Digitalisierung incoming So will Funds On Chain das Fondsgeschäft revolutionieren
Daniel Hoppmann

von Daniel Hoppmann

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Grafik

Quelle: Shutterstock

Teilen
Jetzt anhören
BTC54,151.00 $ -0.56%

Hohe Kosten, wenig Einheitlichkeit und Abstimmungsschwierigkeiten. Diese Punkte bemängeln Experten beim Fondsgeschäft schon seit Jahren. Funds On Chain will das mittels Blockchain ändern.

Die Blockchain-Technologie hat der Welt einen völlig neuen Finanzsektor beschert, der mittlerweile immer mehr im Mainstream Fuß fasst. Dabei ist es primär der Verzicht auf Mittelsmänner, sogenannte Intermediäre, gekoppelt mit einer höheren Transaktionsgeschwindigkeit, die den Krypto-Space so attraktiv macht. Konträr dazu steckt der traditionelle Finanzsektor nach wie vor im digitalen Entwicklungsprozess. Obwohl bereits vereinzelt Projekte existieren, die die Möglichkeiten der Blockchain mit ihren Dienstleistungen verknüpfen, setzt ein Großteil der Marktteilnehmer bisher noch auf konventionelle Distributionsmethoden. Ein Umstand, den Funds On Chain mittels der Blockchain-Technologie ändern möchte.


Das Start-up hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Fondsgeschäft zu tokenisieren. Primär geht es dabei um die Abwicklung von Fondstransaktionen. Bisher herrsche in den einzelnen Abwicklungsprozessen eine hohe Heterogenität, meint Funds On Chain CEO Volker Braunberger im Gespräch mit BTC-ECHO.

Es sind sehr viele Intermediäre in die Transaktionen involviert. Das macht den Prozess extrem teuer, dadurch, dass es kaum digitalisiert ist. Letztlich geht es bei Funds On Chain darum, Marktteilnehmer, die aus regulatorischer Sicht nicht benötigt werden, aus der Kette herauszunehmen.

Volker Braunberger gegenüber BTC-ECHO

Allein durch den Wegfall von Abstimmungsschwierigkeiten, sogenannte Reconciliation-Aufwendungen, die unter anderem durch den Einsatz verschiedener Systeme entstehen, könnten nur in Europa 5 bis 10 Milliarden Euro pro Jahr eingespart werden, schätzt Braunberger.


Wir glauben, mit unseren ersten Testläufen beweisen zu können, dass wir mit etwa 50 Prozent weniger Kosten durch die Tür gehen können. Wenn Sie dann noch auf die Volumina in der Branche schauen, ist es halt Wahnsinn.

Volker Braunberger gegenüber BTC-ECHO

“Funds On Chain hat Unicorn-Potenzial”

Zunächst konzentriert sich das Unternehmen aus Saarbrücken auf den europäischen Finanzsektor. Mit der Plattform, die auf der DLT-Technologie von Hyperledger Fabric aufbaut, könne man Fonds-Volumina von bis zu 20 Billionen Euro auf die Blockchain hieven, sagt der Funds On Chain CEO. Für die nächsten fünf Jahre rechnet der ehemalige Unternehmensberater bereits mit einem Marktanteil von 1,5 bis 3 Prozent. “Ich glaube fest an diese Idee. Aus meiner Sicht hat es sogar Unicorn-Potenzial”.

Dabei weiß das Unternehmen aus Saarbrücken mit der ERGO, der MEAG und BNP Paribas namhafte Partner an seiner Seite, die Funds On Chain mit technischer Expertise unterstützen. Überdies startete vor Kurzem ein Seed Funding, das dem Start-up im April weitere finanzielle Mittel zur Visionsverwirklichung bescheren dürfte.

Die Einschätzung einiger Experten, der traditionelle Finanzmarkt habe die Digitalisierung verschlafen, teilt auch Braunberger. Die EU-Länder hinkten im Vergleich zu anderen Nationen noch hinterher. Deutschland habe mit neuen Gesetzen wie dem eWpG und der Krypto-Fondsanteile-Verordnung zwar einen guten Schritt nach vorne gemacht, dennoch sei man im Vergleich etwa zu Großbritannien noch relativ langsam.


Teilen
Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail
Ich stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse für den Versand des Newsletters gespeichert und verarbeitet wird. Weitere Hinweise

Magazin Ausgabe 11/2021

Das führende Bitcoin & Blockchain Szene Magazin

In Print und Digital verfügbar

Neue Investmentchancen verstehen und ergreifen

Jeden Monat über 60 Seiten Insights, Analysen, KnowHow

Gratis Prämie im Jahresabo

24 Karat vergoldete Bitcoin Münze

BTC-ACADEMY