Krypto-Kriminalität Britische Steuerbehörde plant Tracking Tool von Bitcoin-Transaktionen

Anton Livshits

von Anton Livshits

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Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Diejenigen, die ihr Vermögen in vermeintlich anonymer Krypto-Form an den wachsamen Dienern Eurer Majestät vorbeimanövrieren wollen, könnten schon bald eines Besseren belehrt werden. Denn die britische Steuerbehörde rüstet im Bitcoin-Tracking technisch auf.

Skeptiker sagen Kryptowährungen nicht gänzlich unbegründet nach, ein effektives Mittel für Geldwäsche und Steuerhinterziehung zu sein. Zwar bleibt die Nutzung von Bitcoin & Co. für derartige Zwecke ein Randphänomen. Dennoch kann nicht bestritten werden, dass die quasi-anonyme Natur vieler Digitalwährungen gesetzwidrigen Absichten ein Stück weit entgegenkommt. Um im Kampf gegen Cyberkriminalität nicht abzuhängen, plant die britische Steuerbehörde HMRC deshalb die Anschaffung eines Tools für die Nachverfolgung von Krypto-Transaktionen. Geeignete IT-Unternehmen können sich bis zum 31. Januar für das Projekt bewerben.


Die britische Nachrichtenseite PublicTechnology berichtete mit Verweis auf entsprechende Dokumente über die Ausschreibung. Demnach möchte die königliche Behörde „Informationslücken“ an der Bitcoin-Front durch ein kommerziell erworbenes Produkt ausgleichen. Der HMRC erwartet nach eigenen Angaben

die Bereitstellung eines Tools, das Methoden zur Sammlung von Informationen unterstützt, um Krypto-Asset-Transaktionen zu identifizieren und in verknüpfte Transaktionen zu gruppieren und diejenigen zu identifizieren, die mit Anbietern von Krypto-Asset-Diensten verbunden sind.

Anbieter von Glücksspiel und Darknet-Seiten im Visier der Ermittler

Wie in der obigen Produktbeschreibung bereits anklingt, möchte der HMRC ein Tool, dass Krypto-Transaktionen mithilfe von Clusteranalysen ordnet und gruppiert. Hierdurch sollen die Finanzströme an einzelne Unternehmen und Organisationen rückverfolgt werden. Im Fokus der Behörde stehen dabei einerseits Anbieter aus dem Glücksspielgewerbe sowie Betreiber von Darknet-Seiten. Das Tool soll aber ebenfalls dabei helfen, Krypto-Betrügern und ähnlichen Cyberkriminellen auf die Spur zu kommen.

Die Steuerfahnder geben eine Liste von Währungen an, die auf jeden Fall mit dem Tool verfolgt werden können. Dazu zählen: Bitcoin und Bitcoin Cash, Ethereum und Ethereum Classic sowie Ripple, Tether und Litecoin.

Neben diesen gängigen Kryptowährungen, sei es zudem wünschenswert, wenn das Tool auch die Privacy Coins Monero, Zcash und Dash nachverfolgen könnte. Die Behörde ist bereit, 100.000 Pfund für eine jährliche Programm-Lizenz auszugeben. Vertragsbeginn wäre der 17. Februar.

HMRC übte bereits im Sommer Druck auf Bitcoin-Börsen aus

Die britische Steuerbehörde hatte unterdessen bereits im August 2019 einen Versuch unternommen, um verpasste Steuereinnahmen aus Bitcoin-Transaktionen zurückzuholen. Damals hatte sie die Krypto-Börsen Coinbase, eToro und CEX.IX in einem Schreiben dazu aufgefordert, Kunden- und Transaktionsdaten herauszugeben.

Auch auf der anderen Seite des Atlantiks konnten bereits ähnliche Bemühungen im Kampf gegen Steuerhinterziehung beobachtet werden. Die US-Steuerbehörde IRS wählte dabei allerdings einen leicht anderen Weg als ihre britische Schwesterorganisation. Denn sie entschied sich, tausende Warnschreiben unmittelbar an die Besitzer von Bitcoin und anderen Krypto-Assets zu versenden.

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