Notfallplan 

Quantensichere Bitcoin-Transaktion wird 79 Prozent günstiger

Ein Wettbewerb mit 20.000 US-Dollar Preisgeld brauchte in einer Woche 62 Verbesserungen. Warum der Durchbruch Bitcoin nicht rettet.

Jan-Malte Minnerup
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Eine futuristische Szene in einem Hightech-Labor: Im Vordergrund steht eine dunkle, kapuzenartige Bronze-Statue mit maskenhaftem Gesicht und einem Bitcoin-Symbol auf der Brust. Hinter der Figur ragt ein goldfarbener Quantencomputer mit komplexen metallischen Strukturen und Kabeln nach oben. Die Umgebung wirkt steril und modern, mit silbernen Rahmen, weißen Lichtflächen und einer sci-fi-artigen Atmosphäre.

Beitragsbild: Shutterstock I Fotomontage

| Quantencomputer bedrohen Satoshis Bitcoin-Bestände

Eine mögliche Absicherung von Bitcoin gegen eine zukünftige Bedrohung durch Quantencomputer ist innerhalb weniger Tage erheblich günstiger geworden. Nachdem der israelische Technologiekonzern StarkWare im August erstmals eine quantensichere Transaktion im Bitcoin-Mainnet demonstriert hatte, konnten Entwickler die dafür notwendige Rechenleistung nun deutlich reduzieren.

Von 320 auf 66 US-Dollar

Damals waren noch rund 3.100 GPU-Stunden auf etwa 100 Grafikprozessoren notwendig, wofür allein bei der benötigten Rechenleistung 320 US-Dollar anfielen. Der Großteil der Berechnungen findet dabei bereits statt, bevor die Transaktion an das Netzwerk übermittelt wird. Um diesen Aufwand zu reduzieren, starteten StarkWare, Yukon Research und Eigen Labs am 16. September einen Optimierungswettbewerb mit 20.000 US-Dollar Preisgeld, woraus innerhalb einer Woche 62 Verbesserungen entstanden.

Der Ausgangscode überprüfte auf einer RTX 4090 etwa 146 Millionen mögliche Kandidaten pro Sekunde, wohingegen die schnellste Einreichung mehr als 880 Millionen Kandidaten und damit die sechsfache Geschwindigkeit erreicht. Auf diese Weise ließen sich die geschätzten Rechenkosten einer Transaktion um 79 Prozent auf 66 US-Dollar senken.

Warum Bitcoin trotzdem nicht quantensicher ist

Eine dauerhafte Lösung für den Schutz vor Quantencomputern ist die von StarkWare entwickelte Methode jedoch nicht, wie das Unternehmen selbst betont. Sie dient lediglich als Notfalloption, falls leistungsfähige Quantencomputer verfügbar werden, bevor Bitcoin einen umfassenden Schutz auf Protokollebene eingeführt hat. Ein ausreichend leistungsfähiges Modell könnte mithilfe des Shor-Algorithmus aus einem offengelegten öffentlichen Schlüssel den dazugehörigen privaten Schlüssel berechnen und anschließend die BTC ausgeben. Als Schutz davor hält StarkWare einen Soft Fork bei Bitcoin weiterhin für die beste Lösung.

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