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Bitcoin vor der Wende? Das hat die Ausgangslage komplett verändert

Bitcoin steigt kräftig. US-Treasury-Buybacks, Rekordschulden und ETF-Zuflüsse geben dem Kurs neuen Rückenwind. Das steckt hinter der Rallye.

Dominic Döllel
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Bitcoin-Münzen vor einem lila Hintergrund

Beitragsbild: Shutterstock

| Bitcoin konnte diese Woche ordentlich zulegen

Eine weitere spannende Woche im Krypto-Sektor liegt hinter uns. Die wichtigsten Ereignisse der vergangenen sieben Tage rund um Bitcoin, Ethereum und Co. kompakt im Überblick.

Bitcoin bricht aus, XRP legt noch stärker zu

Bitcoin hat seine monatelange Seitwärtsphase verlassen und die Marke von 75.000 US-Dollar überschritten. Zum Zeitpunkt des Schreibens steht Bitcoin bei rund 77.000 US-Dollar und damit knapp 25 Prozent höher als noch vor einer Woche. Auch die Zuflüsse in die Spot ETFs ziehen wieder an. Allein am Donnerstag flossen netto gut 606 Millionen US-Dollar in Bitcoin ETFs.

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Noch stärker fällt die Bewegung bei XRP aus. Der Token legte binnen eines Tages um mehr als 20 Prozent auf zum Zeitpunkt des Schreibens 1,31 US-Dollar zu. Nach dem jüngsten Ausbruch rückt für Bitcoin nun die Marke von 80.000 US-Dollar in den Fokus.

US‑Treasury gibt Bitcoin neuen Schub

Das US‑Finanzministerium verdoppelt ab September seine Rückkäufe langlaufender Staatsanleihen. Damit will das Treasury den angespannten Anleihemarkt stabilisieren und für mehr Liquidität sorgen. Die Renditen langlaufender Treasuries gaben nach, der US‑Dollar verlor ebenfalls.

Finanzmarktexperte Brent Donnelly sieht darin ein attraktives Umfeld für Bitcoin und spricht von einer konkreten Kaufchance. Auch Gold und andere Risikoanlagen profitieren von der Entspannung am Anleihemarkt.

US‑Schulden steigen über 40 Billionen US Dollar

Die Staatsverschuldung der USA hat erstmals die Marke von 40 Billionen US‑Dollar überschritten. Allein im Juli lag das Haushaltsdefizit bei 432 Milliarden US‑Dollar. Seit Beginn des laufenden Haushaltsjahres summiert sich das Minus auf knapp 1,8 Billionen US‑Dollar. Besonders die steigenden Zinskosten belasten den Haushalt. Robert Kiyosaki hatte erst Anfang der Woche davor gewarnt:

Für Bitcoin stärkt diese Entwicklung langfristig das Narrativ als knappes, unabhängiges Wertaufbewahrungsmittel. Je höher Schulden und Zinslast steigen, desto größer wird der politische Druck auf Geld- und Fiskalpolitik.

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SEC und CFTC erhöhen den Druck auf den Kongress

Weil der Clarity Act im US‑Senat feststeckt, geht die SEC bereits eigene Schritte. Ein neuer Vorschlag soll Krypto-Unternehmen die Kapitalaufnahme erleichtern. Geplant sind zwei Ausnahmen von der Registrierungspflicht sowie klarere Regeln dafür, wann ein Token nicht mehr als Wertpapier gilt. Der Entwurf befindet sich zunächst in einer 60‑tägigen Konsultationsphase.

Auch die CFTC will nicht auf den Kongress warten. Behördenchef Michael Selig stellte klar, dass die Aufsicht bestehende Befugnisse nutzen werde, falls der Clarity Act scheitert. Geprüft werden unter anderem regulierte Handelsplätze für Krypto Assets sowie ein legaler Marktzugang für bisher außerhalb der USA aktive Plattformen. Damit zeichnet sich ab, dass neue Marktregeln auch ohne ein umfassendes Gesetz kommen könnten.

Bitpanda erhält Strafe wegen MiCA Verstößen

Die österreichische Finanzaufsicht FMA hat gegen Bitpanda eine Geldstrafe von 70.000 Euro verhängt. Grund sind vier Verstöße gegen Vorgaben der europäischen Krypto-Verordnung MiCA. Im Mittelpunkt steht ein Krypto-Whitepaper, das offenbar nicht fristgerecht bei der Behörde eingereicht wurde. Auch eine anschließende Marketingmitteilung erfüllte nach Angaben der FMA nicht alle Vorgaben.

Bitpanda erklärt, dass es sich ausschließlich um Termin- und Formfehler aus dem Jahr 2025 gehandelt habe. Die Mängel seien inzwischen behoben, Kundengelder und die Sicherheit der Plattform seien zu keinem Zeitpunkt betroffen gewesen.

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