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Pyramidenspiele und Co. Die 5 verrücktesten Bitcoin-Scams aller Zeiten

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Quelle: Shutterstock

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Man nehme: Einen wenig regulierten Markt, unbekannte Finanzprodukte und mögliche Renditen in zweistelligen Bereich und schon hat man den perfekten Nährboden für Betrugsmaschen. Hier sind die fünf verrücktesten Bitcoin- und Krypto-Scams aller Zeiten.

Der Bitcoin-Twitter-Hack

Alte Bitcoin-Hasen kennen sie bereits: Giveway Scams. Hinter dem Begriff verbirgt sich eine Betrugsmasche, mit der Twitter Bots versuchen, Ahnungslosen Bitcoin und Co. aus der Tasche zu ziehen. Das Vorgehen ist immer ähnlich. Man postet eine Krypto-Adresse unter Tweets berühmter Persönlichkeiten und verspricht, eingezahltes Geld in doppelter Höhe zurückzuzahlen.

Am 15. Juli dieses Jahres erreichte das Giveaway Scam Game jedoch das nächste Level. Aufgrund eines Hack posteten gleich mehrere Berühmtheiten, darunter Elon Musk, Barack Obama und Joe Biden, den folgenden Text auf Twitter:

I am giving back to my fans. All Bitcoin sent to my address below will be sent back doubled.
Ich will meinen Fans etwas zurückgeben. Alle Bitcoin, die an meine unten stehende Adresse gesendet werden, werden verdoppelt.

Das Ergebnis: Über 12 BTC auf dem Konto der Betrüger und ein riesiger Imageschaden für den Kurznachrichtendienst.

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Was würde die Krypto-Community wohl ohne Carlos Matos tun. Immerhin hat der schillernde, nun ja, „Entrepreneur“ der Szene wohl die Mutter aller Scams beschert.

Mit Zitaten wie „Wasso wasso wasso Bitconneeeeect“ ist der New Yorker Investor Matos zum Internet Meme geworden. Dem Freudenschrei liegt indes ein handfestes Ponzischema zugrunde. Denn anstatt wie versprochen Zinszahlungen zu kassieren, konnten Bitconnect-Investoren dem Bitconnect Token (BCC) ab Anfang 2018 beim Verfall zusehen. Nachdem BCC im Dezember 2017 noch über 500 US-Dollar wert war, handelte der Token ab März 2019 lediglich bei 0,40 US-Dollar. Damit verzeichnet Bitconnect den Kursverfall in der Geschichte der Kryptowährungen. Das Video von Matos auf der Bitconnect-Konferenz im thailändischen Pattaya ist allerdings legendär.

Plus Token

„6 bis 18 Prozent Rendite sicher.“ Wer diese Worte liest, sollte schon mal Vorsicht walten lassen – vor allem im Krypto-Sektor. Was PlusToken seinen Anlegern versprach, dürfte für die wenigsten in Erfüllung gegangen sein. Denn PlusToken gilt als einer der erfolgreichsten mutmaßlichen Betrugsversuche im Kryptoversum. Mit sage und schreibe drei Milliarden US-Dollar Investorengeldern sollen sich die Urheber des Pyramidenspiels abgesetzt haben.

Da die mutmaßlichen Täter auf Coin Mixer gesetzt haben um rund 13.000 BTC zu waschen, dürfte ein Großteil des Diebesgutes unauffindbar bleiben.

Floyd Mayweather und DJ Khaled für Centra Tech

Floyd Mayweather und DJ Khaled, zwei prominente US-Amerikaner, die in die selbe Falle getappt sind. Sowohl der Profiboxer Mayweather als auch der Musikproduzent DJ Khaled bewarben 2018 den ICO Centra Tech ohne zu kennzeichnen, dass sie dafür bezahlt werden.

Beide akzeptierten dafür Strafen im fünfstelligen Bereich. Mittlerweile ist auch der Gerichtsprozess um Gründer Robert Joseph „RJ “ Farkas zu Ende. Dem Verurteilten legte man zur Last, 25 Millionen US-Dollar an Investorengeldern mittels Lügen erschlichen zu haben. Farkas droht eine lange Haftstrafe.

OneCoin

90 Jahre Haft, Zeugenschutzprogramm und Beute im Milliardenbereich. Was nach der neuesten Ausgabe der Ocean’s-Reihe klingt, gehört ins Königreich der Kryptowährungen. Genauer gesagt ist die Rede von OneCoin. Was aus der Gerichtsverhandlung um den ehemaligen mutmaßlichen Krypto-Scam OneCoin an die Öffentlichkeit dringt, ist haarstäubend. Demnach könnte es sich bei OneCoin um den größten mutmaßlichen Bitcoin-Betrugsfall überhaupt handeln.

Etwa vier Milliarden US-Dollar sollen die Drahtzieher aus Bulgarien geprellten Investoren aus der Tasche gezogen haben. OneCoin-Anwalt Mark S. Scott wurde bereits der Geldwäsche schuldig gesprochen.


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