Endstation Adaption: Julius Bär und SEBA Crypto wollten Bankkunden Zugang zu Krypto-Assets ermöglichen

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

David Scheider hat Philosophy & Economics an der Uni Bayreuth studiert. Getreu dem Krypto-Motto „Banking the Unbanked“ interessiert sich David vor allem für die Möglichkeiten der finanziellen Inklusion von Entwicklungsländern.

Quelle: Shutterstock

Die schweizerische Bank Julius Bär vermeldet die Partnerschaft mit dem Zuger Krypto-FinTech SEBA. Gemeinsam wollen die Finanzdienstleister Bankkunden Zugang zum Krypto-Markt ermöglichen. Doch das „Go“ der Finanzaufsicht steht noch aus.

Eine Integration des noch jungen Krypto-Markts in den klassischen Finanzsektor kann nur gelingen, wenn mutige Akteure mit gutem Beispiel vorangehen. So geschehen in der Schweiz.

Die Zürcher Bank Julius Bär kooperiert mit der SEBA Crypto AG, um Krypto-Finanzservices anzubieten. Damit können Kunden der schweizerischen Privatbank schon bald digitale Vermögensanlagen in ihr Portfolio aufnehmen. Neben Investments will Julius Bär auch für die sichere Verwahrung der Krypto-Assets sorgen. Dies geht aus einer Pressemitteilung hervor, die die Zürcher Traditionsbank am gestrigen Dienstag, dem 26. Februar, veröffentlichte.

Crypto Valley wird erwachsen

Die Technologie für die Krypto-Services kommt vom Zuger Krypto-Start-up SEBA. Das seit April 2018 bestehende FinTech hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine der ersten voll lizenzierten Krypto-Banken überhaupt zu werden. Man wolle „die Kluft zwischen den traditionellen Finanzmärkten und dem neuen digitalen Ökosystem zu schließen“, heißt es seitens SEBA.


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Die Partnerschaft mit Julius Bär besteht indes bereits seit 2018: Laut der Mitteilung hält das Kreditinstitut seitdem eine Minderheitsbeteiligung beim Zuger Start-up. Wie wir berichteten, konnte dieses bei einer Kapitalrunde im vergangenen September stolze 103 Millionen Euro einsammeln.

FINMA-Lizenz noch ausstehend

Doch noch müssen sich die Bankkunden ein wenig in Geduld üben. Denn die notwendige Lizenz für das Anbieten der Krypto-Services seitens der zuständigen Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA steht noch aus. Sobald diese vorliegt, so Julius Bär, können Kunden „Lagerungs-, Transaktions- und Investment-Lösungen für digitale Assets in Anspruch nehmen“.

Der Krypto-Markt ist noch jung, die Zukunft entsprechend ungewiss. Hinsichtlich der Integration in die traditionellen Finanzmärkte zeigt sich die Schweizer Bank indes zuversichtlich:

Wir von Julius Bär sind überzeugt, dass digitale Vermögenswerte zu einer legitimen und nachhaltigen Anlageklasse im Portfolio eines Anlegers werden. Die Investitionen in SEBA […] sind ein Beweis für das Engagement von Julius Bär im Bereich der digitalen Assets und unser Engagement, bahnbrechende Innovationen zum Nutzen unserer Kunden zur Verfügung zu stellen,

sagt Peter Gerlach, Market-Chef bei Julius Bär.


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