Bitcoin-Skepsis PwC-Umfrage: Finanzbranche fremdelt mit Kryptowährungen – glaubt jedoch an die Blockchain

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Zwei Straßenschilder an einer schwarzen Laterne die in zwei Richtungen zeigt

Quelle: Shutterstock

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Die Finanzbranche dreht Kryptwährungen den Rücken zu. Laut einer Umfrage von PwC glaubt nur noch ein Bruchteil der Führungskräfte aus Banken, Fonds und Vermögensverwaltern an die Relevanz von Bitcoin & Co. Von den Potentialen der Blockchain-Technologie sind zwar die meisten überzeugt. Längst nicht alle widmen deren Entwicklung jedoch entsprechende Budgets.

Die Veröffentlichung von Bitcoin vor rund zwölf Jahren wird von Krypto-Enthusiasten als Geburtsstunde einer Revolution gefeiert. Ihre Botschaft lautet damals wie heute: Kryptowährungen sind die Zukunft des Geldes, sollen die Wirtschaft umkrempeln und könnten künftig Banken und staatliche Geldpolitik ablösen.Die Finanzbranche überzeugt diese Vision weniger. Dies spiegeln zumindest die Ergebnisse der jüngsten Umfrage von PwC wider.

Für ihre alljährliche Blockchain-Umfrage befragten die Unternehmensberater insgesamt 302 Führungskräfte von Banken, Fonds und Vermögensverwaltern. Das Ergebnis ist eine deutliche Absage für Bitcoin & Co.: 80 Prozent der befragten Unternehmensführer halten Kryptowährungen für „gar nicht relevant“. Nur 15 Prozent der Befragten gaben dabei an, sich überhaupt mit Digitalwährungen zu beschäftigen.

Mitschuld an dem noch vergleichsweise geringen Interesse der Branche ist laut PwC das nach wie vor weitverbreitete Stigma der digitalen Währungen. Noch immer würde der Bitcoin mit illegalen Geschäften im Darknet in Verbindung gebracht. Zudem fehlten den digitalen Währungen Absicherungen und Garantien, beschreibt PWC-Experte Thomas Schönfeld die Umfrageergebnisse.

Finanzbranche glaubt an Blockchain, Budgets für Entwicklung fallen jedoch mager aus


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An deren technologisches Rückgrat, die Blockchain, glaubt jedoch weiterhin ein Großteil der Branche. Ein ganzes Dreiviertel der Befragten zeigte sich gegenüber PwC von der Relevanz und dem Potential von Distributed-Ledger-Lösungen überzeugt. Jeder einzelne der 302 interviewten Unternehmenslenker wiederum gab an, ein Grundverständnis über die Arbeitsweise der Technologie zu besitzen.

Hier zeigt sich erneut ein klares Bild: Die Blockchain-Technologie ist im Bewusstsein der Finanzindustrie angekommen. 

ist sich Schönfeld angesichts der Ergebnisse sicher.

Gleichzeitig gibt die Umfrage jedoch auch hier Anlass zur Ernüchterung. Laut deren Ergebnissen besitzt die Blockchain in der Finanzbranche bislang lediglich einen guten Ruf: Die Technologie-Budgets hingegen hätten noch lange Wege vor sich, um mit der Reputation der Technologie gleichzuziehen.

So gaben 97 Prozent der befragten Unternehmenslenker an, über kein signifikantes Budget für die Blockchain-Entwicklung zu verfügen. Bei 60 Prozent wiederum sind keinerlei Finanzmittel für die Entwicklung von Distributed-Ledger-Produkten eingeplant.

Schuld für die Schere aus Erwartung und Eigeninitiative geben die meisten Befragten laut PwC weiterhin technologischen wie auch gesetzlichen Barrieren – trotz der neuen Lizenzen und Richtlinien der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Zudem würde die Blockchain-Entwicklung mit dem Ausbau anderer Technologien etwa im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) oder dem Internet der Dinge (IoT) konkurrieren.

PwC rät zu Blockchain-Engagement

Gleichzeitig spiegelt die Umfrage indes einen neuen Trend. Während sich in den vergangenen Jahren zuletzt vor allem kleine Unternehmen und Start-Ups an die Adaption von Blockchain–Technologien wagten, sind es nun große Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern, die ihr Geld in Technologielösungen stecken.

Als einer dieser Blockchain-Pioniere hatte im vergangenen Jahr beispielsweise der US-Gigant JPMorgan Chase für Schlagzeilen gesorgt. Mithilfe ihres Blockchain-basierten JPM Coin will die Bank von Konzernchef und Bitcoin-Kritiker Jamie Dimon künftig konzerninterne Überweisungen und Anleihengeschäfte abwickeln und so deren Verwaltungsaufwand herunterschrauben. Noch befindet sich der Coin jedoch in der Entwicklungsphase.

PwC-Experte Schönfeld mahnt die Branche nun, sich von solchen Mammutprojekten nicht entmutigen zu lassen. Mit Blick auf die Umfrageergebnisse ruft er den Finanzsektor zu mehr Engagement bei Blockchain-Produkten auf:

Wenn der Marktdruck steigt, sind diejenigen im Vorteil, die sich das nötige Wissen im Umgang mit den Produkten angeeignet und die erforderlichen Strukturen bereits etabliert haben. Unser Ratschlag daher: Prokrastination vermeiden und einen Blick über die Finanzindustrie hinaus wagen.

Inspiration könnte sich die Branche dabei aus dem Logistiksektor holen. Zur Absicherung von Absatzwegen oder der Finanzierung globaler Handelsströme nehmen hier derzeit immer mehr Unternehmen die Potentiale dezentraler Datenbanken ins Visier.


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