Regulierung in der Wochenrückschau KW#27 – Neue Gewitterwolken ziehen auf

Quelle: Blurred asphalt road and dark thunder clouds over it via Shutterstock

Regulierung in der Wochenrückschau KW#27 – Neue Gewitterwolken ziehen auf

In der zurückliegenden Woche ist rund um den Globus mal wieder viel in Sachen Regulierung geschehen. In der Reihe „Regulierung in der Wochenrückschau“ blicken wir zum Wochenausklang zurück und fassen zusammen, was wann wo und von wem gesagt, gedacht oder beschlossen wurde.

Philippinen: Lizensierung auf 25 Exchanges begrenzt

Die staatliche Behörde Cagayan Economic Zone Authority, die für die Sonderwirtschaftszone der Philippinen zuständig ist, entwirft Regeln zur Kryptoregulierung. Dabei soll die Ausgabe von Lizenzen an Krypto-Exchanges auf 25 begrenzt werden. Jede Exchange wird dazu mit 20 bis 30 Unterlizenzen für Trader und Broker ausgestattet. Ursprünglich waren sogar nur zehn Lizenzen geplant, diese Zahl wurde jedoch erhöht, da bereits mehr als 60 Anträge auf Erteilung einer Lizenz eingegangen sein sollen.

Thailand: Klassifizierung von Währungen und Wertpapieren

In Thailand umgeht man die Frage, ob Kryptowährungen als Währungen oder als Wertpapiere reguliert werden müssen. Stattdessen hat man kurzerhand ein ganz eigenes Gesetz für diese Asset-Klasse geschrieben. Darin werden Kryptowährungen zwei Funktionen zugeschrieben, nämlich die Tauschfunktion einer Währung und die Investment-Funktion eines Wertpapiers. Krypto-Exchanges müssen sich derweil beim Finanzministerium des Landes lizensieren.

Steuerverbrechen: Fünf Nationen arbeiten zusammen

Die Steuervollzugsbehörden aus fünf NATO-Staaten schließen sich zusammen, um gemeinsam effektiver gegen transnationale Steuerkriminalität vorzugehen. Sie formen die Joint Chiefs of Global Tax Enforcement, auch J5 genannt. Die Zusammenarbeit soll darin bestehen, gemeinsam Informationen zu sammeln, Kenntnisse untereinander auszutauschen und zusammen Operationen durchzuführen.

Indien: Schließung der Bankkonten von Krypto-Exchanges nun in Kraft

Am 5. April hatte die Reserve Bank of India (RBI) alle Banken des Landes angewiesen, mit einer Frist von drei Monaten ihre Geschäftsbeziehungen zu Krypto-Exchanges zu beenden. Das beinhaltet auch die Schließung von Konten, die diese Exchanges bei den Geschäftsbanken hatten. Seit dem 5. Juli ist das Gesetz in Kraft getreten. Am 2. Juli scheiterte ein Versuch vor dem indischen Supreme Court, die Regelung noch zu verhindern.

Lies auch:  Bitcoin ETF: SEC vertagt Entscheidung erneut

UK: Chief Blockchain Officer gefordert

FREER, eine Kampagne des englischen Parlamentsmitglieds Eddie Hughes, fordert die Regierung dazu auf, die Blockchain-Technologie künftig mehr in ihr Handeln zu integrieren. Neben den Anwendungsmöglichkeiten in Gesundheitswesen, Wertschöpfungsketten und Finanzen geht es in der Kampagne um die Wahrung der persönlichen Freiheit. Ein Chief Blockchain Officer soll indes dafür sorgen, dass sich die Technologie auf allen Ebenen durchsetzt.

Iran: Regierung zensiert Krypto-Exchanges

Im Iran wurden vonseiten der Regierung offenbar im großen Stil Krypto-Exchanges zensiert. Dadurch hatten viele Iraner Probleme, auf ihre Konten zuzugreifen. Der Bitcoin und andere Kryptowährungen erfreuen sich in Iran einer großen Beliebtheit, da die eigene Währung instabil, der US-Dollar aufgrund von Sanktionen jedoch schwer erreichbar ist. Durch die Zensur verfolgt die iranische Regierung offenbar die Absicht, Geld im Land zu haben und die Landeswährung wieder zu stärken.

Usbekistan: Kryptowährungen werden legal

Die usbekische Regierung hat die Legalisierung von Kryptowährungen und die Implementierung der Blockchain-Technologie in Regierung und Wirtschaft beschlossen. Präsident Shavkat Mirziyoyev unterzeichnete dazu ein neues Dekret, das die Lizenzvergabe für den Handel mit Kryptowährungen regelt. Das Dokument stellt zudem die Regulierung von Kryptomining und Blockchain-Applikationen in Aussicht.

Rumänien: Gesetzentwurf zur Kryptoregulierung

Das rumänische Finanzministerium hat einen Gesetzesentwurf veröffentlicht, der die Ausgabe von digitalem Geld regelt. Der Entwurf beschreibt digitales Geld als elektronisch gelagerten Geldwert, der einen Anspruch des Halters an den Herausgeber des Geldes darstellt. Zudem muss der Halter mit dem Geld Transaktionen durchführen können. Laut diesem Dokument muss jede Institution, die elektronisches Geld ausgeben möchte, ein Vermögen von mindestens 350.000 Euro besitzen. Zudem müssen ihre Mitglieder eine Genehmigung der rumänischen Nationalbank vorweisen können.

Lies auch:  Cambridge: Zweiter Krypto-Report zum globalen Blockchain-Ökosystem

BTC-ECHO

Kennst du schon unseren Krypto-Shop?: Hardware-Wallets, Krypto-Lektüren, Bitcoin-Schlüsselanhänger, Bitcoin-Sammlermünzen, coole Shirts oder eine Bitcoin-Beginner Box für den einfachen Einstieg in die Krypto-Welt. Hier wirst du sicher fündig. Zum Shop


Anzeige

Ähnliche Artikel

IBM: Blockchain-VP Jesse Lund sieht Bitcoin-Kurs langfristig bei einer Million US-Dollar
IBM: Blockchain-VP Jesse Lund sieht Bitcoin-Kurs langfristig bei einer Million US-Dollar
Bitcoin

John McAfee ist nicht der Einzige, der einen Bitcoin-Kurs von einer Million US-Dollar für möglich hält.

Eine vergessene Anlageklasse: Die Anleihe und ihr Comeback durch Security Token
Eine vergessene Anlageklasse: Die Anleihe und ihr Comeback durch Security Token
Kommentar

Die Meldung ist wie eine Bombe eingeschlagen: Das Berliner Krypto-Start-up Bitbond hat diese Woche bekanntgegeben, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ihrem STO-Antrag stattgegeben hat.

Newsletter

Die besten News kostenlos per E-Mail

Finde einen Job mit Zukunft

    Aktuell

    Das sind die 5 großen Bitcoin-Wertversprechen
    Das sind die 5 großen Bitcoin-Wertversprechen
    Bitcoin

    Während des Krypto-Winters lohnt es sich, immer mal wieder einen kritischen Blick auf den fundamentalen Wert seines Investments zu werfen.

    IBM: Blockchain-VP Jesse Lund sieht Bitcoin-Kurs langfristig bei einer Million US-Dollar
    IBM: Blockchain-VP Jesse Lund sieht Bitcoin-Kurs langfristig bei einer Million US-Dollar
    Bitcoin

    John McAfee ist nicht der Einzige, der einen Bitcoin-Kurs von einer Million US-Dollar für möglich hält.

    Nutzerdaten auf der Blockchain – Facebook-CEO Mark Zuckerberg spricht über Pro und Kontra
    Nutzerdaten auf der Blockchain – Facebook-CEO Mark Zuckerberg spricht über Pro und Kontra
    Blockchain

    Facebook-Gründer Mark Zuckerberg diskutierte in einem Interview mit Harvard-Professor Jonathan Zittrain den Einsatz von Blockchain im Internet.

    Brasilianische Bank BTG Pactual plant 15-Millionen-US-Dollar-STO
    Brasilianische Bank BTG Pactual plant 15-Millionen-US-Dollar-STO
    Invest

    Die brasilianische Bank BTG Pacual SA plant Angaben ihres CTOs zufolge die Herausgabe eines Security Token.

    Angesagt

    Continental, Siemens und Commerzbank testen „Blockchain“ im Geldmarkt
    Unternehmen

    Continental, die Commerzbank und Siemens vermelden ihre erste erfolgreiche „Blockchain“-Transaktion.

    Im Visier der Bundesbehörden: FBI bittet Bitconnect-Opfer um Mithilfe
    Sicherheit

    Das Federal Bureau of Investigation (FBI) bitte Bitconnect-Opfer bei der Aufklärung der Hintergründe des Scams um Mithilfe.

    DEX-Duell: Bancor vs. Uniswap
    Krypto

    Der Kampf um die Vorherrschaft der dezentralen Exchanges (DEX) geht in die nächste Runde.

    Krypto-Adaption: Bahrain gibt Bitcoin eine Chance
    Regulierung

    Bahrain gibt Bitcoin (BTC) eine Chance. Dafür hat die Zentralbank des Landes eine Testumgebung veröffentlicht.

    ×
    Anzeige