Wie Südkorea die Bitcoin-Begeisterung zügeln will

Tanja Giese

von Tanja Giese

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Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Quelle: Bitcoin and judge gavel laying on flag of South Korea. Bitcoin legal situation in South Korea concept. 3D rendering via Shutterstock

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Südkorea hat Maßnahmen verkündet, die die Begeisterung für Kryptowährungen im Land zügeln sollen. So soll Minderjährigen der Handel verboten und Investitionsrendite besteuert werden. Das Interesse der Südkoreaner an Bitcoin & Co. soll allerdings nicht komplett eingedämmt werden.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Das Bild von Südkorea in der Krypto-Welt ist kein eindeutiges: Während die Regierung die Ausgabe neuer ICOs verboten hat, ein weiteres Verbot für Bitcoin-Derivatgeschäfte plant und sich um die Jugend in einem Umfeld von digitalen Währungen sorgt, schreitet die Mainstream-Adaption des Bitcoin als Kryptowährung voran. Nun hat der Korea Herald von weiteren Maßnahmen berichtet, die regulierend in die Nutzung von Kryptowährungen im Land eingreifen sollen.

Der Anonymität an den Kragen

Um Minderjährige vom Handel mit digitalen Währungen auszuschließen, sollen Banken, die virtuelle Konten für Kryptowährungstransaktionen anbieten, die Identifizierung von Kontoinhabern bei der Erstellung neuer Konten überprüfen. Kunden, die unter die Altersgrenze von 19 Jahren fallen, soll untersagt werden, entsprechende Konten zu eröffnen. Auch Finanzinstituten sollen nicht in Kryptowährungen investieren oder diese beschaffen. Die Behörden werden außerdem prüfen, wie die Betreiber von Kryptowährungsbörsen verpflichtet werden können, die echten Namen der Benutzer zu überprüfen, die Speichersicherheit von Verschlüsselungscodes zu stärken und die Preise für Kaufpreise und Bestellungen offenzulegen.

Außerdem wird die Erhebung von Steuern auf Investitionserträge besonders geprüft. Mit Blick auf mögliche Straftaten im Zusammenhang mit Kryptowährungen sollen zudem die Strafmaßnahmen gegen kryptowährungsbedingte Betrügereien verschärft werden, fügte die Regierung hinzu.

Kryptobörsen atmen auf


Diese Forderungen wurden am Mittwoch, dem 13.12., in Seoul unter der Leitung von Hong Nam-ki, Minister des Amtes für Regierungspolitik, diskutiert. An dem Treffen, das von einer gesamtstaatlichen Task Force organisiert wurde, nahmen die zuständigen Regierungsvertreter teil, darunter der stellvertretende Justizminister Lee Keum-ro, der stellvertretende Vorsitzende der Finanzdienstleistungsbehörde Kim Yong-beom, der Vizeminister für Wissenschaft und Zukunftsplanung Kim Yong-soo und der stellvertretende Leiter der Bank of Korea Gouverneur Yoon Myun-shik.

Obwohl dabei einschneidende Veränderungen für die Krypto-Enthusiasten diskutiert wurden, drückten die Kryptowährungsbörsen ihre Erleichterung darüber aus, dass die Verordnung kein totales Verbot für die Branche darstellt. Der Grund für die Entscheidung gegen ein Totalverbot liegt auf der Hand: Der Krypto-Handel wäre damit in die Dunkelheit gerutscht und damit nicht mehr zu kontrollieren gewesen.

BTC-ECHO


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