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Blockiert China den Zugang zu Krypto-Exchange-Seiten?

Wie verschiedene lokale und internationale Medien berichten, plant die chinesische Zentralbank, den Zugang zu Websites von Handelsplattformen zu blockieren, die Kryptowährungen anbieten. Diese Maßnahme ginge weiter als alles bisher in China Praktizierte und könnte viele Chinesen vom Krypto-Handel abschneiden.

Tobias Schmidt
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Nach einem Bericht der South China Morning Post soll die chinesische Zentralbank PBoC daran arbeiten, den Zugang zu allen Internetseiten zu blockieren, auf denen Kryptowährungen zum Kauf angeboten werden. Ebenso sollen Werbungen, die in Zusammenhang mit Krypto-Handel stehen, vornehmlich Initial Coin Offerings, aus Suchmaschinen und sozialen Medien gestrichen werden. Die Volksrepublik ist dafür bekannt, eine massive Internetzensur zu betreiben und unliebsame Seiten auszusperren. Unter anderem sind die Suchmaschine Google und das soziale Netzwerk Facebook in China gesperrt.

Wenn der chinesischen Bevölkerung nun auch der Zugang zu den Websites von Krypto-Exchanges verwehrt werden soll, würde dies den Krypto-Handel sowie den Erwerb von Kryptowährungen in die Illegalität treiben. Nachdem in China operierende Exchanges bereits im letzten Jahr geschlossen oder umgesiedelt wurden, hieße dieser Schritt auch das Aus für den legalen Handel mit Kryptowährungen an ausländischen Krypto-Handelsplätzen.

Die South China Morning Post zitiert eine parteinahe Quelle, die angibt, durch das Blockieren der ausländischen Exchanges werde „finanziellen Risiken vorgebeugt“. Ferner gibt der Artikel preis, dass die bisherigen Schritte, chinesische Exchanges zu schließen, nicht ausgereicht haben, um den Krypto-Handel in China komplett zum Erliegen zu bringen. Die nächste Stufe der Eskalation werde demnach nun nötig.

Sollten diese Maßnahmen tatsächlich konsequent zu Ende gedacht werden, bedeutet dies für viele Millionen Chinesen das Ende des privaten Krypto-Handels. Hatten sich Bevölkerung und Exchanges nach September letzten Jahres zum Weiterführen ihres Geschäftes noch dem Ausland zugewandt, so droht nun auch das letzte Standbein der chinesischen Krypto-Ökonomie durch die Regierung weggetreten zu werden. Die chinesischen Exchanges waren im vergangenen Jahr in die Sonderverwaltungszone Hongkong abgewandert, auch südkoreanische und vor allem japanische Krypto-Börsen profitierten vom China-Verbot.

In diesem Licht erscheint auch der heutige erneute Kurssturz, der die Portfolios kollektiv rot färbte – der Farbe der Volksrepublik China. Es bleibt abzuwarten, inwieweit der Krypto-Markt weiterhin vom chinesischen Segment abhängen wird, sollte das Verbot tatsächlich vollständig ausgeweitet werden.

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