. Hier sind kaum oder gar keine Vorkenntnisse vonnöten. Wir stellen die zwei wichtigsten Anbieter vor: Nash und Nexo (Full Disclosure: Der Autor dieses Textes besitzt selbst u.a. die Kryptowährungen Nash, Ethereum und Terra).

Vorsicht: Bei DeFi handelt es sich immer noch um eine kaum staatlich regulierte Risikoanlage. 1) Die Anbieter von DeFi sind beliebte Ziele von Hackern. Allein 2021 stahlen diese über eine Milliarde US-Dollar. Die Hälfte davon konnte aber zurückerlangt werden. 2) Ein starker Marktcrash oder extremer Wertverlust einer geliehenen Kryptowährung kann das investierte Vermögen bedrohen. Nash und Nexo verzeichneten bisher keine Verluste und gelten aufgrund gewisser Schutzmaßnahmen als sicher. Trotzdem: Man sollte nur einen Betrag investieren, den man auch bereit ist, zu verlieren.

1) DeFi ohne Krypto-Kenntnisse mit Nash

App herunterladen, Account anlegen, Bank auswählen, Geld einzahlen – schon verdient man Zinsen über Nash, bis zu 13 Prozent pro Jahr. Der Anbieter aus Holland macht es mit der Funktion Nash Earn besonders einfach, an DeFi teilzunehmen. Das Start-up existiert seit 2018, wird von ehemaligen PayPal-Mitarbeitern geführt und kooperiert seit seinem Start mit staatlichen Regulatoren in Europa. Bisher kommt Nash in den App-Stores von Google und Apple zu einer Durchschnittsbewertung von 4,5 Sternen, allerdings von nur insgesamt tausend Nutzern.

Die App ist besonders benutzerfreundlich gestaltet und verbindet Nutzer mit zwei der größten und verlässlichsten DeFi-Anbieter, Aave und Anchor. Der Vorteil: Sie brauchen die komplizierten Plattformen nicht selbst nutzen und auch gar kein Wissen über Kryptowährungen mitbringen. Nash übernimmt den Service. Nutzer müssen nur den gewünschten Betrag über ihre Bank gegen eine kleine Gebühr einzahlen (unter 1 Prozent) und bekommen die jeweiligen Token der DeFi-Plattformen, mit denen sie Zinsen verdienen. Genauso einfach können sie sich auch in Cash auszahlen lassen.

Zwei Optionen stehen momentan in Nash Earn zur Verfügung. Beide nutzen sogenannte Stablecoins, die an den US-Dollar geknüpft sind. Aave basiert auf Ethereum, Anchor baut auf Terra. Wenn ihr wissen wollt, wie man solche Kryptowährungen auf einer Börse wie eToro kauft – hier ist unser Ratgeber. Die Zinsen können leicht schwanken, momentan betragen sie 3 Prozent (Aave) und 13 Prozent (Anchor). Für Anchor gilt: Wer selbstständig über die Plattform anlegt, bekommt 20 Prozent.

Nash lässt seine Plattform regelmäßig einem Sicherheitscheck (Audit) unterziehen, Anchor und Aave tun dies ebenfalls. Keine der Plattformen wurde bisher gehackt oder hatte einen Totalverlust zu vermelden. Trotzdem gelten die oben beschriebenen Risikofaktoren.

Hier entlang geht’s zur Registrierung auf Nash.

2) Sein Krypto für sich arbeiten lassen mit Nexo

Nexo gilt als einer der Vorreiter im DeFi-Bereich, 2017 ging das Unternehmen an den Markt. Mittlerweile nutzen über vier Millionen Menschen die App, sie hat fünf Sterne bei Trustpilot und tausende hohe Bewertungen in den App-Stores. Nexo kooperiert ebenfalls mit staatlichen Regulatoren, operiert aber weltweit. Das System funktioniert ein wenig anders als Nash, ist aber nicht wirklich viel komplizierter. Während Nash seinen Nutzern einfachen Zugang zu DeFi-Plattformen wie Aave und Anchor gibt, bietet Nexo seinen eigenen DeFi-Service an.

Man muss im Besitz von einer von 38 Kryptowährungen sein oder diese bei Nexo kaufen. Dann benötigt man einen Account bei Nexo. Dort kann man seine Token auf der Plattform verleihen und erhält dafür Zinsen, momentan bis zu 17 Prozent. Sie werden auf Wunsch täglich ausgezahlt.

Den Sicherheitscheck von Nexo hat die Firma Armanino gemacht. Sie sichert u.a. die große US-Krypto-Börse Kraken und Uber. Außerdem existiert eine Versicherung von über 335 Millionen US-Dollar für den Fall von Verlusten. Bisher wurde Nexo nie gehackt. Es ist auch nicht zu einem Totalverlust gekommen. Die Plattform überstand auch den großen Krypto-Crash von 2017. Das Risiko eines Verlusts besteht jedoch auch hier.

Hier entlang geht’s zur Registrierung auf Nexo.

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