MetaMask reagiert auf einen Sicherheitsvorfall in Teilen seiner Infrastruktur und zieht vorsorglich betroffene Ethereum-Validatoren ab. Welche Systeme konkret betroffen sind und worin das Sicherheitsproblem besteht, ließ das Unternehmen bislang offen. “Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir aber keine unmittelbare Bedrohung für MetaMask Wallets festgestellt“, erklärte das Unternehmen in einem Beitrag auf X.
Für die Untersuchung der anhaltenden Bedrohung hat MetaMask externe Partner und Sicherheitsberater eingebunden. Die Vorsichtsmaßnahmen betreffen Validatoren aus dem Non-Custodial-Staking-Angebot des Unternehmens, über dessen Infrastruktur laut eigener Website Ether im Wert von mehr als drei Milliarden US-Dollar verwaltet werden. Das Staking-Angebot innerhalb von MetaMask Portfolio umfasst Pooled Staking und Validator Staking sowie Liquid Staking über Lido und Rocket Pool.
Betroffene Validatoren sollen bis 7. Oktober aussteigen
Lido bestätigte die Maßnahmen und erklärte, MetaMask Staking habe damit begonnen, „vorsorgliche Maßnahmen zum Schutz der Kundenvermögen im Zusammenhang mit den betriebenen Ethereum-Validatoren“ einzuleiten. Dazu gehört der Ausstieg der von MetaMask betriebenen Ethereum-Validatoren aus dem Lido-Protokoll, der bei den letzten betroffenen Validatoren bis Ende des 7. Oktober abgeschlossen sein soll.
Bis die abgezogenen Ether wieder vollständig in das Protokoll zurückkehren, könnte deutlich mehr Zeit vergehen: Will Shannon, Entwickler bei Lido Finance, rechnet mit bis zu 45 Tagen, da die jeweiligen Validatoren zunächst den Ausstieg und die Auszahlung abschließen müssen, bevor ein erneuter Einstieg möglich ist.
Die ETH sollen schrittweise zurückkehren; als Grund für die mögliche Dauer nennt Shannon die verlängerte Warteschlange für den Einstieg von Validatoren.
