Know-Your-Customer Auftragskiller in Bitcoin über Coinbase bezahlt

Schlagzeile
Daniel Hoppmann

von Daniel Hoppmann

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Teilen
Ein Haufen Bitcoin liegt um ein Display, das das Logo der Coinbase-App zeigt.

Quelle: Shutterstock

Jetzt anhören
BTC36,806.00 $ -0.46%

Im US-Bundesstaat Tennessee soll ein Mann einen Auftragsmörder über Coinbase in Bitcoin bezahlt haben, um seine Frau umbringen zu lassen.

Viele schätzen Bitcoin nicht nur für seine wertspeichernden Eigenschaften, sondern auch für die Transparenz des Netzwerks. Wie Decrypt nun berichtet, half diese Transparenz der Polizei im US-Bundesstaat Tennessee, einen Mann zu fassen, der einen Attentäter für den Mord an seiner Frau angeheuert haben soll. Bezahlt wurde dabei in Bitcoin. Den Behörden gelang es, die Transaktion zu einer Coinbase Wallet zurückzuverfolgen. Nach Aufforderung der Strafverfolgungsbehörden rückte die Krypto-Börse nicht nur den Namen, sondern auch die Bankverbindung, die Wohn- und E-Mail-Adresse sowie ein Foto des Tatverdächtigen heraus. Der Internetanbieter verifizierte, dass die Transaktion tatsächlich aus dem Haus des Nelson R. kam. Auch die Bank bestätigte, dass der vermeintliche Täter sein persönliches Konto verwendete, um Einzahlungen auf seine Coinbase Wallet vorzunehmen.


Während Nelson R. bereits in Gewahrsam ist, fehlt von dem Attentäter jede Spur. Der Grund dafür dürfte mit ziemlicher Sicherheit der Umstand sein, dass der Killer für die Bitcoin-Transaktionen keinen kommerziellen Dienst wie Coinbase nutzte, sondern sich auf seine eigene persönliche Wallet verließ, die nicht auf seine Identität zurückzuführen und an keine Know-Your-Customer-Regeln gebunden ist.

Bericht schätzt kriminelle Transaktionen von Bitcoin und Co. auf unter 1 Prozent

Die Anonymität des Bitcoin-Netzwerks ist Segen und Fluch zugleich. Einerseits gewährt sie den Nutzern ein hohes Maß an Privatsphäre, andererseits erschwert es Strafverfolgungsbehörden kriminelle Handlungen nachzuvollziehen. Denn anders als Nelson R. verwenden viele Kriminelle natürlich keine öffentlichen Dienstleister wie Coinbase oder Binance, um Transaktionen durchzuführen. Dies kritisieren auch viele Bitcoin-Gegner. Trotzdem sagt der Crypto-Crime-Bericht des Analyse-Unternehmen Chainalysis, dass in 2020 nur 0,34 Prozent aller Kryptotransaktionen tatsächlich kriminellen Ursprungs waren. Wie genau diese Zahlen zustande kommen und was alles in dem Bericht untersucht wurde, könnt ihr hier nachlesen.


Teilen
Newsletter
Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail
Ich stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse für den Versand des Newsletters gespeichert und verarbeitet wird. Weitere Hinweise
Weitere Schlagzeilen

VerkaufssignaleCoinbase: Experte stuft Aktie herunter und rät zum Verkauf

1 Stunde

Die Coinbase-Aktie wird von der Investmentbank Raymond James mit “Underperform” bewertet und einer Verkaufsempfehlung versehen. Der Grund dafür ist laut dem Experten der steigende Konkurrenz- und Preisdruck.


Seit knapp zwei Monaten ist die Aktie der Kryptobörse Coinbase auf dem Markt. Wurde sie anfangs noch zu einem Preis von 328 US-Dollar gehandelt, ist der Preis mittlerweile auf 226 US-Dollar gesunken. Als äußerst ungünstig für den Kursverlauf erwies sich dabei eine Ankündigung der Administration des US-Präsidenten Biden, die Kapitalertragssteuer massiv zu erhöhen. Die bedeutungsschwangeren Tweets von Elon Musk und der Flash Crash aus der Mitte des vergangenen Monats taten ihr Übriges. 

Angesichts dieser Entwicklungen hat der in Florida ansässige Finanzdienstleister Raymond James die Aktie mit einem “Underperform”-Rating versehen. Er macht überdies darauf aufmerksam, dass durch höheren Konkurrenzdruck die transaktionsbasierten Gewinne des Unternehmens zurückgehen würden. “Underperform” bedeutet, dass die Aktie in den nächsten sechs bis zwölf Monaten voraussichtlich schlechter abschneiden wird als der S&P 500-Index und daher verkauft werden sollte.

Coinbase lebt von hohen Transaktionsgebühren

In einer Kundenmitteilung von diesem Mittwoch schrieb der Analyst Patrick O’Shaughnessy laut CNBC, dass ein Mangel an Eintrittsbarrieren den stärkeren Wettbewerb unter den Kryptobörsen unvermeidlich macht und die Einnahmen von Coinbase folglich sinken werden. Es ist das erste “Underperform”-Rating der Aktie, wie aus den von CNBC zitierten Daten hervorgeht. Die Einnahmen der Kryptobörse beruhen größtenteils auf Handelsgebühren. Diese sind im Vergleich zu Mitbewerbern bereits zwar schon recht hoch. Der Experte geht jedoch davon aus, dass der Konkurrenzdruck steigt und damit die Einnahmen von Coinbase sinken werden. 

Gunst der StundeLedger: Start-up sammelt in Investorenrunde 380 Millionen US-Dollar ein

18 Stunden

Krypto-Startups nutzen die Gunst der Stunde. So hat Ledger eine Finanzierung in Höhe von 380 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Das französische Unternehmen ist jetzt mehr als 1,5 Mrd. USD wert.

Das Start-up Ledger bietet Hardware und Software zur Sicherung von Kryptowährungen an. Nun ist es dem Unternehmen gelungen, 380 Millionen US-Dollar in einer neuen Finanzierungsrunde aufzubringen. Damit ist die Bewertung von Ledger auf mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar angestiegen. Als CEO des in Paris ansässigen Start-ups fungiert Pascal Gauthier. Er betonte, für die Investorenrunde den richtigen Zeitpunkt gewählt zu haben, da sich der Kryptomarkt seit vergangenem Oktober im Aufwind befindet, auch wenn die Kurse zuletzt wieder deutlich unter Druck gerieten.

10T Holdings, ein auf Krypto fokussierter Fonds, der kürzlich von Investor Dan Tapiero gegründet wurde, führt die Investorenrunde an. Weitere Unterstützung kommt überdies von Investoren wie Cathay Innovation, Draper Esprit, Draper Associates, Draper Dragon, DCG, Korelya Capital und Wicklow Capital.

Ledger hat die Hardware-Wallet Nano auf dem Markt

Ledger ist die marktführende sichere Schnittstelle für Investoren, die einen sicheren Zugang zur Welt der digitalen Vermögenswerte suchen. Zu den Produkten des Start-ups gehören die weltweit beliebteste Hardware-Wallet für Cryptocurrency-Assets Nano S. Mit dem Nano X ist mittlerweile ein Nachfolger auf dem Markt. Auch die derzeit wohl als benutzerfreundlichste und sicherste geltende Management-Plattform für Kryptowährungen sowie die laut Meinung vieler Experten beste Sicherheitslösung für digitale Assets für Finanzinstitute ist ein Werk des französischen Start-ups.

Banking-Blockchain-BrückeDeFi-Türöffner: TEN31 Bank und Nimiq tokenisieren Fiatgeld

21 Stunden

Durch die Tokenisierung von Fiatgeld vernetzen die deutsche TEN31 Bank und das Blockchain-Projekt Nimiq Bankgeschäfte mit dezentralen Finanzdienstleistungen.

Mit dem OASIS-Protokoll hat die deutsche TEN31 Bank zusammen mit dem Blockchain-Projekt Nimiq eine Schnittstelle zwischen traditionellem Banking und dem Blockchain-basierten Zahlungsverkehr geschaffen. OASIS steht dabei für Open Asset Swap Interaction Scheme, zu Deutsch etwa “offenes Asset-Swap-Interaktionsschema”, und erlaubt genau das: Die Tokenisierung von Fiat-Währungen wie Euro oder Dollar, die sich somit auf der Blockchain nutzen lassen.

Banking-Blockchain-Brücke von TEN31 und Nimiq

Auch in die umgekehrte Richtung ermöglicht das OASIS-Protokoll den reibungslosen Swap, also die Umwandlung von Kryptowährungen wie Bitcoin in Fiat-Währungen wie den Euro oder US-Dollar. Insbesondere im Bereich dezentraler Finanzen (DeFi) dürfte die Technologie ihre Stärken ausspielen. “Sämtliche dezentrale Finanzdienstleistungen können das OASIS-Protokoll nutzen, um Transaktionen zwischen Fiat- und digitalen Währungen effizient abzuwickeln”, heißt es in der Pressemitteilung, die BTC-ECHO vorliegt.

Die browserbasierte Nimiq Wallet ist als erste Anwendung an das OASIS-Protokoll angebunden. Auch hier zielt Nimiq auf Nutzerfreundlichkeit ab. Für die Einrichtung benötigt man lediglich ein europäisches SEPA-Instant-fähiges Girokonto. Eine zusätzliche Kontoeröffnung sowie die Angabe persönlicher Daten und eine Registrierung über eine Krypto-Börse ist für die Nutzer:innen nicht erforderlich. Das Krypto-Portfolio ist zum Launch jedoch noch begrenzt. Zunächst können nur Bitcoin und die Nimiq-Kryptowährung NIM erworben und verkauft werden.

PartnerschaftBloxxon schließt sich Blockchain-Projekt von Polymath an

22 Stunden

Die Berliner FinTech-Plattform Bloxxon tritt als Authoring Node in das Polymesh-Testnet ein. Gemeinsam möchte man die auf Security Token spezialisierte Blockchain ausbauen.

Die Bloxxon AG klingt sich als neuer Authoring-Node-Betreiber in das Polymesh-Testnet ein. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die BTC-ECHO vorliegt. Künftig wird das Berliner FinTech an der Sicherung des Polymesh-Netzwerks beteiligt sein. Das Projekt des Krypto-Unternehmens Polymath hat sich zum Ziel gesetzt, eine Plattform für Security Token zu bauen. Genauer handelt es sich um eine spezielle Blockchain für regulierte Assets, Kapitalmärkte und Open Finance. Dabei arbeite man ausschließlich mit bekannten, vertrauenswürdigen und verifizierten Kapitalmarktteilnehmen zusammen. Einer davon ist nun Bloxxon.

Bloxxon stellt als Fintech-Plattform Banken und Finanzinstituten Dienstleistungen und Technologien zur Verfügung, die ihr Geschäft im Bereich Krypto und digitalen Vermögenswerten auf- und ausbauen wollen.

Begeisterung über Blockchain-Partnerschaft

Über die neue Partnerschaft zeigte sich CEO Didier Goepfert begeistert:

Security-Token bieten eine neue Klasse von Vermögenswerten und die Technologie, mittels der sie betrieben werden, wird bei der Entscheidung über ihren Erfolg oder Misserfolg eine entscheidende Rolle spielen. Da Polymesh speziell für regulierte Assets entwickelt wurde, können wir darauf vertrauen, dass die Technologie mit den Marktanforderungen Schritt halten kann. Wir freuen uns auf unser wachsendes Engagement in der Blockchain.

Didier Goepfert, Bloxxon CEO

Und auch Polymath Interims-CEO Chris Housser ist erfreut über das Engagement von Bloxxon.

Wir freuen uns sehr, dass Bloxxon, einer der führenden Krypto- und Digital-Asset-Dienstleister, sich dem Polymesh-Netzwerk anschließt und zu dessen Sicherheit beiträgt.

Polymath Interims-CEO Chris Housser

Damit eine Blockchain wirklich funktioniere, bedürfe es viele Teilnehmer. Gleichzeitig sei jedoch auch die Identität der einzelnen Node-Betreiber wichtig – vor allem bei regulierten Wertpapieren. Zuvor geriet Polymath bereits in den Fokus der Öffentlichkeit, als es seine Fractal-Verifizierungssoftware vorstellte, welche Nutzern ein schnelles und gesetzeskonformes Onboarding auf Polymaths Blockchain ermöglicht.