PwC: Token-Kontrolle durch Blockchain-Analyse-Tool

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt

Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Quelle: View Of Bangkok City Tower In City Against Sky at twilight time, on Sathorn Tai Road in Bangkok, on June 3, via Shutterstock

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Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) hat angekündigt, ein Analyse-Tool auf Blockchain-Basis zu testen. Damit können Token vom Launch an getrackt und die Trades nachvollzogen werden. So sollen Unternehmen sich vor Missbrauch ihrer Token, etwa durch die Involvierung in Geldwäsche oder der Finanzierung krimineller Machenschaften, schützen können.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Das Blockchain-Analyse-Tool, das PwC nun testen möchte, wurde von einem 80 Mann starkem Team von Blockchain-Developern entwickelt. Es soll ICO-Emittenten ermöglichen, ihre Kryptowährungen nach der Ausgabe zu verfolgen und deren Gebrauch nachzuverfolgen. Dies ist im Interesse des Herausgebers, da so der Missbrauch des jeweiligen Coins verhindert werden kann.

Wie Eric Young, Partner bei PwC China und Hongkong, feststellt, gibt es ein wachsendes Interesse asiatischer Unternehmen in den Sektoren Produktion, Handel und Technologie, Geld durch Initial Coin Offerings (ICO) einzusammeln. Sowohl Hongkong als auch Singapur sind beliebte Standorte für die Ausgabe von Token, da es in beiden Jurisdiktionen keine Regulierung für ICOs gibt – solange die Token nicht als Wertpapiere konzipiert sind.

“Während man im Blockchain-Ledger die Anzahl der Transaktionen verfolgen kann, die mit den Kryptowährungen getätigt wurden, gibt es für die Herausgeber eines ICO immer noch keine Möglichkeit, seine Coins zu verfolgen und zu wissen, wie diese Coins verwendet werden. Mit künstlicher Intelligenz können unsere Lösungen den Kunden helfen, besser vorherzusagen, in welche Jurisdiktionen der digitale Token möglicherweise weitergeleitet werden könnte. Abhängig von der Art des Unternehmens und der Art des Geschäfts, in dem es tätig ist, könnte es dann eine hohe Risiko-Punktzahl für diesen bestimmten Rechtsraum anwenden,”

so Young.


Im vergangenen halben Jahr hatte PwC gemeinsam mit verschiedenen Unternehmen zusammengearbeitet, die an der Ausgabe von ICOs interessiert waren. Dabei hat die Wirtschaftsprüfung dabei geholfen, Governance-Strukturen zu entwerfen, Kunden zu identifizieren und verifizieren sowie Best Practices und Vorschriften in Geldwäscheprozessen einzuhalten.

Es wird vermutet, dass PwC mit diesem Schritt versucht, sich die Migration vieler asiatischer Krypto-Unternehmen von China nach Hongkong und Singapur zu Nutze zu machen. Das neue Blockchain-Projekt könnte also direkt von Chinas restriktiver Krypto-Politik profitieren.

BTC-ECHO


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