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Stablecoin-Boom in Südkorea: Das steckt dahinter

Mit einer ambitionierten Stablecoin-Offensive versucht das asiatische Land derzeit seine Rolle als Krypto-Standort auszubauen – und zugleich die eigene Währung zu stärken.

Johannes Dexl
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Ein Stapel US-Dollar-Scheine, ein Börsendiagramm und digitale Grafiken überlagern eine südkoreanische Flagge und symbolisieren Finanzen, die Einführung von Stablecoins und die wirtschaftliche Aktivität in Südkorea.

Beitragsbild: Shutterstock

| Via Stablecoins soll der Südkoreanische Won in die Finanzwelt der Zukunft gebracht werden
  • Südkorea erlebt nach dem UST-Debakel von 2022 derzeit einen Neustart im Stablecoin-Sektor. Grund ist vor allem, dass der neue Präsident Lee Jae-Myung won-gedeckte Stablecoins zu einer nationalen Aufgabe erklärt hat. Kapitalabflüsse in tokenisierte US-Dollar sollen so gestoppt werden.
  • Die Bank of Korea unterstützt das Vorhaben grundsätzlich, fordert jedoch eine behutsame Einführung: Zunächst sollen nur streng regulierte Geschäftsbanken Stablecoins ausgeben, um Risiken für Geldpolitik und Zahlungssysteme zu begrenzen.
  • Regierung und Industrie verweisen auf konkrete Einsatzfelder wie E-Commerce, Gaming, den Export von K-Content sowie den Tourismus, da won-basierte Stablecoins Wechselkursgebühren verringern und Transaktionen beschleunigen könnten.
  • Auch der Privatsektor stellt sich bereits auf die neue Regulierungslandschaft ein. Zahlungsdienstleister wie KakaoPay und Großbanken wie KB Kookmin haben Marken- und Patentanmeldungen eingereicht und arbeiten an einem Bankenkonsortium, das noch 2025 den ersten Won-Stablecoin emittieren will.
  • Gleichzeitig spielt geopolitisches Kalkül eine Rolle. Seoul möchte nicht hinter die rasch voranschreitende US-Regulierung und die Dominanz von USDT, USDC und Co. zurückfallen.
  • Kritiker warnen jedoch, dass die internationale Nachfrage nach einem KRW-Token gering sein könnte. Manche mahnen zudem, ein staatlich geförderter Stablecoin könne zur faktischen CBDC werden.
  • Nicht zuletzt erfüllt das Stablecoin-Projekt ein zentrales Wahlversprechen Lees, der mit einer Pro-Krypto-Agenda besonders junge, technikaffine Wähler gewinnen konnte.
  • Die aktuelle Situation in Südkorea zeigt also, dass die tokenisierten Fiat-Pendants nicht nur in den USA – der Senat verabschiedete jüngst den GENIUS-Act – an Popularität gewinnen.
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Quellen

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