Digitaler Rubel Russland will eigene CBDC bis 2024 flächendeckend einführen

Der digitale Rubel soll in Russland ab 2024 flächendeckend eingeführt werden. Das plant zumindest die Bank Rossii.

Daniel Hoppmann
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Elvira Nabiullina, Chefin der Russischen Zentralbank.

Beitragsbild: Picture Alliance

| Für die Zentralbankchefin Elvira Nabiullina hat der digitale Rubel eine "hohe Priorität".
  • Die Bemühungen um eine eigene digitale Zentralbankwährung (CBDC) intensivieren sich in Russland. Wie die Bank Rossii in einem neuen Dokument mitteilt, möchte der russische Währungshüter den digitalen Rubel ab 2024 flächendeckend einführen.
  • Konkret heißt es: “2024 wird die Bank Rossii damit beginnen, schrittweise alle Kreditinstitute an die digitale Rubel-Plattform anzuschließen und die Zahl der verfügbaren Zahlungsoptionen und Transaktionen mit Smart Contracts zu erhöhen.”
  • Einige Features wie ein Offline-Modus sowie die Implementierung von weiteren Finanzanbietern und Börsen sollen ab 2025 ausgerollt werden.
  • Im April kündigte Russland eine erste Testphase des digitalen Rubels für 2023 an. Im Anschluss solle eine Roadmap für die flächendeckende Integration vorgestellt werden, sagte die stellvertretende Gouverneurin Olga Skorobogatova im Juni.
  • Allgemein sucht Russland nach Wegen, westliche Sanktionen im Zuge des Ukrainekriegs zu umgehen. Der Fokus auf die Entwicklung einer eigenen CBDC habe deshalb “hohe Priorität”, gab Zentralbankchefin Elvira Nabiullina Ende April zu.
  • Zudem forscht Russland an einer Blockchain-basierten Plattform, um den Ausschluss vom internationalen Zahlungssystem SWIFT zu kompensieren.
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