Robinhood hat seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Der Krypto-Umsatz stieg demnach gegenüber dem Vorquartal um 20 Prozent auf 120 Millionen US-Dollar. Für das Plus sorgte vor allem die im Juli gestartete Robinhood Chain, die erstmals 26 Millionen US-Dollar beisteuerte. Ohne die neue Blockchain wären die Einnahmen aus Krypto-Transaktionen um sechs Prozent gesunken.
Dabei wurde insgesamt deutlich mehr gehandelt, wie aus dem Quartalsbericht hervorgeht. Das Krypto-Handelsvolumen legte um 23 Prozent auf rund 50 Milliarden US-Dollar zu. Rund 20 Milliarden US-Dollar liefen dabei über die Robinhood-App, knapp 30 Milliarden US-Dollar über die im vergangenen Jahr übernommene Krypto-Börse Bitstamp. Gegenüber dem Vorjahresquartal lag der Krypto-Umsatz dennoch 55 Prozent niedriger.
Prognosemärkte überholen Krypto
Mehr Geld als mit Krypto verdiente Robinhood erneut mit seinen Prognosemärkten. Event-Kontrakte brachten im dritten Quartal 173 Millionen US-Dollar ein, elf Prozent mehr als im Vorquartal.
Unternehmensweit stieg der Netto-Umsatz gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent auf den Rekordwert von 1,42 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn sank hingegen um 14 Prozent auf 476 Millionen US-Dollar. Die Robinhood-Aktie reagierte mit Verlusten auf die Quartalszahlen und gab im nachbörslichen Handel um 5,5 Prozent nach.
Mit der Robinhood Chain tritt der Broker auch gegen Coinbase und dessen Layer-2 Base an. Wie sich die beiden Netzwerke im direkten Vergleich schlagen, lest ihr hier: Robinhood Chain vs. Base: Wer gewinnt den Kampf um Wall Street?
