Kryptowährungen sollen nach den Vorstellungen von US-Finanzminister Scott Bessent künftig dazu beitragen, die globale Stellung des US-Dollars zu sichern. Bei Ripples Swell-Konferenz machte er vor allem Stablecoins als wichtigen Baustein dieser Strategie aus. “Wir werden bei digitalen Assets gewinnen, und das wird den US-Dollar weiter stärken”, sagte Bessent im Gespräch mit Ripple-CEO Brad Garlinghouse. Technologische Stärke werde für den internationalen Einfluss der USA immer wichtiger. Neben künstlicher Intelligenz und Halbleitern zählt Bessent dazu auch Kryptowährungen.
Stablecoins sollen Dollar-Nachfrage erhöhen
Besonders große Erwartungen setzt Bessent auf Stablecoins. Mehr als 90 Prozent seien an den US-Dollar gekoppelt. Nach seiner Einschätzung erschließen sie dem Dollar neue Nutzer, insbesondere in Ländern mit hoher Inflation oder stark schwankenden Währungen.
Davon soll nach Bessents Vorstellung auch der US-Staat profitieren. Stablecoin-Anbieter halten zur Deckung ihrer Token unter anderem US-Staatsanleihen. Wächst der Markt, erwartet er deshalb zusätzliche Nachfrage nach diesen Papieren. “Ich denke, das wird eine wichtige Finanzierungsquelle für das Finanzministerium”, sagte Bessent.
Auch die Krypto-Regulierung kam bei der Ripple-Veranstaltung zur Sprache. Nach dem Scheitern des CLARITY Act wolle Bessent nach eigenen Aussagen stärker auf SEC und CFTC setzen, um weitere Regeln für die Branche voranzubringen. Den Rückschlag im Kongress bezeichnete er als Enttäuschung.
Über die Behörden will Scott Bessent auch gegen das Debanking von Krypto-Unternehmen vorgehen. Regulatorische Leitplanken sollen nach seiner Aussage verhindern, dass Unternehmen der Branche erneut den Zugang zu Bankdienstleistungen verlieren.
