Scam-Verdacht: UK-Finanzaufsichtsbehörde prüft 50 Krypto-Firmen

Max Kuhlmann

von Max Kuhlmann

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Max Kuhlmann

Max Kuhlmann ist ein Universalist: Als Politikwissenschaftler, Kinderbuchautor, Qi-Gong-Lehrer, Werbesprecher und Erzieher hat er Einblick in viele Welten. Das verbindende Element all dieser Welten ist das Geldsystem, weshalb es aus seiner Sicht so wichtig ist, sich für ein gerechtes Geldwesen einzusetzen. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich daher mit diesem Thema, wobei sein derzeitiger Fokus auf den Digitalwährungen rund um Bitcoin liegt.

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Die Anzahl der Fälle, in denen die britische Finanzaufsicht Krypto-Firmen prüft, steigt offenbar stark an. Dies teilte die Finanzaufsicht FCA (Financial Conduct Authority) der britischen Zeitung Telegraph mit. Über 50 Firmen befinden sich demnach im Visier der FCA. Alleine sieben der 50 Untersuchungen wurden von Mitarbeitern der beschuldigten Firmen angeregt. 

ref=”https://www.fca.org.uk/”>FCA (Financial Conduct Authority) der britischen Zeitung Telegraph mit. Über 50 Firmen befinden sich demnach im Visier der FCA. Alleine sieben der 50 Untersuchungen wurden von Mitarbeitern der beschuldigten Firmen angeregt. 

Im Bullenmarkt von 2017 gab es wenige Beschwerden. Selbst wenn man auf den einen oder anderen Scam hereingefallen war: Mit der nächsten Digitalwährung konnte man schon wieder mehrere Tausend Prozent Gewinn mitnehmen. 2018 verhält sich das schon etwas anders. Wir befinden uns im Bärenmarkt, der Hype ist vorbei und die Korrektur zieht sich wie Kaugummi schon über viele Monate hin. Selbst wenn es fundamental für den Bitcoin besser denn je aussieht, kommen die Bären trotzdem immer wieder aus ihrer Höhle und drücken den Preis über jede aufkommende positive Nachricht über den nächsten Widerstand nach unten. Dementsprechend tut es auch etwas mehr weh, sein Geld in einem Krypto-Scam zu verlieren. Das merkt nun auch die englische Finanzaufsicht.

Bemerkenswert: Informationen von Whistleblowern

Durch den englischen Freedom Information Act haben alle englischen Bürger das Recht, aufgezeichnete Informationen von öffentlichen Behörden einzusehen. Hierzu bedarf es einer Anfrage des sogenannten Freedom of Information Request. Durch eine solche Anfrage kam die englische Zeitschrift Telegraph offenbar an die Zahlen von der Finanzaufsichtsbehörde. Neben dem Anstieg auf über 50 Fälle, in denen die Behörde ermittelt, sind besonders die Informationen von Whistleblowern brisant. Es sei laut dem Bericht ein Novum, dass sich direkte Mitarbeiter der Firmen bei der FCA melden, um ihren Arbeitgeber anzuschwärzen – in den vergangenen drei Jahren habe es das nicht gegeben.

Die veröffentlichten Zahlen fügen sich dabei in das Bild, das wir aus anderen Ländern haben. In den USA etwa verdreifachte sich die Zahl der Krypto-Gerichtsprozesse bereits im Juli. Insofern hat die Korrektur auch etwas Gutes: Sie korrigiert eben nicht nur den Preis, sondern kann auch dazu beitragen, den Markt von Betrügereien und Scams zu säubern.

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