OneCoin, OneCoin: Drahtzieher des mutmaßlichen Bitcoin-Betrugs stehen vor Gericht

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OneCoin: Drahtzieher des mutmaßlichen Bitcoin-Betrugs stehen vor Gericht

Handelt es sich bei OneCoin um den größten Bitcoin Scam aller Zeiten? Noch ist darüber nicht endgültig entschieden, allerdings deuten die jüngsten Zeichen immer mehr in diese Richtung. Denn die Gerichtsverhandlungen gegen die vermeintlichen Drahtzieher der Kryptowährung schreiten voran.

Die Gerichtsverhandlungen gegen die Drahtzieher des mutmaßlichen Bitcoin Scams OneCoin laufen in den USA an. Der angeklagte Bruder der OneCoin-Gründerin legte jüngst ein Geständnis ab. Zudem muss sich auch ein beteiligter Anwalt vor Gericht verantworten.

US-Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei dem in Bulgarien gegründeten OneCoin um einen riesigen Pyramiden-Scam handelt. Etwa vier Milliarden US-Dollar sollen die Betreiber den hinters Licht geführten Investoren aus der Tasche gezogen haben. Das Geständnis von Konstantin Ignatov scheint diese Annahmen nun zu bestätigen. Schließlich gab er zu, im Rahmen seiner Aktivität für OneCoin an Geldwäsche und Betrug beteiligt gewesen zu sein.

Der im März festgenommene Ignatov ging bereits am 4. Oktober seinen Geständnis-Deal ein. Die Abmachung gelangte jedoch erst am 12. November an die Öffentlichkeit. Nach Angaben der BBC muss Ignatov nun keine weiteren Anklagepunkte fürchten. Ihm drohen dennoch bis zu 90 Jahren Haft. Das britische Medienhaus äußerte zudem die Vermutung, dass Ignatov ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen werden könnte. Die Gerichtsunterlagen würden demnach nahelegen, dass für ihn und seine Familie Gefahr besteht.

Verbleib der „Cryptoqueen“ nach wie vor unklar


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Im Rahmen des Gerichtsverfahrens äußerte sich Ignatov auch über den Verbleib seiner Schwester. Die als „Cryptoqueen“ bekannte Dr. Ruja Ignatova gilt als eine der Gründerinnen des mutmaßlichen OneCoin Scams. Seit 2017 ist sie jedoch von der öffentlichen Bildfläche verschwunden.

Ignatov gab nun an, dass seine Schwester in der bulgarischen Hauptstadt Sofia gelebt haben soll. Ihm gegenüber gab sie an, „sehr müde“ gewesen zu sein. Ignatova hatte zudem Angst vor einer möglichen Auslieferung an das FBI. Um den Strafverfolgern zuvorzukommen, soll sie sich zunächst gefälschte Papiere verschafft haben. Dann ergriff sie über Wien und Athen die Flucht. Ihr Bruder gab an, dass ihr aktueller Aufenthaltsort auch ihm unbekannt sei.

OneCoin-Anwalt ebenfalls vor Gericht

Neben Ignatov muss sich auch Mark S. Scott vor den US-amerikanischen Behörden verantworten. Der Anwalt wird beschuldigt, 400 Millionen US-Dollar für OneCoin gewaschen zu haben. Dafür nutzte er unter anderem Konten in Irland. Konstantin Ignatov trat in seinem Prozess als Zeuge auf.

Nach Angaben der BBC gehen die US-Ermittler davon aus, dass Scott einen Teil der von OneCoin erhaltenen Gelder für den Erwerb von diversen Luxusgütern nutzte. Neben einer Yacht soll er so auch einen Ferrari und drei Häuser erstanden haben.

Scott selber gab indes an, nichts von der vermeintlich kriminellen Natur von OneCoin gewusst zu haben. Da die Gerüchte über OneCoin auch bis zu ihm vorgedrungen seien, bat er einen Kollegen, Nachforschungen über OneCoin anzustellen. Erst als dieser ihm Entwarnung gegeben haben soll, nahm er die Zusammenarbeit mit der Kryptowährung auf. Die Frage, ob Scott Bescheid wusste oder nicht, könnte sich als zentral für seinen Prozess erweisen. Er selbst beteuert vor Gericht seine Unschuld.

Vertreter und Anwälte der Kryptowährung weisen alle Betrugsvorwürfe von sich.

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