Bitcoin: Wo geht die Reise hin? Die Lage am Mittwoch

Quelle: Shutterstock

Bitcoin: Wo geht die Reise hin? Die Lage am Mittwoch

Der Blick auf die Kursseiten in den vergangenen Wochen mag Bitcoin-Anleger nicht gerade begeistern. Auch wenn der Bitcoin-Kurs aktuell mit 3.570 Euro (4.054 US-Dollar) wieder ein leichtes Plus von von knapp sechs Prozent verbucht, ist er gemessen an seinem Allzeithoch über die vergangenen Monate stark gefallen. Ganz ähnlich sieht es am ganzen Krypto-Markt aus. Da fragt man sich: Wo geht die Reise hin, Bitcoin? Die Lage am Mittwoch.

Betrachten Anleger aktuell ihr Portfolio, dürfte sich nicht nur Freude breit machen. Ob Bitcoin, Ripple, Ethereum oder IOTA: Die Kurse waren schon eindeutig näher am Mond. Und das obwohl die Technologie – im Vergleich zum November 2017 – deutlich vorangeschritten ist. Doch das könnte tatsächlich das „Problem“ sein. War der Markt vergangenes Jahr komplett überhitzt, scheint er aktuell nach wie vor dabei zu sein, sich abzukühlen. Der große ICO-Hype scheint vorbei. Kein Wunder, dass Prinz Michael von Liechtenstein meint: „Jetzt kommt eine Enttäuschungsphase“.

Eine nötige Enttäuschung?

Während dieser Phase haben etablierte Projekte die Möglichkeit, sich durchzusetzen. Shitcoins hingegen haben endlich die Gelegenheit, sich aufzulösen. Wie etwa aktuell im Fall Envion. Es war eines der erfolgreichsten ICO-Projekte auf deutschem Boden, hatte jedoch weder ein Produkt noch eine Technologie vorzuweisen. Das Einzige, was das deutsche Start-up zurückzulassen scheint, sind verprellte Anleger. Die Idee war gut, die Ausführung auch – zumindest aus Sicht der gewinnorientierten Initiatoren.

Solche Projekte sind es jedoch, die dem Ökosystem letztlich (so bleibt zumindest zu hoffen) dabei helfen, die getrimmten dezentralen Flügel auszufahren. Zwar hat die Szene nach wie vor mit Betrügereien zu kämpfen. Doch letztlich ist sie lern- und auch konsensfähig.

Das zeigten zuletzt die Grabenkämpfe um Bitcoin Cash. Wurden sie zum Teil zweifellos mit fraglichem Niveau geführt. Dennoch ist der Krieg (vorerst) beendet und wir haben eine neue alte Kryptowährung in den Top 10: Bitcoin ABC. Ob sich Bitcoin Cash ABC nun durchsetzt oder sich als Shitcoin entpuppt, sei dabei dahingestellt: Jede Weiterentwicklung des Ökosystems hat ihren Anteil am Fortschreiten der technologischen Revolution.

Kryptowährungen wachsen mit ihrer Adaption

Letztlich wachsen Kryptowährungen (sofern sie tauglich sind) auch mit ihrer Adaption: In Ohio kann man seine Steuern mit Bitcoin bezahlen, in Frankreich kann man die Kryptowährung bald zusammen mit einer Schachtel Zigaretten kaufen. Auf kurze Zeit mögen solche Fortschritte (gemessen an den Kursrutschen) marginal wirken. Auf lange Sicht sind es jedoch solche kleinen Schritte, die Bitcoin mit großen Sprüngen nach vorne bringen. Denn er muss seinen Weg in die Gesellschaft finden, um sich vom Spekulationsobjekt wegzubewegen und zu dem zu werden, was er sein will: ein globales Geldsystem, das auf Technologie aufbaut. Dann klappt’s auch wieder mit dem Kurs.

Bis dahin: Hodln und Echo lesen.

BTC-ECHO

Anzeige

Ähnliche Artikel

Privatsphäre ist kein Verbrechen
Privatsphäre ist kein Verbrechen
Kommentar

Die Privatsphäre im 21. Jahrhundert schwindet zunehmend. Informationen werden überall abgegriffen und ausgewertet, bei Facebook, Google, Amazon und auch Bitcoin.

Top-Bitcoin-News der Woche: Wale, Institutionelle Investoren & die Deutsche Bank
Top-Bitcoin-News der Woche: Wale, Institutionelle Investoren & die Deutsche Bank
Bitcoin

Und was ist letzte Woche so passiert? Während Bitcoin und seine Leidensgenossen nach wie vor dunkelrote Zahlen schreiben, sind unsere LeserInnen interessierter denn je.

So sieht die neue Welle des Bitcoin-Bashings aus
So sieht die neue Welle des Bitcoin-Bashings aus
Kommentar

Vermeintliche Experten, die Bitcoin für tot erklären möchten, haben wieder Hochkonjunktur.

Newsletter

Die besten News kostenlos per E-Mail

Finde einen Job mit Zukunft

    Aktuell

    Das Regulierungs-ECHO KW49: Balanceakt in den USA – Über das Für und Wider von Kryptowährungen
    Das Regulierungs-ECHO KW49: Balanceakt in den USA – Über das Für und Wider von Kryptowährungen
    Regulierung

    Die Options- und Futures-Kommission der USA fragt sich: Was sind Smart Contracts?

    Altcoin Deep Dive – 0x (ZRX)
    Altcoin Deep Dive – 0x (ZRX)
    New Coins on the Block

    Mt.Gox, Cryptsy oder Bitgrail zeigen, dass zentralisierte Kryptobörsen ein Single Point of Failure beinhalten.

    Advents-Podcast: Cobinhood – die Exchange ohne Gebühren
    Advents-Podcast: Cobinhood – die Exchange ohne Gebühren
    Szene

    Eine Exchange ohne Gebühren? Cobinhood ist die erste Krypto-Börse, die sich nicht durch Trading-Gebühren finanziert.

    Privatsphäre ist kein Verbrechen
    Privatsphäre ist kein Verbrechen
    Kommentar

    Die Privatsphäre im 21. Jahrhundert schwindet zunehmend. Informationen werden überall abgegriffen und ausgewertet, bei Facebook, Google, Amazon und auch Bitcoin.

    Angesagt

    Bitcoin-Scam-Warnung: Betrüger kopieren Binance auf Telegram
    Sicherheit

    Bitcoin-Scam: Aktuell geben sich Betrüger als Vertreter der Bitcoin-Börse Binance aus, um angeblich den Launch ihrer Dezenztralen Exchange zu feiern.

    Entwicklung vom BTC-ECHO-Musterportfolio Konservativ KW49
    Märkte

    Der Bärenmarkt fordert auch vom BTC-ECHO-Musterportfolio Konservativ seinen Tribut. Das Portfolio hat jedoch ungefähr zehn bis 20 Prozent besser performt als die Vergleichsassets Bitcoin, XRP und Ethereum.

    Top-Bitcoin-News der Woche: Wale, Institutionelle Investoren & die Deutsche Bank
    Bitcoin

    Und was ist letzte Woche so passiert? Während Bitcoin und seine Leidensgenossen nach wie vor dunkelrote Zahlen schreiben, sind unsere LeserInnen interessierter denn je.

    5 Gründe, warum Bitcoin besser ist als Gold
    Insights

    Bitcoin mit Gold zu vergleichen liegt nahe. Beide Medien sind eher Wertspeicher als Zahlungsmittel.