Die österreichische Finanzaufsicht FMA hat eine Geldstrafe gegen den Krypto-Broker Bitpanda verhängt. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die die Behörde bereits am Freitag, den 14. August, veröffentlichte. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Wien soll gegen mehrere Auflagen der Krypto-Verordnung MiCA verstoßen haben, heißt es in dem Schreiben.
Konkret geht es um vier Verstöße, die die österreichische Aufsicht feststellte. Im Kern steht dabei ein Krypto-Whitepaper, das Bitpanda offenbar zu spät bei der FMA eingereicht hatte. Die MiCA sieht eigentlich vor, dass Aufsichtsbehörden Whitepaper mindestens 20 Tage vor deren Veröffentlichung zur Prüfung erhalten sollen. Das sei hier nicht geschehen, schreibt die FMA. Um welches Whitepaper es dabei konkret ging, ging aus der Mitteilung nicht hervor.
Trotz der verpassten Deadline habe Bitpanda im Anschluss eine Marketing-Mitteilung verschickt und darin nicht darauf aufmerksam gemacht, dass zu dem Zeitpunkt keine behördliche Prüfung stattfand. Zudem seien vorgeschriebene Kontaktmöglichkeiten per E-Mail und Telefon in der Meldung nicht vorhanden gewesen, schreibt die Behörde. Aufgrund der Verstöße verhängte die FMA eine Geldstrafe in Höhe von 70.000 Euro gegen Bitpanda.
Das sagt Bitpanda
BTC-ECHO bat Bitpanda um Stellungnahme. Man nehme die Veröffentlichung der FMA “zur Kenntnis”, erklärt ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Bei den Beanstandungen handle es sich allesamt um Termin- und Formvorgaben aus dem Jahr 2025, heißt es weiter. Mittlerweile sei das Verfahren abgeschlossen und die Mängel behoben.
Außerdem betont der Krypto-Broker: “Kundengelder, die Sicherheit unserer Plattform oder die Integrität des Bitpanda-Ökosystems waren zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt. Aus den beanstandeten Punkten ist unseren Kundinnen und Kunden kein finanzieller Schaden entstanden.”
Im April 2025 erteilte die FMA Bitpanda eine MiCA-Lizenz und übernimmt seitdem die Aufsicht. Mit rund sieben Millionen Kunden zählt das Unternehmen zu den größten Krypto-Dienstleistern Europas.
