Laut Bericht Russland zweitgrößter Mining Hotspot

Laut eines Berichts ist Russland der zweitgrößte Hotspot für Krypto-Mining und kommt den USA gefährlich nah.

Daniel Hoppmann
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Mining ASIC Blockstream

Beitragsbild: Shutterstock

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Russland schwingt sich zur Nummer 2 im globalen Krypto-Mining auf. Das behauptet zumindest ein Bericht der russischen Tageszeitung “Kommersant”, der sich auf Daten des Hosting-Dienstes BitRiver bezieht. Demnach stiegen die Aktivitäten im Land zwischen Januar und März 2023 auf einen Gigawatt Stromverbrauch. Die USA belegen mit einer Leistung zwischen drei und vier Gigawatt weiterhin den ersten Platz. Auf welcher Grundlage die Daten erhoben wurden, ist allerdings unklar.

Dennoch könnte die Dominanz der Vereinigten Staaten bröckeln, so BitRiver-CEO Igor Runets gegenüber dem Kommersant. Tatsächlich haben Krypto-Miner in den USA derzeit einen schweren Stand. Aufgrund der negativen Marktlage in Kombination mit steigenden Energiekosten meldeten mehrere führende Unternehmen wie Compute North oder auch Core Scientific in den vergangenen Monaten Insolvenz an. Zudem belastet eine geplante Steuererhöhung von US-Präsident Joe Biden Krypto-Miner zusätzlich.

Mining-Paradies Russland?

Russland verfolgt seit Beginn des Ukrainekrieges einen freundlicheren Krypto-Kurs, auch um westliche Sanktionen zu umgehen. So arbeitet das Land an einer eigenen CBDC, die bereits im kommenden Jahr ausgerollt werden soll. Der Kreml reformierte die Besteuerung von Kryptowährungen. Er plant eine eigene Börse für digitale Assets.

In puncto Mining liegt der Staatsduma seit April letzten Jahres ein Gesetzesentwurf vor, der den Unternehmen mitunter einen vereinfachten Anmeldeprozess bei den Behörden ermöglichen soll. Laut Kommersant seien die Diskussionen dazu noch nicht weit fortgeschritten. Die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete im November vergangenen Jahres, dass der Kreml Krypto-Minern die Umwandlung von Krypto- in Fiat-Geld erleichtern wolle. Offiziell zur “Förderung von Innovation”, inoffiziell dürfte das Ziel der Sanktionsumgehung aber sicher eine Rolle spielen.

Russland will damit weitere Mining-Unternehmen ins Land locken. Die günstigen Energiepreise sowie die klimatischen Bedingungen sprechen für den Standort. Allerdings bleibt fraglich, ob vor allem US-Schürfer ihre Lager in Russland aufschlagen und damit Sanktionen in Kauf nehmen wollen.

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