Unklarheiten in China: Was passiert mit den Krypto-Börsen?

Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Sven Wagenknecht

Sven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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Quelle: stock markets via shutterstock

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Laut einem geleakten Dokument haben alle chinesische Krypto-Börsen die Anweisung erhalten, ihre Aktivitäten zum 30. September „freiwillig einzustellen“.

Gestern bereits berichtete BTC-ECHO von der Ankündigung von BTCC, die Börse zum 30. September zu schließen, um einer Regulierung vonseiten der chinesischen Zentralbank zuvorzukommen. Auch ViaBTC hatte diesen Plan kurz darauf bekannt gegeben. Laut aktuellem Stand wird dieser Plan nun hinfällig, da die Schließung der Krypto-Börsen nun von oberster Stelle angeordnet wurde. Zwischenzeitliche Meldungen, die Börsen müssten bereits heute schließen, scheinen sich zum aktuellen Zeitpunkt jedoch als falsch herausgestellt zu haben.

Bei den Meldungen der letzten Wochen war es ebenfalls zu Missverständnissen über das Ausmaß der chinesischen Regulierung gekommen, auch weil die genaue Übersetzung chinesischer Anweisungen nicht immer einwandfrei geklärt werden konnte. Zurzeit Überschlagen sich die Meldungen, weshalb auch im aktuellen Fall keine absolut verlässlichen Informationen gegeben werden können.

Nach aktuellen Informationen, die aus einem geleakten Dokument stammen, sollen chinesische Offizielle sich verbal an Börsenbetreiber gewendet haben, um ihnen ihre Vorstellungen der weiteren Vorangehensweise mitzuteilen. Der entscheidende Punkt der Anklage scheint zu sein, dass keine der Krypto-Börsen über eine offizielle Lizenz verfügt, Finanzprodukte zu traden. Auch Huobi und OKCoin haben sich nach eigenen Angaben mit chinesischen Regulierern getroffen und bereiten sich nun auf eine Reaktion vor.

Die Krypto-Kurse reagierten erneut stark auf die Medienmeldungen, von denen einige gar von einer sofortigen Schließung der chinesischen Krypto-Börsen ausgingen.

Die Krypto-Preise gingen im Zuge der hohen Unsicherheit am Markt erneut rasant in den Keller.  Der Bitcoin-Kurs lag zwischenzeitlich bei unter 3.000 US-Dollar, auch der Ethereum-Kurs rutschte unter die 200 US-Dollar-Marke.

Die aktuelle Panik an den Märkten könnte sich jedoch bald wieder legen. Jihan Wu stellt bei Twitter treffend heraus, die Tatsache, dass die chinesischen Börsen an einem Tag kollektiv geschlossen werden müssen, nicht zwangsläufig bedeute, dass sie nicht in naher Zukunft – mit einer offiziellen Lizenz ausgestattet – wieder öffnen können.

 

 

 

 

 

 

 

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