Neues Allzeithoch 

Bitcoin als Hauptprofiteur? US-Staatsverschuldung steigt über 40 Billionen Dollar

Noch schneller als erwartetet knacken die USA den Rekord von 40 Billionen US-Dollar Staatsverschuldung. Der Bitcoin-Kurs schnellt weiter nach oben und könnte langfristig besonders stark profitieren.

Tobias Zander
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Bitcoin-Münze vorm Kapitol

Beitragsbild: Shutterstock I KI-Fotomontage

| Der Bitcoin-Kurs könnte vom US-Schuldenrekord profitieren

Es geht derzeit Schlag auf Schlag für Bitcoin-Anleger. Erstmals in der Geschichte hat die US-amerikanische Staatsverschuldung die Marke von 40 Billionen US-Dollar durchbrochen. Das Finanzministerium unter Leitung von Scott Bessent meldete für den Juli ein Haushaltsdefizit von 432 Milliarden US-Dollar – das größte monatliche Defizit seit März 2021. Seit Beginn des Haushaltsjahres stieg das Minus auf knapp 1,8 Billionen US-Dollar.

Nachdem die US-Treasury am gestrigen Abend eine Verdopplung der Rückkäufe von langjährigen Staatsanleihen verkündete, startete eine umfassende Bitcoin-Erholungsrallye. Im Moment des Schreiben steht die Krypto-Leitwährung kurz vor 72.000 US-Dollar. Wird sie langfristig zum größten Profiteur der Trump’schen Schuldenpolitik?

Schuldenverdopplung in weniger als einem Jahrzehnt

Als Trump im Januar 2017 erstmals ins Weiße Haus einzog, lag die US-Staatsverschuldung noch bei knapp 20 Billionen US-Dollar. Während seiner ersten Amtszeit kamen rund 7,8 Billionen hinzu, unter Joe Biden weitere 8,4 Billionen. Seit Trumps Rückkehr im Januar 2025 stieg die Summe nochmals um rund 3,8 Billionen US-Dollar an. Einen großen Anteil daran hatte zunächst die kreditfinanzierte Pandemiebekämpfung, inzwischen treiben aber vor allem Sozialausgaben und Zinslast das Staatsdefizit.

Letztere liegt im laufenden Jahr bereits bei mehr als einer Billion US-Dollar und übersteigt damit die Ausgaben für Medicare, die öffentliche Krankenversicherung. Außerdem wuchsen auch die militärischen Ausgaben infolge des Iran-Krieges.

Historische Entwicklung der US-Staatsverschuldung (Stand Q1 2026) I Quelle: FRED

Für Bitcoin ist das eine langfristig bullishe Nachricht, denn ähnlich wie Gold dürfte der absolut knappe, nicht-staatliche Wertspeicher für immer mehr Menschen in den kommenden Jahren als Inflationsschutz interessant werden. Die angekündigten Rückkäufe von langjährigen US-Staatsanleihen lassen darauf schließen, dass die US-Regierung im Zweifel eine höhere Inflationsrate in Kauf nehmen würde, wenn sich dadurch Verwerfungen am Anleihemarkt unter Kontrolle bringen lassen.

Weiteren Rückenwind erhielt der Bitcoin-Kurs durch neue Aussagen von Donald Trump bei einem Krypto-Treffen im Weißen Haus. Dort stellte der US-Präsident Käufe von “beträchtlichen Mengen an Bitcoin” in den Raum. Bislang gilt die im vergangenen Wahlkampf versprochene strategische Reserve aber vor allem als Symbolpolitik. Ob der republikanische Amtsinhaber seine neuen Versprechungen nach den Zwischenwahlen im November auch einhält, bleibt abzuwarten.

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