Das DeFi-Kreditprotokoll Term Finance zieht nach einem Millionen-Hack Konsequenzen. Ein Angreifer hatte gestern über die Governance der Meta Vaults Zugriff auf Vermögenswerte erlangt, die betroffenen Produkte werden jetzt dauerhaft eingestellt.
Angreifer erbeutet Ethereum und Stablecoins
Nach Schätzungen der Blockchain-Sicherheitsunternehmen PeckShield und CertiK beläuft sich Schaden auf 8,5 Millionen US-Dollar. Der Angreifer erbeutete demnach 2.843 ETH im Gegenwert von 6,9 Millionen US-Dollar sowie 1,68 Millionen USDC, die anschließend in den Stablecoin DAI getauscht wurden.
Über die betroffenen Meta Vaults konnten Nutzer Kapital automatisiert zwischen den festverzinslichen Kreditmärkten von Term und anderen DeFi-Protokollen verteilen lassen. Vor dem Angriff waren dort insgesamt über zwölf Millionen US-Dollar gelagert. Der geschätzte Verlust entspricht damit mehr als zwei Drittel der zuvor hinterlegten Vermögenswerte.
Term Finance zieht endgültig den Stecker
Wenige Stunden nach dem Hack reagierte Term Labs mit der dauerhaften Abschaltung aller Term Meta Vaults und die zugehörigen DAO-Governance-Rechte wurden entzogen. Neue Einzahlungen sind damit künftig nicht mehr möglich, bestehende Nutzer können ihr verbleibendes Kaital jedoch weiterhin abziehen.
Nach Angaben des Teams beschränkt sich der Vorfall auf die Governance der Vaults. Das zugrunde liegende Term-Protokoll sowie die direkten Kredit- und Leihmärkte seien nach bisherigem Ermittlungsstand nicht betroffen. Derzeit versucht das Team hinter Term Finance die gestohlenen Vermögenswerte zurückzuholen. Sollte das nicht gelingen und eine Finanzierungslücke bestehen, will das Projekt Möglichkeiten prüfen, um diese auszugleichen.
Für das Kreditprotokoll ist es nicht der erste größere Zwischenfall. Bereits im April 2025 führte eine fehlerhafte Oracle-Konfiguration zu unbeabsichtigten Liquidationen im Wert von 1,6 Millionen US-Dollar. Damals konnte ein Großteil der Gelder zurückgeholt und der verbleibende Schaden ausgeglichen werden.

