Rechenleistung für UNICEF: Spenden durch Krypto-Mining

Fabian Kaul

von Fabian Kaul

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Fabian Kaul

Fabian Kaul hat Neuere Deutsche Literatur in Göttingen studiert. Seit März 2018 schreibt er als freier Redakteur für BTC-ECHO. Sein Hauptinteresse gilt den Chancen und Risiken, die sich aus dem Themenkomplex Blockchains und Kryptowährungen für die Gesellschaft ergeben.

Quelle: Hands pleading believe hope via Shutterstock

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UNICEF Australien hat eine neue Website erstellt. Auf der Hopepage können Nutzer ihre Rechenleistung für Krypto-Mining zur Verfügung stellen. Die Einnahmen sollen Kindern in Krisengebieten zugutekommen.

UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, setzt sich seit 1946 für Kinder in Krisengebieten ein. Die Organisation versorgt bedürftige Kinder beispielsweise mit Trinkwasser, Essen und Medizin. Das Budget dafür bezieht UNICEF aus Spenden. UNICEF Australien geht mit der Hopepage einen weiteren Schritt in die Zukunft. Spender können jetzt auch über fortschrittliche Möglichkeit wie Rechen-Power der Organisation Spenden zukommen lassen.

Mit der Hopepage (Rechenleistung) spenden


Beim Mining werden Transaktionen einer Kryptowährung durch Rechenleistung bestätigt. Der Miner erhält für diesen Rechenaufwand eine monetäre Belohnung, zum Beispiel Bitcoin. Das Konzept von UNICEF sieht vor, dass Spender Mining betreiben und die Belohnungen für ihren Rechenaufwand UNICEF überlassen. Den Erlös nutzt UNICEF für karitative Projekte.

Die Mining-Spende an UNICEF funktioniert dabei denkbar einfach. Sie müssen keine Datei herunterladen, sondern lediglich die Hopepage besuchen. Per Klick auf „Start Donating“ beginnt der Computer sofort mit dem Mining-Prozess. Die zur Verfügung gestellte Rechenleistung kann anschließend mit einem Schieberegler angepasst werden. Möglich sind Werte von 20 bis 80 Prozent der Rechenleistung des Computers. Das Mining findet so lange statt, wie die Website geöffnet ist. Schließt man den entsprechenden Tab, beendet man damit die Rechenleistungsspende. Die Mining-Erträge fließen direkt an UNICEF Australien.

Spender bezahlen auf diese Weise lediglich den Strom, den ihr Computer für das Mining benötigt. Da Mining in der Regel kommerziell betrieben wird, der Erlös also größer ist als die Mining-Kosten, ist auch bei der Spende von einem guten Kosten-Nutzen-Verhältnis auszugehen. Im Idealfall sind die Stromkosten geringer als der Betrag, den UNICEF durch das Mining erhält. Wie hoch der eigene Mining-Ertrag für UNICEF genau ist, lässt sich allerdings nicht überprüfen.


Blockchains, Kryptowährungen und der gute Zweck

UNICEF ist nicht die erste Organisation, die Blockchains und Kryptowährungen für karitative Zwecke nutzt. Sie ist nicht die erste Organisation der Vereinten Nationen. So verteilt etwa das Welternährungsprogramm der UN Spenden in jordanischen Flüchtlingslagern über die Blockchain. Auch im Kampf gegen Kinderhandel und Blut-Diamanten suchen die Vereinten Nationen nach Blockchain-Lösungen. Abseits der UN brachten das Ripple-Netzwerk und OmiseGo kürzlich Spenden in Form von Kryptowährungen auf.

BTC-ECHO


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