Robert Kiyosaki

Wer ist Robert Kiyosaki?

  Person

Robert Kiyosaki ist US-amerikanischer Unternehmer, Autor und Investor, bekannt durch sein 1997 erschienenes Buch „Rich Dad Poor Dad”. Das Buch zählt zu den bekanntesten Finanzbüchern weltweit und prägte eine Generation von Privatanlegern. Kiyosaki ist seit etwa 2020 ein prominenter öffentlicher Befürworter von Bitcoin als Schutz gegen Inflation und Währungsentwertung und empfiehlt neben Bitcoin auch Gold und Silber als Alternative zu staatlichen Fiatwährungen.

Vollständiger Name
Robert Toru Kiyosaki
Geboren
8. April 1947, Hilo, Hawaii, USA
Staatsangehörigkeit
US-amerikanisch
Bekannt für
„Rich Dad Poor Dad” (1997)
Unternehmen
Rich Dad Company
Position zu Bitcoin
Befürworter (seit ca. 2020)

Werdegang

  • 8. April 1947: Robert Toru Kiyosaki wird in Hilo, Hawaii, als Sohn einer japanisch-amerikanischen Familie geboren. Sein Vater ist Bildungsbeamter im Bundesstaat Hawaii.
  • 1969: Abschluss an der US Merchant Marine Academy in Kings Point, New York. Anschließend Dienst als Offizier in der US Navy.
  • 1972–1974: Einsatz als Kampfhubschrauberpilot der US Marine Corps im Vietnamkrieg. Kiyosaki erhält mehrere militärische Auszeichnungen.
  • 1977: Gründung seines ersten Unternehmens, das Nylonbrieftaschen für Surfer vertrieb. Das Unternehmen scheitert nach kurzer Zeit.
  • 1985: Mitgründung des Excellerated Learning Institute, das Lehrmaterialien und Kurse zu finanzieller Bildung anbietet.
  • 1997: Erscheinen von „Rich Dad Poor Dad”, zunächst im Selbstverlag. Das Buch wird nach seiner Aufnahme in den Warner-Books-Verlag zum weltweiten Bestseller.
  • 1999: Erscheinen des Brettspiels Cashflow, das Kiyosakis finanzielle Konzepte spielerisch vermittelt.
  • 2012: Rich Global LLC, eine Gesellschaft des Rich-Dad-Konzerns, meldet nach einem Gerichtsurteil über rund 24 Millionen US-Dollar Insolvenz (Chapter 7) an.
  • Ab 2020: Kiyosaki positioniert sich öffentlich als Bitcoin-Befürworter und empfiehlt Bitcoin neben Gold und Silber als Schutz vor Inflation.

„Rich Dad Poor Dad”: Finanzielles Denken neu definiert

„Rich Dad Poor Dad” stellt zwei väterliche Vorbilder einander gegenüber: den gut ausgebildeten, aber finanziell kämpfenden eigenen Vater (den „armen Vater”) und den wohlhabenden Vater eines Freundes (den „reichen Vater”). Die zentrale These: Der Mittelstand arbeite für Geld, während Wohlhabende Geld für sich arbeiten ließen. Kiyosaki unterscheidet dabei zwischen Aktiva, die Einkommen generieren, und Passiva, die Geld kosten. Ein Eigenheim gilt ihm beispielsweise als Passivum, solange es kein Mietinkasso abwirft. Das Cashflow-Brettspiel überträgt diese Konzepte in ein interaktives Format. Die Rich-Dad-Marke umfasst heute Dutzende von Büchern, Seminaren und Onlinekursen in zahlreichen Sprachen. Das Buch zählt zu den bekanntesten Finanzbüchern weltweit, steht aber auch für die Kritik an einer vereinfachenden Darstellung komplexer Finanzthemen.

Von Gold zu Bitcoin: Kiyosakis Anlagekonzept

Kiyosaki empfiehlt seit Jahrzehnten Gold und Silber als Alternative zu staatlichen Währungen. Seine Grundthese: Fiatwährungen verlören durch das Geldmengenwachstum von Zentralbanken langfristig an Kaufkraft. Gold und Silber seien „echtes Geld”, das nicht beliebig vermehrt werden könne. Diese Überzeugung übertrug er ab etwa 2020 auf Bitcoin. Er bezeichnet Bitcoin als „digitales Gold” und empfiehlt es als Schutz vor staatlicher Geldentwertung. Mit Aussagen wie „Save Bitcoin, not dollars” spiegelt er seine Skepsis gegenüber dem Finanzsystem wider. Kiyosaki hat öffentlich erklärt, in Phasen fallender Kurse Bitcoin nachgekauft zu haben. Über seinen genauen Bestand macht er keine Angaben. In verschiedenen Interviews nannte er Kursziele von 500.000 bis zu einer Million US-Dollar für Bitcoin, ohne präzise Zeitrahmen zu benennen.

Kritik und Kontroversen

Kiyosakis Werk und öffentliche Auftritte sind wiederholt Gegenstand von Kritik. Finanzjournalisten und Buchautoren haben in Frage gestellt, ob der „reiche Vater” der Bücher eine real existierende Person war oder eine literarische Konstruktion. Kiyosaki hielt an der Darstellung fest, ohne eindeutige Belege zu liefern. Fachleute aus der Finanzbranche bemängeln, dass seine Ratschläge Risiken bei Immobilien und gehebelten Investments ausblendeten. Die Insolvenz von Rich Global LLC im Jahr 2012 wurde von Kritikern als Widerspruch zu seinen Lehren über finanzielle Eigenverantwortung gewertet. Seine Bitcoin-Prognosen verbindet er regelmäßig mit Szenarien eines nahenden Systemzusammenbruchs und sehr hohen Kurszielen, was von Marktbeobachtern teils als emotionale Rhetorik eingestuft wird. Gleichzeitig hat seine öffentliche Befürwortung dazu beigetragen, Bitcoin einem breiten inflationssensiblen Publikum bekannt zu machen.

Häufige Fragen zu Robert Kiyosaki

Wer ist Robert Kiyosaki?

Robert Kiyosaki (* 8. April 1947, Hilo, Hawaii) ist US-amerikanischer Unternehmer, Autor und Investor. Er ist bekannt durch das 1997 erschienene Buch „Rich Dad Poor Dad”, das zu den bekanntesten Finanzbüchern weltweit zählt. Seit etwa 2020 gilt er als prominenter öffentlicher Befürworter von Bitcoin.

Was ist „Rich Dad Poor Dad”?

„Rich Dad Poor Dad” ist ein 1997 erschienenes Buch von Robert Kiyosaki, das die Grundsätze finanzieller Freiheit am Beispiel zweier väterlicher Vorbilder erläutert. Die Kernbotschaft: Wohlhabende Menschen lassen Geld für sich arbeiten, anstatt für Geld zu arbeiten. Das Buch hat weltweit Millionen Exemplare verkauft und eine umfangreiche Marke aus Büchern, Kursen und Brettspielen hervorgebracht.

Was versteht Kiyosaki unter Aktiva und Passiva?

Kiyosaki definiert Aktiva als Vermögenswerte, die Geld in die Tasche bringen, zum Beispiel vermietete Immobilien, Aktien oder Unternehmensbeteiligungen. Passiva hingegen kosten Geld, ohne Einkommen zu erzeugen. Ein selbstgenutztes Eigenheim gilt ihm als Passivum, solange es keine Mieteinnahmen generiert. Diese vereinfachte Unterscheidung ist ein zentrales Konzept in seinem Werk.

Warum empfiehlt Kiyosaki Bitcoin?

Kiyosaki sieht Bitcoin als Schutz vor der Entwertung staatlicher Währungen durch Geldmengenwachstum von Zentralbanken. Er argumentiert, dass das begrenzte Angebot von 21 Millionen Bitcoin Bitcoin aus seiner Sicht zu einem langfristigen Wertaufbewahrungsmittel mache, ähnlich wie Gold. Er bezeichnet Bitcoin als „digitales Gold” und empfiehlt es als Bestandteil eines Portfolios neben physischem Gold und Silber.

Welche Kursziele hat Kiyosaki für Bitcoin genannt?

Kiyosaki hat in verschiedenen Interviews und auf sozialen Medien Kursziele von 500.000 bis zu einer Million US-Dollar für Bitcoin genannt. Er verbindet diese Prognosen regelmäßig mit Szenarien einer schweren Wirtschaftskrise oder eines Zusammenbruchs des Dollarsystems. Konkrete Zeitrahmen nennt er dabei selten. Diese Aussagen werden von Marktbeobachtern unterschiedlich bewertet.

Hat Kiyosaki selbst Bitcoin?

Kiyosaki hat öffentlich bestätigt, Bitcoin zu halten, und erklärt, in Phasen sinkender Kurse nachgekauft zu haben. Seinen genauen Bestand hat er nicht offengelegt. Neben Bitcoin hält er nach eigenen Angaben auch Gold und Silber als physische Anlagen.

Wie steht Kiyosaki zu Gold und Silber?

Gold und Silber sind seit Jahrzehnten Kernbestandteile von Kiyosakis Anlagestrategie. Er bezeichnet sie als „echtes Geld”, das im Gegensatz zu Fiatwährungen nicht beliebig vermehrt werden könne. Bitcoin sieht er als digitale Ergänzung zu Gold, nicht als Ersatz. Er empfiehlt alle drei Anlageklassen als Schutz vor Inflation und staatlicher Geldentwertung.

Welche Kritik gibt es an Kiyosaki?

Kritiker bemängeln, dass Kiyosakis Bücher Finanzkonzepte vereinfachen und Risiken bei Immobilien und gehebelten Investments ausblenden. Die Existenz des „reichen Vaters” als reale Person wurde von Journalisten in Frage gestellt. Die Insolvenz einer seiner Unternehmenseinheiten im Jahr 2012 wurde als Widerspruch zu seinen Lehren gewertet. Seine Bitcoin-Prognosen gelten manchen Analysten als emotionale Rhetorik, da sie oft mit drastischen Krisenszenarien und unklaren Zeitrahmen verbunden sind.