Nobelpreisträger Shiller: Bitcoin wird wahrscheinlich „total kollabieren“

Gregor Hallmann

von Gregor Hallmann

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Gregor Hallmann

Gregor Hallmann ist seit 20 Jahren Wirtschaftsjournalist. Als Redakteur einer Nachrichtenagentur verfolgte der studierte Politologe um die Jahrtausendwende hautnah den Internet-Boom und das folgende Platzen der Dotcom-Blase. Seitdem schreibt er als freier Journalist kritisch über Wirtschaft, Finanzen und Geldanlage – und hat dabei auch Kryptowährungen und Blockchain im Blick.

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Quelle: Alfred Nobel on the Nobel Prize medal from 1961 year via Shutterstock

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US-Ökonom Robert Shiller fühlt sich durch den Bitcoin-Hype an die Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts erinnert. Die Zukunft der Kryptowährung sieht Shiller, der 2013 gemeinsam mit Lars Peter Hansen und Eugene Fama den Wirtschaftsnobelpreis erhielt, eher skeptisch.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Shiller sagte dem US-Sender CNBC, der Bitcoin habe überhaupt keinen Wert, solange sich nicht die allgemeine Überzeugung einstelle, dass er einen Wert habe. Anders beim Gold, dieses habe „zumindest etwas Wert, auch wenn es nicht als Investment betrachtet wird“. Shiller ergänzte, der Bitcoin erinnere ihn an die holländische Tulpenmanie der 1640er Jahre. Er sieht aber einen Unterschied: „Auch heute noch zahlen wir für Tulpen“, so Shiller. Beim Bitcoin dagegen gebe es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass dieser „total kollabiert und vergessen wird“. Es könne allerdings auch sein, dass die Kryptowährung noch für lange Zeit bestehen bleibt und „in 100 Jahren noch da ist“.


Der als marktkritisch geltende Professer der Yale-Universität sagte in dem Interview auch, es gebe “überall Blasen“, nicht nur beim Bitcoin. Sein auf dem Höhepunkt der Dotcom-Blase erschienenes Buch „Irrationaler Überschwang“ sagte den damals bevorstehenden Markteinbruch voraus. Auch vor der Immobilienblase in den USA, die zum Ausbruch der globalen Finanzkrise ab 2007 führte, hatte er frühzeitig gewarnt.

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