Quantensprung im Finanzsektor – Banken erhöhen Blockchain-Budgets auf 1,7 Milliarden Dollar

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Das Jahr 2017 markiert einen Quantensprung im Blockchain-Engagement von Banken und Finanzinstituten. Diese haben ihre Blockchain-Budgets im vergangenen Jahr weltweit mehr als verdoppelt, zeigt eine Studie des Beratungsunternehmens Greenwich Associates. Ganze 1,7 Milliarden US-Dollar sollen in Forschung und Entwicklung der Technologie geflossen sein. Damit verstetigt sich ein Trend: Besonders Banken, die von der Blockchain Einschätzungen zufolge am deutlichsten bedroht sind, widmen sich derer Potentiale.

Die Blockchain wird Banken ersetzen – kaum eine Satz schallt so laut durch Expertenmeinungen, populärwissenschaftliche Literatur und Meinungsartikel zur Blockchain. Das Argument dahinter: Sobald automatisierte Transaktionsregister Zahlungsflüsse regeln und absichern, wird der Mittelsmann, die Bank, überflüssig. Der weltweite Boom um Kryptowährungen und der rasante Aufstieg nicht-banklicher Finanzunternehmen wie PayPal scheinen diese für die alte Finanzwelt düstere Prognose zu bestätigen.


Während sich Geschäfts- und Zentralbanken von diesen Umwälzungen gefährdet sehen, setzen viele jedoch aufs gleiche Pferd. Immer mehr Geldinstitute konzentrieren sich in ihrer Forschung und Entwicklung auf den Bereich Blockchain.

2017 jedoch markierte einen Quantensprung: Im vergangenen Jahr haben Banken weltweit ihre Anstrengungen in der Blockchain-Forschung mehr als verdoppelt, dies zeigt eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Greenwich Associates.

Hierfür befragte Greenwich in 200 Interviews leitende Angestellte von Banken und Finanzmarktunternehmen. Dabei erfragten die Berater unter anderem Budgets, Beschäftigtenzahlen sowie Einschätzungen zu möglichen Anwendungsfeldern und Herausforderungen für Distributed-Ledger-Technologien (DLT) im Bankensektor.

Das Ergebnis: Im vergangenen Jahr sind ganze 1,7 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung von DTLs geflossen. Das entspricht einem Budget-Anstieg von 67 Prozent. Darüber hinaus ergibt die Studie, dass bei jeder zehnten Bank ebendieses Blockchain-Budget über der Marke von zehn Millionen US-Dollar liegt.

Hauptantrieb der Banken: Kosten einsparen

Doch dem nicht genug. Während Banken im vergangenen Jahr mit durchschnittlich 18 Mitarbeitern ihre Blockchain-Abteilungen verdoppelten, ergibt die Studie weiterhin, dass jedes sechste Finanzinstitut erste Erfolge in der Blockchain-Implementation feiern kann. So geben 14 Prozent der Banken an, bereits erste Technologielösungen zu nutzen.

Zentraler Antrieb der Geldinstitute seien dabei Ersparnisse bei Transaktionskosten gewesen, wie etwa Überweisungsgebühren oder der Verarbeitungszeit. Hier laufen immer mehr private Unternehmen den traditionellen Geldhäusern den Rang ab. Sie bieten etwa Überweisungen in Echtzeit mit immer geringeren Gebühren an. Das oft verrostete Digitalsystem der Banken jedoch hinkt hier hinterher.

Trotz dessen, dass Berichten zufolge ein Großteil der Blockchain-Projekte weltweit zeitnah die Segel streicht, sei man aus Bankenperspektive dennoch optimistisch, dies mithilfe der Blockchain zu ändern.

„Mehr als die Hälfte der Executives, die wir interviewt haben, haben uns gesagt, dass die Anwendung von DLTs sich schwieriger erwiesen hat als angenommen. Dennoch erwartet man, dass mehr als Dreiviertel der derzeit entwickelten Projekte auch in zwei Jahren noch leben“,

so Richard Johnson, Vizepräsident von Greenwich Associates und Hauptautor der Studie, gegenüber Bloomberg.

R3-Konsortium: Gemeinsam in die Zukunft?

Dass Banken in Zeiten des Blockchain-Booms die vermeintliche Zukunft nicht untätig an sich vorbei ziehen lassen wollen, zeigt besonders das Unternehmen R3. In dem Konsortium haben sich eigenen Angaben zufolge über 200 Finanzinstitute, Regulatoren, Handelsverbände und Technologieunternehmen zusammengeschlossen. Unter ihnen Größen wie Microsoft, Barclays, BBVA, CIBC, Commerzbank, DNB oder HSBC.

Ihr Ziel ist es, Blockchain-Lösungen für Geschäftsanwendungen und besonders den banklichen Zahlungsverkehr zu entwickeln. Dabei zeigen sich erste Erfolge: Vergangenen Oktober etwa konnte das Konsortium auf Basis ihrer Blockchain-Plattform Corda ein System für grenzübergreifende Zahlungen vorstellen.

Zwar wurden bereits diesen Monat wieder Berichte über ein mögliches Aus des Konsortiums laut, dennoch zeigt die Bankeninitiative, was die Greenwich-Studie in dieser Woche bestätigt. Die Potentiale der Distributed-Ledger-Technologie werden besonders von Banken, die Einschätzungen nach am deutlichsten von dieser bedroht sind, ernst genommen.

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