Trotz des im Hintergrund schwelenden Iran-Konfliktes zeigten sich diverse Assetklassen im April überraschend stabil. Zwar musste der Goldpreis auf Monatssicht ein Minus von 1,4 Prozent hinnehmen, doch der US-Aktienindex S&P 500 legte um 10 Prozent zu, während Bitcoin sogar einen Kurszuwachs von 17 Prozent verzeichnete. Geht es nach Finanzbuchautor Robert Kiyosaki, dürfte sich der Wind jedoch bald drehen. In einem neuen X-Post warnt er vor dem “Giga-Crash 2026/27“, der möglicherweise zu einer “Great Depression” im Stil der 1930er Jahre führen könnte. Diese fast ein Jahrzehnt anhaltende Wirtschaftskrise war durch anhaltend hohe Arbeitslosenzahlen in den USA gekennzeichnet.
“Ich habe vor, reicher zu werden, nicht ärmer”, stellt Robert Kiyosaki allerdings klar, denn genauso habe er es “bei den Börsencrashs von 1987, 2000, 2008, 2015, 2019 und 2022” gehandhabt. Die Grundüberlegung des 79-Jährigen: “Bei einem Börsencrash, einer Rezession oder einer Depression werden erstklassige Vermögenswerte zu Schnäppchenpreisen angeboten”. Genau dann müsse man zuschlagen.
Vermögensschutz in Krisenzeiten
Schon in seinem 1997 erschienenen Bestseller “Rich Dad, Poor Dad” hatte er darauf verwiesen, dass der Gewinn für Investoren bereits im Einkaufspreis liegen würde. In den vergangenen Monaten empfahl Robert Kiyosaki immer wieder Gold, Silber und Bitcoin als nicht-staatliche Wertspeicher, um sich vor der Entwertung des US-Dollars und anderer Währungen zu schützen. Die größte Finanzlüge sei, dass es sich bei US-Staatsanleihen um ein sicheres Investment handelt. Von Standardratschlägen wie “guten Schulnoten” oder einem “breit diversifizierten Portfolio” hält er ohnehin nichts.
Mit einigen düsteren Prognosen lag Robert Kiyosaki in der jüngeren Vergangenheit jedoch falsch. Kritiker bezeichnen den Finanzbuchautor daher als “Crashpropheten”, der Halbwahrheiten verbreitet, um dadurch Aufmerksamkeit zu erzeugen. Zuletzt prognostizierte er eine weitere Explosion des Ölpreises mit schwerwiegenden Folgen für die Weltwirtschaft. Aufgrund der diplomatischen Bemühungen zwischen den USA und dem Iran pendelte sich der Brent-Ölpreis Ende April vorerst auf hohem Niveau ein.
