TRON: Wie Justin Sun versucht, sein Geld loszuwerden
Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Quelle: Shutterstock

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Im Zuge des Binance Hack am 7. Mai bot TRON-Gründer Justin Sun kurzerhand an, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Mit einer Rettungsmaßnahme von 40 Millionen US-Dollar wollte er der Bitcoin-Börse helfen. Dabei sieht es hinter den eigenen Kulissen alles andere als rosig aus. 

Dass Justin Sun im Bitcoin-Ökosystem zu einer der umstrittenen Figuren gehört, ist kein Geheimnis. So äußerte sich etwa Vitalik Buterin, seines Zeichens Mastermind hinter Ethereum, wiederholt negativ über den direkten Konkurrenten a.k.a. Gründer von TRON. Dementsprechend bezeichnete er TRON als Kopie von Ethereum und bezichtigte Sun in einem berühmten Tweet als Copy Cat:


Justin Sun lässt indes keine Möglichkeit aus, sich und sein TRON-Projekt in die Mitte der Aufmerksamkeit zu katapultieren. So bot der 29-Jährige kurz nach dem Binance Hack etwa an, für die Verluste in der Höhe von 40 Millionen US-Dollar aufzukommen:

Um Binance zu unterstützen, werde ich persönlich USDT im Wert von 7.000 BTC (40 Millionen USDT) auf Binance überweisen, um BNB, BTC, TRX & BTT zu kaufen, wenn [Changpeng Zhao, CEO von Binance] […] einverstanden ist. Kein Grund für FUD! Funds are #SAFU!

Abgesehen davon, dass Changpeng Zhao das Angebot umgehend ablehnte, dürfte der Tweet bei einigen Mitgliedern der Krypto-Community Fragezeichen aufgeworfen haben. Die allerdringlichste Frage: Kann es sich Justin Sun tatsächlich leisten, Binance mit 40 Millionen US-Dollar in Tether auszuhelfen? Vor allem in Anbetracht der nicht endenden Kontroversen rund um den Stable Coin Tether darf man sich fragen, woher der Gründer von Tron die nötigen Reserven hat. Dabei gibt es am eigenen Ökosystem offenbar genügend Baustellen.


Tron existierte mit Sicherheitslücke

Denn wie man der Hacker-Plattform Hackerone entnehmen kann, war es etwa bis Februar ohne größeren Aufwand möglich, das gesamte Tron-Netzwerk zu korrumpieren. Über die Sicherheitslücke wäre es demnach möglich gewesen, das Tron-Netzwerk mit einem einzelnen Computer zu attackieren. Durch eine Überflutung des TRON-Netzwerks mit Angriffen wäre somit eine DDOS-Attacke möglich geworden, die das Netzwerk stark beeinträchtigt hätte. Der Bug wurde inzwischen gelöst, das Netzwerk gilt vorerst als sicher.

Demgegenüber versäumt es Justin Sun im Namen der Tron Foundation jedoch nicht, Nutzer mit neuen Anreizen zur Konversion Richtung Tron zu bewegen:

Um ein glattes Bestehen des Netzwerks sicherzustellen, garantiert das Tron-Netzwerk jedem Account alle 24 Stunden einen kostenlosen Pool an Bandbreite-Punkten, um kostenlose Transaktionen zu gewährleisten. Um regelmäßiger an Transaktionen teilnehmen zu können, muss man TRX einfrieren, um zusätzliche Bandbreiten-Punkte zu bekommen oder die Gebühr in TRX bezahlen.

Die Bemühungen, Nutzer ins eigene Netzwerk zu locken, sind indes nicht neu. So bot die Foundation bereits im März einen Rabatt auf die eigene Tether-Version an.



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