CFTC-Chef fordert neue Regeln 

US-Finanzaufsicht kündigt “Massen-Tokenisierung” an

Die CFTC stellt sich auf eine breite Tokenisierung der US-Finanzmärkte ein. Behördenchef Michael Selig will dafür auch die Regulierung anpassen.

Moritz Draht
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Michael Selig steht neben Donald Trump

Beitragsbild: picture alliance

| CFTC-Chef Michael Selig fordert eine breite Tokenisierung der Finanzmärkte

Die US-Finanzaufsicht CFTC will die Märkte auf eine breite Tokenisierung vorbereiten. Behörden und Marktteilnehmer müssten die Voraussetzungen für eine “Massen-Tokenisierung” schaffen und sich an Technologien wie Blockchain und künstliche Intelligenz anpassen, erklärte CFTC-Chef Michael Selig am Dienstag auf der U.S. Treasury Market Conference bei der Federal Reserve Bank of New York. Die Veranstaltung befasste sich unter anderem mit Stablecoins und Tokenisierung.

“Mit Entwicklungen wie Tokenisierung, Onchain-Finanzmärkten und 24/7-Handel wird das kommende Jahrzehnt die Finanzmärkte wahrscheinlich stärker verändern als die vergangenen Jahrzehnte zusammen”, sagte Selig. Die USA müssten ihre Regulierung entsprechend weiterentwickeln und Innovation ermöglichen.

CFTC öffnet sich Stablecoins

Erste Schritte in diese Richtung hat die CFTC bereits unternommen. Die Behörde beschäftigt sich unter anderem mit einem durchgängigen Handel an regulierten Märkten. Im Februar erweiterte sie zudem die Liste zulässiger Sicherheiten um Stablecoins, die von national zugelassenen Trust Banks ausgegeben werden.

Bei Stablecoins will Selig diesen Kurs fortsetzen. Die CFTC werde nach weiteren Möglichkeiten suchen, deren “verantwortungsvolle Nutzung” durch Marktteilnehmer, Börsen und Clearingstellen zu fördern.

Auch andere US-Behörden beschäftigen sich zunehmend mit der Verlagerung traditioneller Finanzprodukte auf die Blockchain. Die SEC veröffentlichte vergangene Woche ihre sogenannte “Innovation Exemption”, die unter anderem den Onchain-Handel tokenisierter Aktien erleichtern soll.

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