UNICEF, UNICEF vergibt 100.000 US-Dollar an Blockchain-Start-ups

UNICEF vergibt 100.000 US-Dollar an Blockchain-Start-ups

Im Januar rief das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen einen Wettbewerb aus, bei dem sich humanitär orientierte Blockchain-Start-ups um Finanzmittel durch den UNICEF bewerben konnten. Nun hat sich die Organisation für sechs Start-ups entschieden.

Über 100 Bewerbungen aus 50 verschiedenen Ländern gingen bei dem Kinderhilfswerk ein, die Juroren hatten also die Qual der Wahl. Die sechs Start-ups kommen unter anderem aus den Bereichen Transparenzbildung im Gesundheitssektor, Schaffung des Zugangs zu Mobiltelefonen sowie die Verbesserung der finanziellen Inklusion von Entwicklungsländern. Insgesamt vergibt UNIFEC 100.000 US-Dollar aus ihrem Innovation Fund anteilig an die sechs Start-ups. Dort ist man dann zusammen unter Gleichgesinnten, denn der Innovation Fund fördert bereits zwanzig Start-ups aus der Technologiebranche, heißt es in der Pressemitteilung.

„Die Blockchain-Technologie befindet sich noch in einem frühen Stadium – und es gibt eine Menge Experimente und Misserfolge. Wir müssen also noch viel lernen um festzustellen, wo der Einsatz der Blockchain-Technologie sinnvoll ist“,

sagte Chris Fabian, Hauptberater von UNICEF Innovation. Und weiter:

„Das ist genau die Phase, in der der UNICEF-Innovationsfonds investiert: Wenn unsere Finanzierung und unser Fokus auf gefährdete Bevölkerungsgruppen dazu beitragen können, dass eine Technologie auf die fairste und gerechteste Weise wächst und reift.“

Die Start-ups

Folgende sechs Blockchain-Unternehmen haben das Rennen um die Finanzmittel gemacht:

  • Atix Labs (Argentinien): Atix Labs entwickelt eine Funding-Plattform für kleine bis mittlere Unternehmen. Mithilfe der Plattform können Investoren transparent nachvollziehen, wohin ihr Investitionsvolumen geflossen ist.
  • Onesmart (Mexiko): Ziel des mexikanischen Start-ups One Smart ist, für eine transparente Zuordnung von öffentlichen Geldern für soziale Projekte für Kinder zu sorgen. Damit will das Unternehmen Korruption verhindern.
  • Prescrypto (Mexiko): Prescrypto kommt aus dem Gesundheitsbereich. Das Unternehmen möchte die Versorgungslage mit digitalen Rezepten in Entwicklungsländern verbessern. Prescrypto will Krankenakten ferner auf einer Blockchain ablegen.
  • Statwig (Indien): Statwig arbeitet an einer Supply-Chain-Anwendung für die Blockchain, mit deren Hilfe die Lieferketten von Impfstoffen verbessert werden können.
  • Utopixar (Tunesien): Das tunesische Start-up arbeitet an einem Blockchain-Tool, mit dessen Hilfe sich soziale Zusammenschlüsse und Gruppen besser organisieren können. Ein Teil des Produkts sieht ferner die Entwicklung einer Anwendung vor, die komplexe Entscheidungsfindungsprozesse vereinfachen soll.
  • W3 Engineers (Bangladesch): W3 Engineers will mit seiner Blockchain-Anwendung Geflüchteten dabei helfen, sich zu vernetzen. Die Plattform soll demnach auch offline und ohne die Zuhilfenahme von SIM-Karten funktionieren.

Neben den rein finanziellen Zuwendungen erhalten die Jungunternehmen Zugang zu technischer Unterstützung für die Entwicklung ihrer Produkte.


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