Kurssturz am Kryptomarkt – Nicht nur der Bitcoin-Kurs ist gefallen

Quelle: Golden Bitcoins On Red Background. Trading Concept Of Crypto Currency via shutterstock

Kurssturz am Kryptomarkt – Nicht nur der Bitcoin-Kurs ist gefallen

Die Kurse purzeln weiter. Mit einem Bitcoin-Kurs von unter 6.500 Euro, einer Marktkapitalisierung von knapp über 100 Milliarden Euro und einem 24-Stunden-Handelsvolumen von knapp 6 Millionen Euro schreibt nicht nur der Bitcoin rote Zahlen.

Nicht nur der Bitcoin ließ Federn. Ähnliches zeichnet sich auch bei den anderen führenden Kryptowährungen ab. So liegt der Ether derzeit bei 661 Euro, Ripple bei 64 Cent. Der Bitcoin liegt damit beim selben Stand von Ende November des Jahres. Ein kleiner Blick in das Krypto-Ökosystem zeichnet ein insgesamt negatives Bild, das die Unsicherheit vieler Anleger erklärt.

Negative Signale

Seit gestern können z. B. Kunden der US-amerikanischen Finanz-Unternehmen JPMorgan Chase, Citigroup Inc. und der Bank of America mit ihren Kreditkarten keine Kryptowährungen mehr kaufen. So entschieden sich die führenden Finanzunternehmen der USA aufgrund der hohen Volatilität von Kryptowährungen dafür, den Ankauf für ihre Kunden nur noch per Debit-Karte zu erlauben, bei denen der Betrag direkt abgebucht wird.

Auch kamen Stimmen von Goldman Sachs auf, die die negative Stimmung gegenüber Bitcoin & Co. verschärft haben. Wie wir berichteten, lies auch der Jahresbericht von Goldman Sachs wenig Positives an den Kryptowährungen. Beim aktuellen Abwärtstrend  in Zusammenhang mit genannten Nachrichten verwundert es nicht, dass viele ihre Gewinne absichern wollen und auf den richtigen Moment für einen neuen Einstieg warten.

Doch nicht nur außerhalb des Krypto-Ökosystems kam es zu Unannehmlichkeiten. Zu nennen ist in diesem Zusammenhang vor allem das sinkende Vertrauen in die Börsen. Neben den immer wieder auftretenden Sicherheitslücken gab es vor allem Probleme mit Tether und Bitfinex. So ist unklar, ob Tether, der angeblich an den US-Dollar gebunden ist, tatsächlich von genügend Fiatgeld gedeckt ist.

Diese Faktoren führen letztendlich dazu, dass verängstigte Anleger eher ihre Geldmengen abziehen, während wenig neues Kapital in das Ökosystem fließt. Fehlendes Vertrauen in die Börsen und Negativ-Berichte aus dem etablierten Finanzbereich schrecken Neuanleger ab und verleiten viele dazu, vorerst wieder auszusteigen und auf den richtigen Moment zum Neueinstieg zu warten. Auch waren die Börsen zeitweise so überlastet, dass sie neue Registrierungen nicht zuließen, was sich bei den meisten inzwischen aber wieder eingependelt hat.

Der Sturz des Bitcoin-Kurs ändert nichts an seinem Wert

Die momentanen Signale sind natürlich gerade für kurzfristige Anleger unattraktiv – doch liegt im aktuellen Dip wieder mal auch die vielzitierte Chance. Auch ist der aktuelle Kursverlauf nicht mit dem Wert der Kryptowährungen gleichzusetzen. Erinnert man sich an die Ursprungsidee des Bitcoins als dezentrales Bezahlsystem, wird der aktuelle Crash nichts an dessen fundamentalem Wert ändern. Als dezentrale Alternative zum traditionellen Finanzsystem wird sich der Bitcoin und die darunter liegende Blockchain-Technologie weiter durchsetzen. Auf diesem Weg sind gelegentliche Rückschläge – zumal bedingt durch externe Faktoren – gar nicht zu vermeiden.

Was zudem immer ersichtlicher wird, ist, dass sich die Börsen besser, vor allem sicherer entwickeln müssen, um mehr Vertrauen zu gewähren. Eine wichtige Grundlage für einen stabileren Kryptomarkt bietet letztlich nur ein sichereres Ökosystem, das weder Neuanleger abschreckt, noch vorhandene Nutzer vergrault.

BTC-ECHO

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