Bitcoin-Futures: Kein Grund zur Panik
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Quelle: Bull and bear shapes that look like made of origami paper with symbols of stock market trends on them. Vector illustration. via shutterstock

Bitcoin-Futures: Kein Grund zur Panik

Mit dem Start der Bitcoin-Futures am 11. Dezember letzten Jahres hielt ein einflussreiches Finanzinstrument Einzug in die Krypto-Welt. Wer mit den Futures auf den heutigen Fall des Kurses gewettet hat, konnte Gewinne einstreichen. Es ist Zeit, die sogenannten Terminkontrakte nochmals zu erklären.

Der Ursprung der heutigen Futures reicht weit zurück und liegt in den Termingeschäften der Landwirtschaft des 17. Jahrhunderts. Der Deal war denkbar simpel: Bauern und ihre zukünftigen Käufer einigten sich über Preis und Menge eines bestimmten Rohstoffes und sicherten sich damit ab. Die Bauern konnten sich damit nicht nur sicher sein, ihre Ware abzusetzen. Vielmehr konnten sie mit einem gewissen Preis kalkulieren. Die Käufer konnten sich andererseits gegen einen Kursanstieg absichern – eine Win-Win-Situation.

Im Lauf des 19. Jahrhunderts wurde das System vom Finanzwesen adaptiert. Über die Termingeschäfte schloss man Verträge ab, die man fortan Terminkontrakte – oder eben Futures – nannte. Sie bildeten letztlich unter anderem Kreditversicherungen gegenüber Banken und wurden damit in den Börsenkreislauf eingespeist. Zum heutigen Tage gibt es diese Futures für jegliche verkaufbaren Dinge. Orangensaft, Soja, Öl – oder eben Bitcoin.

Bitcoin-Futures und die Wette auf den Kurs

Futures sind also Übereinkommen zwischen zwei Parteien, um Geschäfte vertraglich abzusichern. Einigen sich ein Käufer und ein Verkäufer auf einen Terminkontrakt, setzen sie sowohl den Termin als auch den Preis der jeweiligen Ware fest. Diese Ware – in unserem Fall der Bitcoin – wird dann zu einem von beiden Seiten festgesetzten Termin und Zeitpunkt gehandelt. Eine spekulative Angelegenheit also – gerade im Bereich der Kryptowährungen.

Beispiel, bitte?


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Nehmen wir also an, dass ein Investor im Dezember davon ausgeht, dass der Bitcoin-Kurs bis Mitte Januar weiter fällt. Er beschließt also, einen Terminkontrakt zu kaufen. Dazu muss er in Vorleistung gehen und eine Garantiezahlung leisten – einen Prozentsatz des Preises, den er im Januar für die Bitcoin bezahlen will. Im Prinzip wettet er also mit seinem Einsatz auf die Kursentwicklung. Da er davon ausgeht, dass der Kurs sinkt, spricht man hier von einer Future-Short-Position. Die Höhe des Gewinns hängt dann davon ab, wie hoch die Differenz zwischen Einkauf und Verkauf des Vertrags ist.

Der Käufer dieses Vertrags nimmt dann eine Long-Position ein – er wettet auf einen Kursanstieg. Wenn der Investor am Ende nicht recht behält und der Kurs steigt, wird der Verkäufer den Gewinn einstreichen. Das besondere an den Terminkontrakten ist es, dass letztendlich keine Bitcoin den Besitzer wechseln – sie profitieren nur von den Kursschwankungen (oder eben nicht).

Ein sicheres Geschäft?

Interessant wird es nun, wenn der Investor, der die Short-Position einnimmt, gleichzeitig Inhaber von Bitcoins ist. Kalkuliert er also mit einem gewissen Kursverfall zu einem bestimmten Zeitpunkt, schützt er sich im selben Moment vor ebendiesem. Wenn der Investor nun im Dezember eine gewisse Menge an Bitcoin besessen haben sollte, konnte er sich durch die Short-Position Profit sichern.

Wenn die Anzahl der gehaltenen Bitcoins im Verhältnis zur ausgeschütteten Menge nun angemessen hoch ist, ist eine Beeinflussung des Kurses durchaus möglich. Es ist jedoch anzunehmen, dass selbst im Fall einer solchen Beeinflussung kein Grund zur Panik besteht. Denn den Markt gänzlich zu zerlegen, sollte auch nicht im Interesse hypothetischer Investoren sein. Also: Abwarten.

BTC-ECHO

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