- Sam Bankman-Fried, der in Ungnade gefallene Gründer der insolventen Kryptobörse FTX, meldet sich erstmals seit Anklageerhebungen zu Wort.
- In einem Blogpost verteidigt sich der 30-Jährige gegen anhaltende Betrugsvorwürfe. Er habe “keine Gelder gestohlen”, schreibt “SBF”. Darüber hinaus wiederholt er diverse Behauptungen, rund um den Untergang von FTX und seines Krypto-Hedgefonds Alameda Research.
- Letzterer soll dabei infolge der “angespannten makroökonomischen Situation” in Schieflage geraten seien.
- Der Schuldige am Niedergang von FTX sei demnach nicht Bankman-Fried, sondern Binance-Gründer Changpeng “CZ” Zhao. Dieser habe durch eine “extrem effektive, monatelange PR-Kampagne” den Untergang herbeigeführt.
- CZ gab am 6. November, wenige Tage vor dem FTX-Crash, die Liquidierung von FTX Token bekannt. Der Binance-Chef wies die Vorwürfe einer gezielten Attacke zurück.
- Darüber hinaus betont SBF nach wie vor die Solvenz des US-Ablegers FTX.US.
- Den Ausführungen des einstigen “Washingtoner Lieblings” widerspricht sowohl der neue FTX-CEO John J. Ray III., ehemalige Weggefährten wie Caroline Ellison oder Gary Wang als auch Vertreter verschiedener US-Behörden.
- Die US-Staatsanwaltschaft klagt Bankman-Fried in insgesamt acht Punkten an. Neben Betrug geht es dabei auch um Verstöße gegen das Gesetz zur Wahlkampffinanzierung.
- Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 115 Jahre Haft.
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