Mit Open USD (OUSD) entsteht ein neuer Stablecoin, der sich gezielt an Unternehmen richtet. Hinter dem Projekt steht die Initiative Open Standard, der nach eigenen Angaben bereits mehr als 140 Unternehmen angehören. Zu den Partnern zählen unter anderem Visa, Mastercard, Stripe, BlackRock, Coinbase, Google und Shopify. Der Stablecoin soll noch in diesem Jahr starten.
Open Standard setzt auf gemeinsames Modell
Anders als bei etablierten Stablecoin-Anbietern soll Open USD nicht von einem einzelnen Unternehmen kontrolliert werden. Stattdessen übernimmt Open Standard als unabhängige Organisation die Verwaltung. Entscheidungen sollen von einem Gremium getroffen werden, das sich aus den Partnerunternehmen zusammensetzt.
Auch das Geschäftsmodell unterscheidet sich von bestehenden Angeboten. Unternehmen können Open USD nach Angaben der Initiative kostenlos und ohne Volumenbegrenzung prägen oder einlösen. Gleichzeitig fließt der Großteil der Erträge aus den Reservevermögen an die Partner zurück. Lediglich eine Verwaltungsgebühr soll die Betriebskosten decken, wie aus dem Bericht hervorgeht.
Open-Standard-Mitgründer Zach Abrams begründet den Ansatz mit den bisherigen Hürden für Unternehmen: “Bestehende Stablecoins haben viele Stärken. Für den Einsatz im großen Maßstab brauchen Unternehmen aber eine Lösung, die offen, kostengünstig, leistungsfähig und auf ihre Interessen ausgerichtet ist.”
Große Zahlungsnetzwerke schließen sich an
Visa-Kryptochef Cuy Sheffield bezeichnete Open USD auf X als “gemeinsamen Stablecoin für das globale Finanzsystem”. Ziel sei es, zusammen mit mehr als 100 Partnern eine gemeinsame Infrastruktur für digitale Dollar-Zahlungen aufzubauen.
Auch Mastercard sieht darin einen wichtigen Schritt für die Verbreitung von Stablecoins. Produktchef Jorn Lambert erklärte, eine gemeinsame und interoperable Infrastruktur sei entscheidend, um Stablecoins stärker in das bestehende Finanzsystem einzubinden. Stripe verfolgt ähnliche Pläne. Technologiepräsident Will Gaybrick sagte, Open USD solle sich zum Standard-Stablecoin für Unternehmen entwickeln, die die Zahlungsplattform nutzen.
