Fork Bitcoin, i‘ll go home – eine Einführung in die Bitcoin-Forks

Quelle: Three different Bitcoins as a result of Hard Forks. Bitcoin splitting into different currencies concept. 3D illustration

Fork Bitcoin, i‘ll go home – eine Einführung in die Bitcoin-Forks

Neben Bitcoin Cash und Bitcoin Gold existieren eine Menge anderer Bitcoin Forks. Die meisten davon verschwinden schnell in der Versenkung, dennoch kann es interessant sein, auch diese zu kennen. Was ist der Sinn hinter diesen Hard Forks und welche gibt es aktuell? 

Seit Bitcoin Cash wird der Begriff “Hard Fork” mit Chain Splits und kostenlosem Geld assoziiert, entsprechend stieg der Preis vor einigen Wochen auch im Fall von Ethereum an, als eine Hard Fork angekündigt wurde. Viele Leute haben dank Bitcoin Cash, Bitcoin Gold und vielen anderen Chain Splits vergessen, dass Hard Forks nicht prinzipiell in einer neuen Kryptowährung enden müssen und Chain Splits nur besondere Hard Forks sind.

In erster Linie handelt es sich bei einer Hard Fork um ein signifikantes Update einer Blockchain, welches von allen Nodes ein Update benötigt. Jene Nodes, die das Update nicht machen, werden von der Blockchain nach der Hard Fork ausgeschlossen sein. Normalerweise stellen deshalb alle Nodes um, streng genommen entstehen neue Kryptowährungen nur im Fall von missglückten Hard Forks, wenn ein signifikanter Teil der Nodes das Systemupdate nicht mitmachen will. Dann kommt es zu einer Weggabelung in der Blockchain, einem Chain Split.

Da sich jedoch der Begriff Hard Fork durchgesetzt hat und Chain Splits ein Spezialfall von Hard Forks sind, wird im weiteren Verlauf von Hard Forks gesprochen.

Bezüglich derartiger Hard Forks war es bei Bitcoin bis zum Aufkommen von Bitcoin Cash relativ ruhig. Mit der auf größere Blöcke setzenden Bitcoin-Variante wurde der Auftakt für eine Unmenge an neuen Forks geschaffen. Die unten angeführte Tabelle hat nicht den Anspruch auf Vollständigkeit; dank der Seite Forkgen kann nun jeder Interessierte seine eigene Hard Fork erzeugen.

Hard Forks – nur Unsinn oder eine neue Art eines Proposals?

Der monetäre Aspekt, an den nicht wenige Leute bei einer Hard Fork primär denken, ist das eher uninteressant: Das Schaffen von “Free money” ist für den einzelnen Begünstigten sicherlich eine feine Sache und führt zu einem starken Interesse an Bitcoin vor der Hard Fork, ob eine damit zusammenhängende Bitcoin-Adoption jedoch nachhaltig ist, kann bezweifelt werden.

Von einem entwicklungstechnischen Standpunkt betrachtet können die Forks jedoch interessant sein: Sie stellen eine interessante Form eines Verbesserungsvorschlages für Bitcoin dar: Während über ein Bitcoin Improvement Proposal lediglich über das Für und Wider eines neuen Features sinniert werden kann, erlaubt eine Hard Fork, diese Features live auszuprobieren. So betrachtet können Hard Forks durchaus eine Rolle in einer zukünftigen Governance von Bitcoin spielen.

Außerdem ist zu sagen, dass Hard Fork nicht immer gleich Hard Fork ist. Bitcore haben, statt den Ballast der inzwischen neun Jahre alten Blockchain mitzuschleppen, einen Snapshot der aktuellen Besitzverhältnisse zwischen den einzelnen Bitcoin-Adressen erstellt, auf dem die weitere Bitcore-Blockchain weiterentwickelt wird. Das führt zu einer deutlich kleineren Blockchain. Andere Hard Forks haben Hybridmodelle entwickelt, in denen Coins, welche bisher in verschollenen Adressen gespeichert waren, in Form von Airdrops oder eines Proofs of Stake wieder im System verteilt werden.

Entsprechend lohnt sich sicherlich ein Blick auf die einzelnen Hard Forks – ohne einen Fokus auf den monetären Aspekt zu werfen. Wie an der Tabelle, die auf Basis der Bitcoin Forks List erstellt wurde, zu sehen ist, existieren einige Ergänzungen des Bitcoin-Protokolls, die sich wie ein roter Faden durch die einzelnen Bitcoin-Varianten zieht: Größere Blöcke, Segregated Witness, Änderung des Proof-of-Work-Algorithmus zu Equihash und Smart Contracts sind drei Begriffe, die häufiger vorkommen. Ob diese Änderungen in Bitcoin selbst implementiert werden sollen (sofern sie wie Segregated Witness nicht ohnehin schon Teil des Protokolls sind), sei dahin gestellt. Interessant ist es dennoch, diese Form von globalem Brainstorming weiterzuverfolgen.

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BTC-ECHO

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