Angreifer erbeuten Daten 

Krypto-Börse Bithumb gehackt – wurden Kundendaten gestohlen?

Die südkoreanische Krypto-Börse Bithumb ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Auch Kundendaten könnten abgegriffen worden sein.

Moritz Draht
Teilen
Bitcoin-Münzen vor Bithumb-Logo

Beitragsbild: Shutterstock

| Bithumb wurde über das interne System seiner Mitarbeiter gehackt

Die südkoreanische Krypto-Börse Bithumb ist offenbar Opfer eines Cyberangriffs geworden. Angreifer verschafften sich nach Unternehmensangaben Zugang zu einem internen System. Dabei sollen persönliche Daten entwendet worden sein. Ob darunter auch Daten von Kunden sind, ist bislang unklar. Bithumb untersucht nach eigener Aussage noch das Ausmaß. “Wir analysieren den genauen Umfang und prüfen dabei auch, ob Informationen von Mitgliedern betroffen sind”, erklärte die Krypto-Börse gegenüber der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap.

Bithumb: Kundengelder nicht betroffen

Auf Kryptowährungen der Kunden hatten die Angreifer nach Angaben von Bithumb keinen Zugriff. Das betroffene Mitarbeitersystem sei technisch vom eigentlichen Handelssystem getrennt. Verluste von Kryptowährungen wurden bislang nicht gemeldet.

Bithumb entdeckte den Angriff am Dienstag. Wie viele Personen von dem Datendiebstahl betroffen sind und welche Informationen genau entwendet wurden, wird noch untersucht.

Der Angriff trifft Bithumb wenige Monate nach einer aufsehenerregenden Panne. Im Februar hatte die Börse Kunden versehentlich 620.000 Bitcoin statt 620.000 Won gutgeschrieben. CEO Lee Jae-won räumte damals Mängel bei den internen Kontrollsystemen ein.

Der Bithumb-Vorfall ist der zweite Krypto-Angriff innerhalb weniger Tage. Erst am Sonntag wurden beim Telegram Trading Bot Bloom Solana-Token im Wert von 953.000 US-Dollar gestohlen. Wie der Angriff ablief und was über die Ursache bekannt ist, lest ihr hier: Krypto-Hacker stiehlt 1 Million US-Dollar: So viele Sekunden hat er gebraucht

Das könnte dich auch interessieren