Iran greift Israel an Korrektur am Aktienmarkt sorgt für Abverkauf am Krypto-Markt

Der gesamte Krypto-Markt bricht im Zuge eines schwachen Wochenausklangs am klassischen Finanzmarkt zweistellig im Wert ein. Verstärkt wird der Abverkauf durch den Drohenangriff Irans auf Israel.

Stefan Lübeck
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Beitragsbild: Shutterstock

| Der Krypto-Markt bricht zwischenzeitlich massiv ein
  • Am gestrigen Freitagabend kam es binnen zwei Handelsstunden zu einem massiven Abverkauf im Krypto-Sektor.
  • Was war geschehen? Der Krypto-Markt folgte der Schwäche am klassischen Finanzmarkt. Neben den Kursrücksetzern in den Aktienindizes S&P500 und Nasdaq kam es auch bei den Edelmetallen Gold und Silber trotz einer starken ersten Tageshälfte zu einem bearishen Intradayreversal.
  • Infolge der News über eine möglicherweise bevorstehende militärische Auseinandersetzung zwischen Israel und dem Iran trennten sich Anleger sektorübergreifend von ihren Investments und flüchteten in den sicheren Hafen US-Dollar. Cash is King war die Devise, der US-Dollarindex DXY stieg in der Folge auf den höchsten Wert seit Anfang November 2023.
  • Nachdem sich die Befürchtungen einer Attacke gegen Israel am Samstagabend bewahrheiteten hatten, beschleunigte sich der Abverkauf.
  • Die Kryptoleitwährung Bitcoin (BTC) korrigierte mit sieben Prozent zwischenzeitlich ebenfalls recht deutlich, konnte bei 65.100 US-Dollar jedoch kurzfristig einen Boden finden und sich per Tagesschlusskurs zurück über die 67.100 US-Dollar retten. Seitdem konnte sich der BTC-Kurs weiter stabilisieren und handelt am Samstagnachmittag mit 67.700 US-Dollar knapp vier Prozent über seinem Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden.
  • Mit Blick auf den Altcoin-Sektor kam es hingegen zu deutlicheren Verwerfungen. Die Marktkapitalisierung des Altcoin-Index TOTAL3 verlor in der Spitze rund 15 Prozent an Wert. Einige Altcoins, darunter sogar Top-10 Altcoins wie Solana (SOL) brachen zwischenzeitlich sogar um 20 teils sogar um mehr als 30 Prozentpunkte ein.
  • Während Anleger den Kursrutsch bei manchen Altcoins aus zuletzt bullishen Sektoren wie dem AI-Sektor, die mehr als 50 Prozent vom Jahreshoch korrigiert waren, für Neueinstiege nutzten und zum Beispiel Render Token (RNDR) ausgehend vom Tagestief rund 40 Prozentpunkte zurück gen Norden hievten, rangieren andere ohnehin schlecht performende Top-100 Altcoins auch am Samstagnachmittag weiter schwach und rangieren im Bereich ihrer 24 Stundentiefs.
  • Für einige Altcoins war dieses der massivste Kurseinbruch seit dem Jahr 2022 und damit sogar stärker als der Abverkauf vom 5. März 2024.
  • Einmal mehr scheint sich die Gier und Sorglosigkeit der Anleger, welche sich in den letzten Wochen in einer Suche nach dem nächsten Bonk, Brett und Dogwifhat äußerte, zu rächen.
  • Rund eine Woche vor dem Halving scheint der, auch schon vor den letzten BTC-Halving Terminen aufgetretene Pre-Halving Dip, abermals Realität geworden zu sein.
  • Laut Coinglass.com wurden in den letzten 24 Handelsstunden gehebelte Long- und Shortpositionen in einem Umfang von 866 Millionen US-Dollar liquidiert.
  • Gänzlich unerwartet kam die Kurskonsolidierung jedoch nicht, in der neusten Bitcoin-Kursanalyse vom 3. April war bereits auf eine mögliche Schwäche der Krypto-Leitwährung vor dem Halving-Termin hingewiesen worden.
  • Der deutliche Kursrücksetzer könnte jedoch auch etwas für sich haben. Zum einen sind die Finanzierungsraten für gehebelte Future-Produkte auf Bitcoin, Ethereum und Co. komplett zurückgesetzt, teilweise nun sogar negativ, zum anderen deuten weitere Faktoren darauf hin, dass die Aufwärtsbewegung zwar kurzfristig einen Rücksetzer erfahren hat, aber übergeordnet weiter intakt ist.
  • Dass nun auch Spot-ETFs auf Bitcoin und sogar Ethereum in Hongkong in den Startlöchern stehen könnten, dürfte die Nachfrage mittelfristig zusätzlich befeuern.
  • Wie schlimm diese Korrektur noch werden könnte, welche strukturellen Probleme Altcoins belasten und wann die Kurse am Krypto-Markt wieder anziehen könnten, wird in diesem Artikel ausführlich erläutert.
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